CDU-Gladbeck kommt sieben Jahre zu spät

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CDU-Gladbeck kommt sieben Jahre zu spät
Sieben Jahre lang hat die CDU in Gladbeck freies W-LAN mehrfach verhindert. Jetzt will sie offenes W-LAN in Wittringen und der Innenstadt.

CDU fordert jetzt offenes W-LAN für Gladbeck

22.05.2022 – CDU-Gladbeck – Der Wirtschaftsförderungs- undHier den Newsletter bestellen Bauausschuss soll es jetzt richten! Gladbeck könnte nach den Vorstellungen der CDU jetzt endlich ein offenes W-LAN für alle bekommen. Die Innenstadt und Wittringen hat die CDU dabei vorrangig im Blick. Alle Initiativen dazu von anderen Parteien hat die CDU allerdings in den vergangenen Jahren konsequent abgelehnt.

Freifunk-Initiative ging an der CDU-Gladbeck vorbei

Seit etwa sieben Jahren gibt es in Gladbeck etwa sieben Freifunkrouter über die man kostenlos im Internet surfen kann. Die komplette Lambertistraße mit ihren Cafès wird über einen Router versorgt, der aus dem Büro der LINKEN strahlt. Es war der erste Freifunkrouter in Gladbeck. Ohne Zugangsdaten und ohne Kennwort, kann jede/r dort surfen. Weitere Freifunk-Router gibt es im Kreativamt am Jovy-Park. Andere sind über das Stadtgebiet verstreut.




Für 1.000 Euro wäre die gesamte Innenstadt abgedeckt

Die an die Vorsitzende des Wirtschaftsförderungsausschusses, Christa Bauer, gerichtete W-LAN-Forderung der CDU-Gladbeck ruft DIE LINKE auf den Plan. In einer Stellungnahme schreibt die Partei: „Was vor 7 Jahren eine gute Sache gewesen wäre, braucht heute kaum ein Mensch mehr. Für „das kleine Internet zwischendurch“ reicht heute in der Regel das Datenvolumen unserer Smartphones aus, größere Datenpakete braucht man weder in der Innenstadt, noch im Wittringer Wald. Will man es dennoch haben, reicht ein Freifunkrouter im Schloss, Kosten ca. 50 Euro. Oder wie wäre es mit einem Router im CDU Büro, dann wären auch gleich die Kirchgänger in St. Lamberti versorgt. Wer seine Netflix Lieblingsserie streamen will, muss das auch nicht unbedingt im Wald erledigen.“

Freies W-LAN durch Behörden hat seine Tücken

Vielleicht hat die CDU-Gladbeck wieder einmal die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Freifunk-Initiativen scheiterten oft am Widerspruch der örtlichen Wirtschaft. Denn welchem Geschäftsmann ist schon daran gelegen, dass vor seinem Schaufenster Preisvergleiche per Internet stattfinden? Und wenn es trotzdem dazu kommt und Stadtverwaltungen oder Kaufmannschaften ihre Hände im Spiel haben, dann werden Systeme installiert, die der örtlichen Wirtschaft Vorteile bieten. So werden in vielen Städten die Nutzer offener W-LANs getrackt. Die Betreiber der Netze können die Fußwege von Nutzern verfolgen: z.B. von einem Optiker zum nächsten. Auswerten kann man auch jeweils die Verweildauer vor oder in den Läden.

Ehrenwertes Ansinnen der CDU kommt fünf bis sieben Jahre zu spät

Die Innenstadt und Wittringen will die CDU attraktiver machen und dafür sei ein flächendeckendes W-LAN „wichtig und zwangsläufig“, so die CDU, freies W-LAN gehöre sowohl in modernen Innenstädten als auch an touristisch interessanten Punkten mittlerweile in Europa zum Standard. Vor sieben Jahren war die Welt noch eine andere. Handy-Flatrates waren immens teuer und ein offenes W-LAN war risikobehaftet. Nur über die Freifunk-Initiativen war man rechtlich aus dem Schneider.

Erst 2018 bestätigte der Bundesgerichtshof, dass die Abschaffung der Störerhaftung durch die Bundesregierung (2017) rechtens war. Seit dem kann jeder sein W-LAN öffnen und andere surfen lassen. Spätestens im August 2018 hätten Parteien und Verwaltungen ihre Blockadehaltung aufgeben können. Doch auch danach wurden Freifunkinitiativen weiterhin von SPD und CDU in Gladbeck abgeschmettert.


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

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