St. Franziskus – wieder eine Gladbecker Kirche weniger

St. Franziskus - wieder eine Gladbecker Kirche weniger
St. Franziskus Kirche in Rentfort-Nord. Foto: Kath. Kirche

Die nächste Großbaustelle in Rentfort-Nord kommt

17.11.2023 – St. Franziskus – Dass die Katholische Kirche derzeit einen Schrumpfungsprozess durchmacht, ist kein Geheimnis. Wie im gesamten Bundesgebiet, trifft das auch auf Gladbeck zu. Auf der Projektseite der Probsteipfarrei St. Lamberti kann man nachlesen, welche Pläne es in den einzelnen Pfarreien gibt.

Zu St. Franziskus kann man dort lesen: “Das komplette Areal des Standortes St. Franziskus in Rentfort-Nord wird einer neuen Nutzung zugeführt.  Der Standort soll als KiTa Standort erhalten bleiben.”

Die Neue Gladbecker Zeitung wollte mehr über St. Franziskus wissen

Die Pressestelle der Probsteipfarrei Sankt Lamberti teilte uns mit: “Im Rahmen des Pfarreientwicklungskonzepts für die Pfarrei St. Lamberti wurde bereits 2015 beschlossen, die Kirche St. Franziskus nicht langfristig als Kirche zu nutzen.

Bei Überlegungen zur Neunutzung des gesamten Kirchgrundstückes an der Schwechater Straße kristallisiert sich nun ein Konzept heraus, dass die komplette Überplanung des Standortes beinhaltet. Das bedeutet: Rückbau der Kirche, des Gemeindezentrums und sämtlicher Gebäude inklusive Kindergarten ist derzeit in Planung.

Für die Gemeinde am Kirchort St. Franziskus werden Gemeinderäume vor Ort für die langfristige Nutzung eingeplant, auch wenn die Kirche weichen wird.

Wir als Pfarrei haben frühzeitig die Planungsprämisse gesetzt, dass, auch wenn das derzeitige KiTa-Gebäude weichen muss, der Standort langfristig katholischer KiTa-Standort bleiben soll. So ist also auch ein KiTa Neubau mit Erweiterung neben neuer Wohnbebauung in Planung, die derzeit in enger Abstimmung mit der Stadt Gladbeck erfolgt. Die Umsetzung ist noch nicht terminiert, da zahlreiche genehmigungsrechtliche Fragen noch zu klären sind.”


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Damit dürfte klar sein, dass auch dieser Kirchenstandort bald der Vergangenheit angehört. Immerhin soll es dort weiterhin einen “neuen” Kindergarten geben.

Was passiert an anderen ehemaligen Kirchenstandorten?

St. Elisabeth in Ellinghorst:

Die St. Elisabeth Kirche wurde 2010 entweiht. Seit 2019 entwickelt ein Investor die zukünftige Nutzung der Kirche.

Herz Jesu in Zweckel:

Der gesamte Standort Herz Jesu Zweckel wird bzgl. einer zukünftigen Nutzung überplant. Die Herz Jesu Kirche soll in eine zukunftsfähige, profane Nutzung überführt werden. Als Planungsprämisse ist der Einbau einer KiTa in die Kirche vorgesehen.

Heilig Kreuz in Butendorf:

Es wird eine zukunftsfähige, profane Folgenutzung der Heilig Kreuz Kirche entwickelt. Das gesamte Areal des Standortes Heilig Kreuz in Butendorf wird auf seine zukünftige Nutzung überprüft. (Bemerkung der NGZ: Die Kirche ist innen wie außen denkmalgeschützt. Die Aushebelung des Denkmalschutzes stößt schon jetzt auf Widerstand in der Bevölkerung.)

St. Marien in Brauck:

Das gesamte Areal inkl. der St. Marienkirche soll in die Verantwortung eines professionellen Quartiersentwicklers gegeben werden. Unsere Anforderungen und die Belange der zukünftigen Nutzer werden im Laufe der Umsetzung stets eng mit dem Projektentwickler abgestimmt. Die caritativen Schwerpunkte der Standortentwicklung werden sich in der Gebäudestruktur widerspiegeln. So könnten in Zukunft am Standort Senioreneinrichtungen, Demenzwohngruppen oder Wohnraum für bedürftige Familien entstehen. Auch bedarfsgerechter Raum für Jugend- und Gemeindearbeit vor Ort ist als langfristig zu erhaltendes A-Gebäude fest eingeplant.

Die St. Marienkirche ist und bleibt das zentrale Gebäude am Standort. Sie soll unseren Anforderungen entsprechend umgebaut werden und langfristig als zentrales Gebäude den Mittelpunkt des Areals bilden.

St. Johannes in Ost:

Die Umbau- und Renovierungsarbeiten im Jugendheim konnten Mitte 2021 abgeschlossen werden. Die Gemeinde nutzt seitdem die Räumlichkeiten wieder intensiv.

Der Rückbau der Kirche ist 2022 erfolgt. Entgegen der ursprünglichen Planung wurde das Pfarrhaus nicht abgerissen, es steht der Stadt Gladbeck als mögliche Unterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung. Diese sind im November 2023 ausgezogen und anderweitig untergekommen.

Christus-König-Kirche in Schultendorf

Auf der oben genannten Internetseite mit den Projekten, ist die Christus-König-Kirche in Schultendorf nicht erwähnt. Dort ist der “Umbauprozess” längst abgeschlossen. Auf der Webseite der Probsteigemeinde St. Lamberti heißt es:

Schultendorf

…ist eine Gemeinde mit langer Geschichte.

…lebt Kirche in moderner Form. Unser Zentrum ist die Christus-König-Kirche, in der wir nicht nur Gottesdienste feiern, sondern in der unsere Gemeinde mit allen Gruppen und Veranstaltungen tatsächlich lebt.

…lebt durch einen starken Förderverein.

…heißt jeden Interessierten herzlich willkommen.

…lebt Gemeinde!

Das sind die übrig gebliebenen Kirchengemeinden in Gladbeck

o Sankt Lamberti in der Stadtmitte

o St. Josef in Alt-Rentfort


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

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