Gladbeck: Der Tunnel, das Kreuz und der Zubringer – Teil 2

Gladbeck: Der Tunnel, das Kreuz und der Zubringer
Der Neubau der A52 ist in drei Teilabschnitte eingeteilt: Der erste Abschnitt auf Bottroper und Essener Stadtgebiet umfasst die Erweiterung der B224 zur A52 vom Autobahnkreuz Essen-Nord (A42) bis südlich des Autobahnkreuzes Essen/Gladbeck (A52/A2, Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck). Der zweite Abschnitt betrifft die Erweiterung um das Autobahnkreuz Essen/Gladbeck (A52/A2). Hierbei ergeben sich auch Eingriffe im Bereich der A2. Im dritten Abschnitt WIRD die B224, ab dem Autobahnkreuz Essen/Gladbeck (A52/A2), bis zur bereits heute vorhandenen A52 südlich der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer-West zur A52 erweitert. Hier ist der Bau eines Tunnels in Gladbeck geplant.

A52 durch Gladbeck – Bauabschnitte, Zeitplan, Risiken

23.06.2021 – Gladbeck: Der Tunnel – Im ersten Teil des heutigen Berichtes über den Tunnelbau zu Gladbeck “A52-Tunnel soll jetzt 383,4 Mio. Euro kosten” hat die Neue Gladbecker Zeitung die Kosten des Tunnelbaus hinterfragt. Unter Berücksichtigung der Inflationsraten der letzten 15 Jahre kann man mit Hilfe der Zinseszinsrechnung eine immense Preisentwicklung berechnen0. Danach wird der Tunnel nicht 383,4, sondern rund 500 Mio. Euro kosten.




Das sind allerdings “nur” die Kosten für den 2,6 km langen Abschnitt durch Gladbeck, inclusive 1,5 km langem Tunnel. Dabei handelt es sich um den dritten Bauabschnitt.

Hier die einzelnen Bauabschnitte:

1. Autobahnausbau der B224 zur A52 von der A42 in Altenessen bis zum Autobahnkreuz-Gladbeck. Beginn: 2023, geplante Fertigstellung 2027.

2. Bau des Autobahnkreuzes A52 / A2 als kreuzungsfreier Ersatz des derzeitigen Kreuzes. Beginn: 2023, geplante Fertigstellung 2027.

3. Bau des Teilstücks von der A2 durch Gladbeck bis zur Stadtgrenze Gelsenkirchen-Buer. Beginn: 2027, geplante Fertigstellung 2035.

Bauzeitberechnung ist sehr kritisch zu betrachten

Viele Autofahrer erinnern sich bestimmt noch an den Ausbau des Kamener Kreuzes. Dort, auch an der A2, hatte man wesentlich mehr Platz für den Ausbau als es jetzt in Gladbeck der Fall ist. Die Zahl der Fahrbahnen auf engstem Raum wird aber deutlich höher als in Kamen. Dazu kommt noch der sog. Überflieger, also eine dritte Fahrbahnebene mit der der aus Essen kommende Verkehr in Richtung Oberhausen geleitet werden soll. Es ist ein äußerst ambitionierter Plan, im Jahre 2023 mit den ersten beiden Bauabschnitten zu beginnen, um sie schon vier Jahre später fertiggestellt zu haben.

Franz Kruse, Vorsitzender des Bürgerforums e.V., dazu: “Die Bauzeit wird Gladbeck sehr schaden. Und selbst wenn entlang des Tunnels in der Abwägung die Vorteile überwiegen, möchte man an den künftigen Tunnelportalen nicht wohnen.”

Was ist, wenn 2027 für den Tunnel das Geld fehlt?

Die Krux der gesamten Planungsreihenfolge birgt ein großes Risiko für Gladbeck. Wird erst der Verkehr der B224 (und der A52 ab A42) über den A52-Neubau bis nach Gladbeck geleitet, wäre es äußerst fatal, wenn doch in einer dritten Ausbaustufe kein Tunnel gebaut würde. Der bis dahin gestiegenen LKW und PKW-Verkehr würde Gladbeck quasi vor die Tür gekippt. Es ist eh schon nicht vorstellbar, dass dieser Verkehr während einer achtjährigen Bauphase durch die Baustelle des Tunnels geleitet werden kann.

Gladbeck wäre erst auf der “sicheren Seite”, wenn die Autobahn GmbH des Bundes erst den Tunnel und dann das Autobahnkreuz baute.

Lesen Sie auch den Teil 1: Gladbeck: A52-Tunnel soll jetzt 383,4 Mio. Euro kosten


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