Überraschung: Ergebnisse der Brückenprüfung liegen doch vor

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Überraschung: Ergebnisse der Brückenprüfung liegen vor
Das Verhalten der Verwaltung ist nicht dazu angetan, einen freundlichen Umgang zu pflegen. Bild: unsplash.com

Gutachten liegt vor und gibt „Entwarnung“ – Fahrbahnen bald wieder frei!

Gladbeck – 09.02.2026 – Überraschung – Am 03.02.26, also vor sechs Tagen, bekam die NGZ von der Stadt Gladbeck eine Antwort auf eine Presseanfrage zur Europabrücke. Zur Beantwortung hatte die Stadt Gladbeck 14 Tage gebraucht.

In der Antwort hieß es: „Die Bauwerksprüfung ist keineswegs abgeschlossen. Kapazitäten rund um die Bauwerksprüfungen sind in ganz Deutschland knapp. Wir stehen in Konkurrenz mit der Autobahn GmbH und StraßenNRW sowie anderen Kommunen. Die Stadt Gladbeck konnte jedoch ein Fachbüro beauftragen, ist jedoch hier auf verfügbare Termine angewiesen.“

Frage: Liegen Ergebnisse der Brückenprüfung vor? Antwort der Stadt: „Nein“.
Frage: Zu welcher Einschätzung kamen die Prüfer? Antwort der Stadt: „Eine Einschätzung liegt noch nicht vor.“
Frage: Wann wird die Sperrung der beiden Fahrbahnen aufgehoben? Antwort der Stadt: „Hier bleibt die abschließende Bewertung durch die Fachingenieure abzuwarten.“
Frage: Muss damit gerechnet werden, dass die Brücke neu gebaut wird? Antwort der Stadt: „Die Lebensdauer der Brücke ist auf ca. 70 Jahre begrenzt. Die Brücke hat dieses Alter demnächst erreicht. Die Verwaltung plant einen Neubau innerhalb des nächsten Jahrzehntes.“


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Im § 4 des Pressegesetzes NRW steht: „Informationsrecht der Presse“ (1) Die Behörden sind verpflichtet, den Vertretern der Presse die der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe dienenden Auskünfte zu erteilen.

Leider steht im Gesetz nicht explizit, dass die angefragte Behörde wahrheitsgemäß antworten muss. Es ist aber anzunehmen, dass der Gesetzgeber das als selbstverständlich erachtet.

Warum die NGZ das jetzt schreibt!? Die Verwaltung wird nach uns vorliegenden Informationen in den Ratsgremien  in dieser Woche, mitteilen, dass das Gutachten zur Europabrücke bereits vorliegt und die Prüfer Entwarnung gegeben haben. Die Brücke sei nicht beschädigt. Allerdings habe sie ihr Alter von 70 Jahren fast erreicht und muss in absehbarer Zeit neu gebaut werden.

Diese Mitteilung der Verwaltung steht im Widerspruch zu der Antwort auf unsere Presseanfrage. Wir verkneifen es uns jetzt einmal, das zu bewerten. Schreiben Sie doch mal in der Kommentarfunktion, was Sie davon halten.

Übrigens: Eine Warnung haben die Prüfer doch ausgesprochen. Schwere LKW belasten die Brücke besonders – vor allem dann, wenn sie die Fahrbahn wechseln. Dann treten Schwingungen auf, die nicht gut für die Brücke sind.

Vielleicht werden nach der Freigabe der Fahrbahnen Schilder aufgestellt, die schweren Fahrzeugen den Wechsel der Fahrspuren untersagen.

Die Verantwortung für den weiteren Betrieb der Europabrücke möchte ich nicht tragen!

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Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

2 Kommentare

  1. Die Meldung der NGZ ist beängstigend. Das Verhalten des Rathauses macht mich sprachlos. Die unangemessene und unredliche Kommunikationsweise ist indessen leider weder ungewöhnlich noch neu.

    Aber Hand aufs Herz: das unsägliche Benehmen der Bürgermeisterin und ihrer Flüsterer kommt nicht von ungefähr. Zu jedem Täter gehört das passende Opfer. Und das – sind wir alle. Der Rat der Stadt Gladbeck ist freundlicher Begleiter, aber kein wirksames Kontrollorgan der Verwaltung. Die Parteien und ihre Funktionäre sind weiß Gott keine Garanten mehr für eifrige, kompetente und mutige Persönlichkeiten. Die Mitarbeiter im Rathaus bekommen ihr Gehalt auch dann, wenn sie ihre Zivilcourage zu Hause lassen. Die gedruckte Presse ist wirtschaftlich angeschlagen und schon deshalb zahm. Die Bürger haben andere Freizeitbeschäftigungen und Sorgen, sie nehmen die Lokalpolitiker schon längst nicht mehr ernst.

    Kein Wunder also, wenn unsere bezahlten Funktionäre glauben, sie könnten tun, was sie wollen und nicht, was sich gehört. Sie meinen, sie seien nicht Dienstleister für Bürger und Öffentlichkeit, sondern sie verirren sich in dem Fehlglauben, die Stadt sei ihre Beute.

    Leid tut mir nur Herr David Hennig, der Abteilungsleiter Kommunikation im Rathaus, der die Machenschaften seiner Bosse mit seinem Namen zu verkünden hat. Wenn er noch Ehrgefühl im Leib hat, sollte er sich einen anderen Job suchen.

  2. „Ergebnisse der Brückenprufung liegen doch vor“
    Wer trägt die Verantwortung für eine derart desaströse Kommunikation, die versucht, ein X für ein U vorzumachen. Ich fühle mich als Bürger dieser Stadt düpiert.

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