Schlaganfall-Lotsin bietet Unterstützung nach der Klinik

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Schlaganfall-Lotsin bietet Unterstützung nach dem Klinikaufenthalt
Ab dem 1. Juni 2026 schließt Eileen Rahmel eine wichtige Versorgungslücke für Schlaganfall-Patienten in Gladbeck. Foto: kern.ruhr

Als erstes Krankenhaus in der Umgebung startet das Gladbecker St. Barbara-Hospital mit einem neuen Angebot für Schlaganfall-Patienten

Gladbeck – 30.05.2026 – Schlaganfall-Lotsin – Ab dem 1. Juni 2026 schließt Eileen Rahmel eine wichtige Versorgungslücke für Schlaganfall-Patienten in Gladbeck. Die 26-Jährige ist in und um Gladbeck die erste Schlaganfall-Lotsin, die Patienten auch dann noch betreut, wenn die akute Notlage vorbei ist.

Eileen Rahmel arbeitet bereits seit vielen Jahren auf der Schlaganfallstation des Gladbecker St. Barbara-Hospitals. Ab dem 1. Juni begleitet sie in ihrer neuen Rolle Betroffene von der Behandlung auf der Stroke Unit bis in die Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten beim Übergang in die Rehabilitation und bei der weiteren Nachsorge zu unterstützen.

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Bereits während des Aufenthalts auf der Stroke Unit wird Eileen Rahmel Kontakt zu den Betroffenen aufnehmen. Dort werden Schlaganfallpatienten in den ersten Tagen intensiv überwacht und behandelt. Die Lotsin informiert sich über die persönliche Situation der Patienten, spricht mit ihnen über mögliche nächste Schritte und hilft dabei, den weiteren Behandlungsweg zu planen. Zudem sucht sie gemeinsam mit dem Sozialdienst passende Reha-Einrichtungen und hält auch während der Rehabilitation den Kontakt zu den Patientinnen und Patienten. Darüber hinaus unterstützt Eileen Rahmel noch ein Jahr lang bei Fragen zur weiteren Versorgung nach Abschluss der Reha.

Dazu gehören etwa Informationen über mögliche Therapien, Hilfe bei Anträgen, Hinweise auf Selbsthilfegruppen oder Empfehlungen zu Anpassungen im häuslichen Umfeld – etwa, wenn Haltegriffe im Bad oder andere Hilfsmittel notwendig sind. Die Unterstützung erfolgt sowohl telefonisch als auch bei Hausbesuchen.

Die neue Schlaganfall-Lotsin versteht ihre Rolle nicht als jemand, der Entscheidungen vollständig für die Betroffenen übernimmt. Stattdessen setzt sie auf das Prinzip des „Empowerments“. „Die Patientinnen und Patienten sollen befähigt werden, möglichst viel selbst zu schaffen,“ betont Rahmel. Die Eigenständigkeit zu bewahren sei von Beginn der Behandlung an ein wichtiges Ziel.

Mit dem neuen Angebot schließt das St. Barbara-Hospital eine Lücke in der Versorgung von Schlaganfall-Patienten. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus fühlen sich viele Betroffene mit organisatorischen und medizinischen Fragen allein gelassen. Nach Einschätzung der Klinik besteht besonders in der Nachsorge noch Verbesserungsbedarf.

Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe. Eine Finanzierung durch die Krankenkassen gibt es bislang nicht. Eileen Rahmel plant in den kommenden Monaten, ein Netzwerk aus Ärzten, Therapeuten und weiteren Unterstützungsangeboten in der Region aufzubauen.

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