Proklamation des BUND-Gladbeck gegen die A52

Proklamation des BUND-Gladbeck gegen die A52
Der Widerstand gegen den Autobahnbau wächst. Foto: Greenpeace

Greenpeace-Studie sieht keine Verbesserungen durch Autobahnausbau

20.09.2023 – Proklamation – Die BUND-Gruppen Bottrop, Gladbeck und Kreis Recklinghausen haben im August 2023 eine gemeinsame Position zum Ausbau der B224 zur A52 vereinbart. In einem offenen Brief hat der BUND seine Haltung der Öffentlichkeit bekanntgemacht. Dieser wurde an Bundesverkehrsminister Wissing, Ministerpräsident Wüst und Landesverkehrsmister Krischer geschickt. Informiert wurden auch die Bundes-und Landtagsfraktionen sowie die lokale Kommunalpolitik und Verwaltungen.

Kernaussage ist, dass der Ausbau der B224 zur A52 entschieden abgelehnt wird

In dem Brief meint der BUND, dass in Zeiten des Klimawandels dem immer stärker werdenden Autoverkehr – vor allem an LKWs – nicht mit immer mehr und immer breiteren Autobahnen begegnet werden darf. Denn diese führen wiederum zu einer erneuten Verkehrszunahme. Der Ausbau der B224 zur A52 wäre mit dem landschaftszerstörenden Bau eines riesigen Autobahnkreuzes verbunden.  Es soll im Landschaftsschutzgebiet Pelkumer Feld direkt beim Erholungsgebiet Wittringen entstehen. Der Autobahnbau führt durch dichte Siedlungsgebiete und dem Kraneburger Feld sowie anderen gesundheitsgefährdenden Verschlechterungen für die AnwohnerInnen im gesamten Verlauf der jetzigen B224 und der A2 . Ein teilweiser Tunnelausbau in Gladbeck erzeugt nur einen eng begrenzten Vorteil. Er kann die durch den Ausbau entstehenden Schäden nach Ansicht des BUND nicht heilen und verstärkt Lärm und Abgase an den Tunnelenden sogar noch.


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Proklamation weist auf Greenpeace-Studie hin

Der Ausbau widerspräche, so der BUND, den Pariser Klimazielen sowie den nationalen Klimazielen und ist untauglich zur Lösung der bestehenden Verkehrsprobleme. Die von Greenpeace erstellte, mehrere Jahre umfassende empirische Autobahn-Ausbaustudie zeigt, dass zusätzliche Fahrspuren den Verkehrsfluss auf den ausgebauten Abschnitten nicht lange verbesserten und umliegende Straßen nicht entlastete. Teilweise verursachte der Ausbau sogar zusätzliche Staus. Eine Engpassbeseitigung bewirkte ein Autobahnausbau nicht, doch die Schäden für Klima und Natur sind unstrittig. (https://www.greenpeace.de/klimaschutz/mobilitaet/verkehrte-verkehrsplanung) Das gilt nach Ansicht des BUND so auch für den Ausbau der B224 zur A52.

Ende August antworteten das Bundesverkehrsministerium und die Landtagsfraktion der Grünen auf den Offenen Brief. Das Bundesverkehrsministerium beschrieb allgemein das formale Procedere des noch ausstehenden Planfeststellungsverfahrens und verwies auf die Möglichkeit einer Stellungnahme dazu.

Die Landtagsfraktion der Grünen verwies auf die laufende Bedarfsplanüberprüfung des Bundesverkehrswegeplans, allerdings ohne Bezug auf die „144-Liste“ der besonderen Dringlichkeit des Bundesverkehrsministers. Sodann betonte sie, dass die Grünen in Berlin auf einen neuen Bundesmobilitätsplan 2040 dringen würden, der stärker die Erfordernisse des Klima- und Umweltschutzes in den Blick nehmen würde. Außerdem bemerkte sie, dass weitere Aktionen gegen die A52 nützen könnten.

Der BUND sucht mit allen politischen Parteien im Bund, Land und Kommunen die inhaltliche Auseinandersetzung und hofft auch mit neuen Argumenten, eine neue Nachdenklichkeit zu bewirken.


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

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1 Kommentar

  1. Für die immer noch unausgegorenen Pläne des wohl nicht finanzierbaren Tunnel (seit ca. einem Jahr verweigert der Bund seine Zustimmung und stoppt damit den Fortgang des Projektes), gibt die Stadt jetzt bereits viele Millionen € für die Gestaltungsplanungen der Tunneloberfläche aus. Dabei ist der Tunnel seit 30 Jahren immer versprochen, und steht schon seit 1992 als „vordringlicher Bedarf“ fest. Der Tunnel müsste also längst fertig sein, wenn man das alles ernst meinen würde. Bis heute gibt es keine Tunnelpläne, die genehmigt wären. Das viele Jahre andauernde, so genante „Planfesstellungsverfahren“ zur Genehmigung hat noch nicht einmal begonnen.

    Der Haushalt der Stadt droht durch die unbegründbaren Ausgaben erneut in die Miesen zu rutschen; aber anstatt ihrer Planungsabteilung wegen der ebenso unnötigen wie hohen Geldausgaben auf die auf die Finger zu klopfen, beschwert sich die Bürgermeisterin bei der Landesinnenministerin über die miese Finanzsituation und teilt mit, dass ein Scheitern des städtischen Haushaltes zu befürchten ist. Das kann man alles nicht mehr nachvollziehen. Es wird höchste Zeit dass die Stadtverwaltung von ihrem Hobby namens „Tunnelplanung“ ab rückt.

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