Erdbeben ist riesige Herausforderung – Gladbecker helfen

Erdbeben ist riesigen Herausforderung - Gladbecker helfen
In Essens-Zelten bekommen die Erdbebenopfer in Alanya eine warme Mahlzeit und werden danach in ihre Unterkünfte verteilt.

Freundeskreis Gladbeck-Alanya ruft weiterhin zu Spenden auf

14.02.2023 – Erdbeben – Seit Beginn des Erdbebens in der Nacht vom 5./6. Februar im Südosten der Türkei ist für die Türkeistämmigen in Gladbeck und den Freundeskreis Gladbeck-Alanya die Welt eine andere geworden. „Es gibt kaum jemand unter uns, die nicht Freunde, Bekannte oder gar Familie in der Erdbebenregion haben oder hatten. Es ist sehr schmerzhaft, von Anfang an diese Bilder der Zerstörung und des menschlichen Leids zu sehen.

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Erdbeben forderte über 37.000 Menschenleben

Über 37.000 Menschen sind in der Türkei und in Syrien bisher gestorben und wahrscheinlich werden es noch viel mehr“, erklären die beiden Co.-Vorsitzenden Süleyman Şirin und Müzeyyen Dreessen vom Freundeskreis. Nach dem ersten Schock haben sie sich überlegt, was sie tun und wohin sie spenden können, denn es sei nicht einfach 4.000 Kilometer weiter weg aus Gladbeck Spenden zukommen zu lassen. Sie haben zunächst an das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen gespendet, die mit Einsatzkräften vor Ort waren oder immer noch sind und sind sehr dankbar für so viel Hilfe aus so vielen unterschiedlichen Ländern.

Völkerverständigung am Rande der Katastrophe

„Trotz feindseliger Reden mancher Politiker in den Jahren davor, auch in der Türkei, hat sich die Menschlichkeit, die Solidarität und die Unterstützung der zivilgesellschaftlichen Organisationen durchgesetzt. Griechische und türkische Einsatzkräfte haben sich zum Beispiel umarmt und bei der Rettung von Lebenden Menschen sehr gefreut. Wir hoffen, dass alle daraus lernen, auch für eine andere Bauweise und ihrer Durchsetzung in dem seit Jahrhunderten bekannten Erdbebenland Türkei. Man könne außerhalb der Erdbebenregion in der Türkei alles kaufen. So hat sich der Freundeskreis für Geldspenden entschieden und möchte die Partnerstadt Alanya unterstützen, die von Beginn an viel Hilfe leistet und jetzt auch Überlebende/Flüchtlinge aufnimmt.

Gladbecks Partnerstadt Alanya hat Obdachlose Erdbeben-Opfer aufgenommen

„Es wird in Alanya weiterhin gesammelt, sortiert, verladen und den Bedürftigen in die Erdbebenregion geschickt“, schreibt der Freundeskreis. Inzwischen würden die Überlebenden aber auch in touristischen Regionen verteilt. Auch Hotels in Alanya, die entweder nicht voll belegt sind oder über die Wintersaison geschlossen waren, haben ihre Bereitschaft signalisiert, ihre Türen zu öffnen und Überlebende aufzunehmen. Köche wollen ehrenamtlich für sie kochen.

Die Stadt Alanya bittet die Menschen um Spenden und Unterstützung, koordiniert die Hilfe und viele Bürgerinnen und Bürger unterstützen freiwillig. Sie stricken, nähen, kochen, sammeln, verteilen und spenden vor allen Dingen auch Trost. Da die Kommunen in der Türkei keine Geldspenden annehmen dürfen, hat der Freundeskreis, der ein gemeinnütziger Verein ist, mit der Stadt Gladbeck zusammen vereinbart, dass sie zu Spenden aufruft und diese Gelder über den „Türkisch-Deutschen Verein“ in Alanya den Bedürftigen zu Gute kommen lässt.

Der Verein ist in der Mitgliederstruktur mit dort lebenden Deutschen und Türken besetzt. Den Vorsitz hat Fahri Yiğit, ein ehemaliger Ratsherr und Mitbegründer der Städtepartnerschaft. Dieser ebenfalls gemeinnützige Verein engagiert sich in Alanya schon von Anfang an mit Geld- und Sachspenden für die Erdbebenregion und jetzt auch für die Überlebenden/Flüchtlinge, die nach Alanya kommen und dort untergebracht werden müssen. Ca. 4.600 Überlebende des Erdbebens hat Alanya mit Datum vom 13. Februar aufgenommen und es werden täglich mehr. Auf der Internetseite der Stadt heißt es, dass sie in nächster Zeit 30.000 Menschen aufnehmen wird.

Gladbecker Freundeskreis Alanya bittet zum Spenden für die Erdbeben-Opfer

Der Freundeskreis Gladbeck-Alanya bittet darum diese Arbeit mit Geldspenden zu unterstützen, die nur für die Erdbebenopfer verwendet werden. Spenden bis zu 50 Euro können beim Finanzamt ohne Spendenquittung geltend gemacht werden, für Spenden über 50 Euro kann der Freundeskreis Gladbeck-Alanya eine Spendenquittung ausstellen. Die Post- oder Mailadresse sollte dann dem Verein mitgeteilt werden. Kontaktdaten findet man unter dieser Web-Adresse: www.freundeskreis-gladbeck-alanya.de

Das Erdbeben – Spendenkonto des Freundeskreises Gladbeck-Alanya ist wie folgt:

Stadtsparkasse Gladbeck – Konto-Nr.: 710 104 33 – BLZ: 424 500 40

IBAN: DE47 4245 0040 0071 010433 – BIC: WELADED1 GLA

Stichwort: Erdbeben Türkei


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

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