Religion: das Kreuz mit dem Kreuz

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Religion: das Kreuz mit dem Kreuz
Ein sieben Meter hohes Kreuz hat eine Frau in Ihrem Garten aufgestellt. Dagegen klagte eine Mitbewohnerin und bekam Gott sei Dank Recht.

Landgericht Düsseldorf: Errichtung Kreuz in WEG unzulässig

21.06.2022 – Religion – Mit Urteil vom 21. Juni 2022Hier den Newsletter bestellen hat die 25. Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf (Aktenzeichen 25 S 56/21) die Berufung einer Düsseldorfer Rentnerin, die in ihrem Garten ein etwa sieben Meter hohes Holzkreuz aufgestellt hat, zurückgewiesen. Ihre Nachbarin lebte mit ihr in einer Wohnungseigentümergemeinschaft und fühlte sich durch das Kreuz gestört. Sie erhob Klage vor dem Amtsgericht Düsseldorf und verlangte, dass die Beklagte das Kreuz wieder beseitigt. Die Klage hatte Erfolg. Die Beklagte legte gegen das Urteil des Amtsgerichts Berufung ein.




Mit der Religion lässt sich ein riesiges Kreuz im Garten nicht rechtfertigen

Wie das Landgericht nun entschied, hat das Amtsgericht die Beklagte zu Recht zur Beseitigung des Kreuzes verpflichtet. Bereits aufgrund der massiven Höhe handele es sich um eine optische Beeinträchtigung der Wohnanlage. Auf einen vernünftigen Betrachter wirke das Kreuz wie ein störender Fremdkörper. Es führe nämlich dazu, dass der Garten sein Erscheinungsbild als Garten in weiten Teilen verliere und stärker die Züge einer Gedenkstätte annehme. Für die Klägerin sei das Kreuz auch deutlich sichtbar. Das Gericht war nach der durchgeführten Beweisaufnahme schließlich nicht davon überzeugt, dass die Klägerin – wie die Beklagte zuvor behauptet hatte – in die Errichtung des Kreuzes eingewilligt hatte.

Das Urteil ist rechtskräftig.


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

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