Abschied von der Volkskirche – Deutschland wird weltlich

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Abschied von der Volkskirche - Deutschland wird weltlich
Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus. Die Skandale der Kirchen sind ein wesentlicher Grund dafür.

Nur noch 51 Prozent der Deutschen sind Kirchenmitglieder

01.08.2021 – Abschied von der Volkskirche – Die beiden großen christlichen Kirchen haben ihre Statistiken zu den Mitgliederzahlen für das Jahr 2020 veröffentlicht. Zwar traten weniger Personen aus als 2019, dennoch sank der Anteil von großkirchlich gebundenen Christen weiter auf nun 51 Prozent.

Nach Angaben der Stadt Gladbeck sind zum Juni 2020 32,7 % katholisch, 21,9 % evangelisch und 45,4 % gehören sonstigen Religionsgemeinschaften an oder sind ohne Bekenntnis.

Einen neuen Austrittsrekord gab es für 2020 zwar nicht zu vermelden – aber auch keine Trendwende. Die Austrittsgeschwindigkeit ging im Corona-Jahr um rund 18 Prozent zurück; ob das lediglich der Lockdown-Effekt ist und dem Kirchenaustrittsterminstau geschuldet ist, wird sich im kommenden Jahr zeigen. Denn die pandemiebedingt begrenzten Termine waren in den letzten Monaten stark nachgefragt, unter anderem in Köln, wo sich der Skandal um das zurückgehaltene Missbrauchsgutachten immer weiter zuspitzte.




24,3 % evangelisch und 26,7 % katholisch

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 waren 20.236.210 Personen Mitglied in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) gab eine Mitgliederzahl von 22.193.347 aus. Das entspricht einem evangelischen Bevölkerungsanteil von 24,3 und einem katholischen von 26,7 Prozent. Somit hat sich der Anteil der Bevölkerung, der in einer der beiden christlichen Großkirchen gebunden ist, der Fifty-Fifty-Grenze wieder um einen Prozentpunkt angenähert: 51 Prozent der Menschen gehören aktuell noch einem der beiden Glaubensvereine an. Nicht eingerechnet sind orthodoxe und freikirchliche Gemeinden.

„Wir sehen ganz klar den Abschied von der Volkskirche in Deutschland“, sagte der Theologe Prof. Ulrich Riegel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) dazu. Die Bindung an die Kirche sei in der Pandemie insgesamt zurückgegangen, ergänzte der Religionssoziologe Prof. Detlef Pollack.

In 2020 traten 441.390 Menschen aus

In Zahlen traten 220.000 Kirchenmitglieder auf evangelischer und 221.390 auf katholischer Seite aus. Zusammengerechnet entspricht das 441.390 Kirchenaustritten im vergangenen Jahr; 2019 waren es 543.000 Menschen, die den traditionellen Kirchen den Rücken kehrten.

Experten rechnen laut RND damit, dass die Austritte in den kommenden Jahren weiter ansteigen werden, gleichzeitig ließen immer weniger Eltern ihre Kinder taufen: Die EKD verzeichnete nahezu eine Halbierung der Taufen, die DBK berichtete ein Minus von über einem Drittel. Auch würden die Kinder immer seltener religiös erzogen. (Die Übernahme des Artikels hat der hpd gestattet)

Einen Termin für Ihren Kirchenaustritt können Sie hier beim Amtsgericht vereinbaren


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