Parkplätze in Gladbeck – die Parteien streiten sich

190 Parkplätze weg - Gladbecker Verkehrsversuch startet
Ungeachtet aller Proteste startet nun der Verkehrsversuch auf der Buerschen Straße. Foto: Dr. Vera Bücker – ADFC Gladbeck

Verkehrsversuch Buersche Straße – SPD: Augenwischerei der CDU

23.04.2023 – Parkplätze – Der Rat der Stadt Gladbeck hat beschlossen, dass auf der Buerschen Straße 190 Parkplätze wegfallen. Die Ratsmitglieder folgten dem Argument, dass aktuelle Vorschriften es nicht mehr zuließen, auf der Brücke zu parken. Die meisten dieser Parkplätze sind kostenfrei. Eine gute Gelegenheit auch für Beschäftigte in der Innenstadt. ihr Auto während ihrer Arbeitszeit abzustellen.

Schon im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität der Stadt hatte die CDU gegen den Verlust der innenstadtnahen Parkplätze gestimmt. Eine Mehrheit von SPD, Grünen und Linken habe dieser Planung mit knapper Mehrheit zugestimmt, so die CDU in einer Presseerklärung. Die NGZ berichtete hier darüber.

CDU sammelt Unterschriften für den Erhalt der Parkplätze

“Bereits in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität am 9. März 2023 habe die CDU-Gladbeck sich klar positioniert”, so die CDU in einer Presseerklärung. Sie lehne den Kahlschlag bei den Parkplätzen an der Buerschen Straße ab. Lediglich SPD, Grüne und Linke haben im Ausschuss für den Verkehrsversuch gestimmt.

Die CDU hält die beschlossene Vorgehensweise für falsch und startete am Samstag, dem 22. April 2023 eine Unterschriftenaktion zum Erhalt der Parkplätze an der Buerschen Straße. Am Europaplatz war die CDU ab 10.00 Uhr mit einem Info-Stand präsent und wollte mit den Gladbeckerinnen und Gladbeckern über die verfehlte Planung ins Gespräch kommen.

CDU will die Mittelstreifen nutzen um Parkplätze zu gewinnen

„Natürlich will auch die CDU die Verkehrsführung für die Radfahrer verbessern. Wir brauchen für diese Verkehrsteilnehmer gute und sichere Radwege. Diese müssen breiter sein als die jetzigen Streifen auf der Buerschen Straße. Man kann aber aus Sicht der CDU nicht einfach 190 Parkplätze ersatzlos beseitigen. Menschen, die in der Innenstadt ihre Arbeitsplätze haben und auf den PKW angewiesen sind, brauchen genügend Parkplätze in zumutbarer Entfernung“, fordert der CDU-Vorsitzende Dietmar Drosdzol.

Auch Kundinnen und Kunden, die in den Geschäften der Innenstadt einkaufen wollen, brauchen diese Parkplätze. Das Parkplatzangebot am Festplatz kann die an der Buerschen Straße wegfallenden Parkplätze nicht kompensieren. Wer ernsthaft an der Förderung der Gladbecker Wirtschaft und besonders des Einzelhandles in der Innenstadt interessiert ist, kann die Frage hinreichender Parkplätze nicht ausklammern. Das sehen auch Gladbecker Kaufleute so, wie der Inhaber der Traumwerkstatt Simon Terhardt.

Mit ihrer Unterschriftenaktion wolle die CDU erreichen, dass sich der Fachausschuss erneut mit der Verkehrsführung auf der Buerschen Straße befasst. Sie verlangt eine Überplanung des gesamten Bereichs der Buerschen Straße mit dem Ziel, für Radfahrer und Autofahrer in gleicher Weise eine gute Lösung zu finden. Und dazu gehört auch, dass möglichst viele der jetzigen Parkplätze erhalten bleiben. Deshalb ist auch der überbreite Mittelstreifen in die Planungen einzubeziehen. Die bisherige ablehnende Haltung der Verwaltung zu diesem Vorschlag ist für die CDU nicht nachvollziehbar. Ebenso lehnt die CDU eine teure Zwischenlösung oder einen teuren Verkehrsversuch ab.

SPD hält dagegen und stützt die Verwaltung

Zur Aussage des CDU-Vorsitzenden Dietmar Drosdzol, Unterschriften für den Erhalt der Parkplätze sammeln zu wollen, nimmt die SPD Stellung. Wolfgang Wedekind, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und Dustin Tix und Sprecher der SPD im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt, Klima und Mobilität, dazu:

Der CDU-Vorsitzende, Herrn Drosdzol, habe in den Sitzungen des Rates und seiner Ausschüsse wohl nicht aufgepasst. Der Verkehrsversuch auf der Buerschen Straße sei ausführlich diskutiert und vorgestellt worden. Er war Thema am Runden Tisch Mobilität, mehrmals Thema im Fach-Ausschuss und am Ende habe man mit Mehrheit Beschlüsse gefasst, argumentiert Wolfgang Wedekind.

Dustin Tix erklärt, dass Ausführungen der CDU sind falsch und unseriös seien. So fielen die genannten Parkplätze nicht ersatzlos weg. Es würden an mehreren Stellen im innenstädtischen Bereich neue Parkflächen eingezeichnet und der Festplatz als Parkplatz aufgewertet. Dafür sind finanzielle Mittel bereitgestellt. Die Diskussion mit Vertretern der Kaufmannschaft habe keine Ablehnung des Projektes ergeben, sondern Verständnis für die schwierige Verkehrssituation und die Notwendigkeit eine andere Lösung zu finden.

Die aktuelle Fahrbahnmarkierung sei nicht mehr zulässig und die Verwaltung in der Pflicht zu handeln. Das Festhalten am Bestand sei nicht möglich. Bis heute habe die CDU keine realisierbare Alternativlösung vorgelegt. Zudem sei der Verkehrsversuch auf ein Jahr beschränkt und die Ergebnisse würden dann im Anschluss von den Fraktionen bewertet, so die beiden SPD-Vertreter.


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

Views: 246

3 Kommentare

  1. UND, wie sich Gehbehinderte und ALTE Menschen vom Festplatz weg und zurück
    – bepackt -bewegen sollen da fragt KEINER dieser schlauen Politiker nach??
    Es handelt sich in “Gladbeck” scheinbar nur noch um junges frisches Geh-läufiges
    Bürgervolk ?? Und radeln können auch alle mitsamt vollen Einkaufstaschen, oder jetzt
    alle nur noch mit – Kasten- Rad unterwegs ? Und zwischendurch – abstellen das Rad und weiter einkaufen – WIE-??

  2. Langsam wird Gladbeck immer bekloppter, Parkplätze, Busbahnhof, neuer Bahnübergang Gladbeck-Ost. Was soll das alles? Die macht mit jedem neuen Bürgermeister/in nur noch Mist.
    Umbauen, Neubau, Parkplätze abbauen.
    Nur noch Parkplätze zum bezahlen, warum? Und alles freimachen für Radfahrer.
    Gladbeck ist in all den 68 Jahren seit ich hier wohne immer schlimmer geworden. Schade, es war schon mal schöner, lang, lang ist’s her

  3. es sollen sich ja, lt. vorliegender Aussage Verwaltungsspitze:
    yyyyy
    700 !! Radler-Innen
    yyyyyy
    täglich dort bewegen ??!!
    yyyyyy
    DERART Zählung ist nirgens öffentlich dokumentiert,oder hab ich was verpasst ?

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*