Frauengruppe informiert sich über Flüchtlingsarbeit in Gladbeck

Frauengruppe informiert sich über Flüchtlingsarbeit in Gladbeck
Die ehemalige Pfarrerin Reile Hildebrandt Junge-Wentrup (links im Bild) referierte über die Anfänge der Flüchtlingsarbeit seit Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts bis heute.

„Niemand verlässt seine Heimat ohne Not“

17.10.2022 – Frauengruppe – Die Frauen der interkulturellen Frauengruppe Hier den Newsletter bestellenhaben bei ihrem vierteljährlichen Treffen die Flüchtlingsarbeit der evangelischen Kirche in Gladbeck in den Räumlichkeiten von K4 kennengelernt.

„Bei einem Frühstück, das bei unseren Treffen zum geselligen Beisammensein immer dazu gehört, referierte die ehemalige Pfarrerin Reile Hildebrandt Junge-Wentrup von den Anfängen der Flüchtlingsarbeit seit Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts bis heute über ihre und die Arbeit ihrer Mitstreiter“, erklären Müzeyyen Dreessen und Hülya Haack-Yol, die die interkulturellen Frauentreffen seit 2013 jedes Mal in einer anderen Einrichtung organisieren. In den 90er Jahren waren es die Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien und dem Libanon, später folgten Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien.

Die Menschen fliehen vor den Kriegen, würden aber gern in ihre Heimat zurückkehren

Aktuell fliehen Menschen vom Krieg in der Ukraine. Neben der Betreuung und Beratung bei alltäglichen Dingen werden sie von den Ehrenamtlichen der Flüchtlingsarbeit beim Zurechtkommen in einem neuen, fremden Land, bei Behördenangelegenheiten und Sprachkursen unterstützt. Hinzu kommen die Bewältigung von Kriegserfahrungen und Traumata. „Aber trotzdem schaffen auch viele hier die Sprache zu lernen und einen Beruf zu ergreifen. Sie wollen ihr eigenes Geld verdienen  und ihren Lebensunterhalt selbst absichern. Die allermeisten würden auch wieder am liebsten in ihre Herkunftsländer zurückgehen, wenn dort nicht Krieg, Verfolgung und undemokratische Zustände herrschen würden, die sie am Leib und Leben bedrohen und für sie und ihre Kinder eine Zukunft unmöglich machen“, sagt Hildebrandt Junge-Wentrup.

In der anschließenden Diskussion machten die Frauen deutlich, wie wichtig diese Arbeit ist und dass sie in der breiten Stadtgesellschaft bekannter gemacht werden müsste. Denn vielfach bestehen Fehlinformationen, ja Vorurteile über diese Menschen.  “Wer Schutz sucht, muss Schutz finden können, und zwar in einem fairen Verfahren unter menschenwürdigen Umständen. Niemand verlässt Heimat ohne Not“, sagte mal der Caritas Präsident von Österreich und seit 2020 auch der Region Europa der Caritas Internationalis, Michael Landau.

Die Frauen der interkulturellen Frauengruppe schließen sich dem ohne Wenn und Aber an.


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

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