Tunnel bleibt unsicher und wäre Teil des Autobahndesasters

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Tunnel bleibt unsicher und wäre Teil des Autobahndesasters
Das riesige Autobahnkreuz mit 18 Fahrspuren und drei Ebenen wird uns quasi vor die Tür gebaut, bevor der versprochene Tunnel in Angriff genommen wird.

Stellungnahme des Bürgerforums Gladbeck e.V. zum Ausbau der A52

29.06.2021 – Tunnel bleibt unsicher – Das Bürgerforum Gladbeck wehrt sich weiterhin eindeutig gegen den Bau der A52 durch Gladbeck und fordert stattdessen eine Umgestaltung der B224 zu einer umwelt- und menschenverträglichen, innerstädtischen Straße durch Gladbeck ein. Daran ändert auch die jüngste Verlautbarung der bundeseigenen Autobahn GmbH nichts, nach der man sich bei den Planungen für den innerstädtischen Abschnitt nun auf einen Teiltunnel in Gladbeck konzentriert.

Der vergleichsweise kleine Tunnelabschnitt in Stadtmitte würde keine Lösung der schlimmen Probleme darstellen, die der Bau der A52 für Gladbeck auf der ganzen Strecke mit sich bringen würde. Von Gladbeck- Ost bis Ellinghorst und wegen der Verkehrszunahme auch an der A2 in Brauck und Butendorf käme es zur großflächigen Zunahme von Lärm und Feinstaub. Der A52-Bau würde in jedem Fall das riesige Autobahnkreuz in Wittringen mit sich bringen, von der problematischen Bauphase über realistisch 15 Jahre gar nicht zureden.




Stadt Gladbeck wirbt mit „geschönten“ Bildern für die A52

Das alles wird derzeit durch geschönte Bilder einer Grünanlage auf dem Tunneldach kaschiert. Der auf dem Tunneldach verlaufende Verkehrsweg wäre nicht die schöne Stadtstraße mit Aufenthaltsqualität, sondern ein stark befahrener Autobahnzubringer zu den Auf- und Abfahrten in Stadtmitte. Den erwartbaren enormen Verkehr verschweigen die Bilder, stattdessen zeigen sie Grünflächen und Radwege. Aber die neuen Radwege würden den Anwohnern am künftigen Autobahnkreuz gegen den Lärm wenig nützen und an den Tunnelportalen sollte man aus gesundheitlichen Gründen besser nicht wohnen.

Tunnel bleibt unsicher

Das Bürgerforum bleibt bei seiner Auffassung, dass wir nicht die ganze Stadt quadratkilometerweise ihrem Unglück ausliefern können, nur um in Stadtmitte auf 1,5 Kilometer eine nutzbare Tunneloberfläche zu erhalten. Die A52 wäre ein Desaster für ganz Gladbeck, egal ob mit oder ohne Tunnelstück in der Mitte.

Dabei ist vom Bund nur die Erstellung einer Planung zugesagt und dies besagt für die Realisierung des Tunnels noch gar nichts. Die eingeplanten Tunnelkosten laufen ins Uferlose, was die Umsetzung von Tunnelplänen unwahrscheinlich macht. Alle jetzigen Versprechungen zum Tunnel sind juristisch nicht gefestigt, sondern jederzeit mit einem einfach formulierten Drei-Zeiler revidierbar.

Tunnel bleibt unsicher: Andere Tunnelzusagen wurden auch nicht eingehalten

Durchaus vergleichbare Beispiele aus den Großstädten Duisburg und Essen mit dem zugesagten und dennoch verworfenen A59 Tunnel durch Marxloh und Meiderich, den schriftlich vereinbarten und schlussendlich doch geplatzten Tunnelzusagen für die A52 durch den Helenen-Park in Altenessen und der Aufgabe des hochbeworbenen Ruhralleetunnels mahnen zur Skepsis beim Gladbecker Tunnel. Die jetzt angelaufene Planung des Tunnels wird also evtl. gar nicht umgesetzt, aber sie erhöht jetzt schon die Gefahr, dass die A52 durch ganz Gladbeck in welcher Form auch immer mit allen ihren Nachteilen und Gefahren gebaut wird.

Die größte Gefahr liegt in der Reihenfolge des Ausbaus

Besonders im vorgesehenen Bauablauf liegt eine große Gefahr. Die A52-Abschnitte von Essen bis Wittringen sollen sollen der erste Bauabschnitt sein und führen zu einer deutlichen Steigerung der Verkehre in Richtung Gladbeck. Gladbeck müsste beim anschließenden Bau des innerstädtischen Abschnittes zu jeder Bauweise „Ja und Amen“ sagen, denn die zusätzlichen Verkehre durch Gladbeck sind unbedingt abzuleiten. Es darf angenommen werden, dass dann das Bauvorhaben „Tunnel“ durch Gladbeck aus Kostengründen verworfen wird und einer Billiglösung weicht, was Gladbeck akzeptieren müsste.

Gladbeck sollte mindestens den Baustart mit dem Tunnel fordern

Mindestens dagegen müsste sich Gladbeck schützen, indem die Stadt auf einem Baustart eines Tunnels von Gelsenkirchen ausgehend besteht, doch selbst das geschieht nicht. Im Moment sind die Verantwortlichen in Gladbeck sogar mehrheitlich bereit, weite Teile unserer Stadt einer unzumutbaren Autobahn zu opfern. Weil die Planung eines kleinen Trassenstückes als Tunnel beginnt. Die jetzt von der Gladbecker Politik beschlossene finanzielle Eigenbeteiligung an der eventuellen Tunneloberfläche ist unvereinbar mit dem Gladbecker Ratsbürgerbeschluss, in dem die Stadtgesellschaft sich als Ganzes gegen den Bau der A52 mit Tunnel und gegen die städtische Beteiligung an der Finanzierung ausgesprochen hat.

Die Neue Gladbecker Zeitung berichtete bereits:

Gladbeck: A52-Tunnel soll jetzt 383,4 Mio. Euro kosten – Teil 1

Gladbeck: Der Tunnel, das Kreuz und der Zubringer – Teil 2

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