Windrad wird weitergebaut – Rückschlag für das Bürgerforum

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Windrad wird weitergebaut - Rückschlag für das Bürgerforum
Größer kann der Gegensatz wohl nicht sein. Links neben dem Windradturm auf der Mottbruchhalde sieht man das einst größte Steinkohlekraftwerk Europas. Es wird in wenigen Jahren stillgelegt und nur noch Geschichte sein.

Steag: „Wir liegen im Zeitplan und bald geht es weiter“

17.06.2021 – Windrad wird weitergebaut – Das wird das Gladbecker Bürgerforum nicht in Jubelstimmung versetzen: Das Windrad auf der Mottbruchhalde wird bald weitergebaut. Derzeit ist der große Kran abgezogen. Viele Windradgegner hatten schon gehofft, dass der Baustillstand endgültig sei. Doch tatsächlich sind jetzt nur die Betonarbeiten abgeschlossen und innerhalb des Betonturms finden nun Ausbauarbeiten statt. Mit Stahlseilen verspannt erlangen die Betonteile die nötige Standfestigkeit.

Daniel Mühlenfeld, STEAG-Pressesprecher, dazu: „Der Bau des Windrads liegt weiterhin im Zeitplan. In den kommenden Wochen werden die verbleibenden Bauteile des Windrads angeliefert und dann mittels eines anderen Krans montiert. Die Inbetriebnahme des Windrads ist weiterhin für den Spätherbst des laufenden Jahres vorgesehen.“

Windradturm aus Beton. Daneben im Hintergrund ein Steinkohlekraftwerk.
Der Windradturm auf der Mottbruchhalde. Links daneben, im Hintergrund, das einst größte Steinkohlekraftwerk Europas.

Nächste Bauphase mit Stahlteilen

Der neue Kran muss weitere Bauelemente des Turmes aufsetzen, diesmal sind die Bauteile aus Stahl. Die drei Stahlelemente haben Längen von einmal ca. 7 Metern und zweimal von jeweils ca. 25 Meter. Darauf kommt dann die Gondel, an deren Welle die drei Rotoren befestigt werden. Das alles findet in 130 Meter Höhe statt.
Bauherr des Vorhabens ist Steag/RWE

Die Neue Gladbecker Zeitung schrieb hier über den Baustillstand.

Ein weiterer Rückschlag für das Gladbecker Bürgerforum e.V. zeichnet sich ab. Gestern gab die Stadtverwaltung bekannt, dass mit dem Bund eine Vereinbarung in Sachen A52 getroffen wurde. Der Bund plane jetzt die A52 in Gladbeck mit einer Tunnellösung. Das bedeute, dass sich die Stadt nun auch nicht mehr an der gewünschten Tunnellösung finanziell beteiligen muss. Die Neue Gladbecker Zeitung berichtete.

Informationskampagne und Beteiligungen stehen bevor

Die Stadt Gladbeck und ihre Bürgermeisterin Bettina Weist, machen keinen Hehl daraus, dass sie die neue Lage sehr begrüßen. Sie sehen im Tunnel mit der darauf liegenden Zubringerstraße neue Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt zwischen Butendorf und der Stadtmitte. Doch die so hoch gelobte Zubringerstraße steht auch in der Kritik. Es entstünde zusätzlicher Kreuzungsverkehr an den beiden stark befahrenen Nord-Süd-Tangenten, der Landstraße und der Horster Straße.


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1 Kommentar

  1. Sehr gut, das Braucker Windrad soll endlich laufen. Die EG hat jetzt Griechenland und Portugal mit Milliardenhilfen unterstützt, allerdings mit restriktiven Auflagen, so sollen davon saubere und alternative Möglichkeiten zur Energieerzeugung besondere Förderung erhalten. In diesen südlichen Ländern scheint die Sonne und weht der Wind, also nix wie `ran. Atom- und Kohledreck ist glücklicherweise keine Alternative mehr!

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