Gladbeck: Windradbaustelle liegt still

Gladbeck: Windradbaustelle liegt still
Die Windradbaustelle liegt seit einigen Tagen still. Die Gegners des Baus hoffen auf einen entsprechenden Gerichtsentscheid.

Seit mehr als 10 Tagen tut sich nichts mehr auf der Mottbruchhalde

29.05.2021 – Gladbeck: Windradbaustelle – Die Herzen der Anlieger der Mottbruchhalde schlagen derzeit höher. Seit mehr als 10 Tagen tut sich 100 Meter höher nichts mehr. Bis auf ein Dixi-Klo und die Umzäunung ist die Windradbaustelle geräumt!

Sollte doch eine der gegen das Windrad anhängigen Klagen Erfolg gehabt haben? Wenn dem so wäre, stünden die Bauherren vor einem Problem. Der Turm ist zu etwa der Hälfte fertig, das komplette Windrad in Auftrag gegeben. Große Geldsummen wurden bereits ins Fundament und den derzeit schon ca. 70 Meter hohen Turm investiert. Es wäre eine Katastrophe!




Windradturm auf der Mottbruchhalde
Der Betonturm ist schon 70 Meter hoch. Jetzt kommen noch drei Stahlelemente mit einer Höhe von 57 Metern darauf.

Gladbeck: Windradbaustelle – Kommt jetzt eine Aussichtsplattform?

Einige Anwohner spekulieren schon damit, dass man auf das Windradfragment eine Aussichtsplattform setzen und sie für Besucher zugänglich machen könne. Die Mottbruchhalde als Freizeitort würde gewinnen. Andere wiederum hoffen in luftiger Höhe auf einen Startplatz für Paragleiter. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Doch Insider haben eine ganz weltliche Erklärung für die aufgeräumte Baustelle. Der Bau ging bisher so zügig voran, dass der Zeitraum bis zur nächsten Bauphase zu lang wäre um den teuren Kran dort oben ungenutzt stehen zu lassen. Derzeit werden die aufeinander gesetzten Betonelemente mit Drahtseilen verspannt um für die nötige Stabilität zu sorgen.

Sind diese Arbeiten erledigt, werden noch drei Stahlelemente aufgesetzt, eins mit einer Länge von ca. 7 Metern und zwei von jeweils ca. 25 Meter Länge. Der Turm hat erst dann die geplante Höhe um die Gondel aufzunehmen, an der schließlich noch die drei Rotoren befestigt werden. Möglicherweise war der bisherige Kran auch nicht groß genug, denn schließlich sind die Gondel und die Rotoren in einer Höhe von ca. 130 Metern zu montieren.

Bauherr des Vorhabens ist Steag/RWE


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2 Kommentare

  1. Windstromgeneratoren müssen sein, aber sie passen nicht zur dichten Besiedlung des Ruhrgebiets, wo sie ganz nebenbei auch noch die wenigen innerstädtischen Erholungs- und Freizeitbereiche kaputt machen. An der Mottbruchhalde wohnen die nächsten Nachbarn in nicht einmal 500m Entfernung vom Windstromerzeuger. Man frage die mal, wie das Image ihrer Wohngegend durch das Windrad runter gezogen wird. Die erwarten Schlagschatten, Schallbelastungen und Wertverluste der Immobilien.
    Auf Nord- und Ostsee stehen mittlerweile über 1500 Windstromgeneratoren. Dort gehören die hin, oder in einsame Gebiete an Land, oder auf gottverlassene Hügel in Bayern. Wenn es ausschließlich um sauber erzeugten Strom ginge, könnten wir gleich einen weiteren Windstromgenerator in Wittringen aufbauen oder in der Essener Gruga -hauptsache ökologisch erzeugter Strom.
    Windräder sind gut und notwendig, aber nicht jeder Ort ist zur Platzierung geeignet. So zum Beispiel die Mottbruchhalde.

  2. Hoffentlich geht es bald weiter mit dem Windrad? Wenn nicht, findet sich Gladbeck bald überörtlich in den Medien wieder: Als anti-ökologische Ruhrgebietsstadt, der “saubere Energieerzeugung” egal ist! Das wäre kein gutes Image für Gladbeck!

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