Panzerknacker von Gelsenkirchen sorgen für Unruhe

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Panzerknacker von Gelsenkirchen sorgen für Unruhe bei Schließfachinhabern
Zwei auf einen Streich: links im Bild die Sparkasse Gladbeck und rechts oben die Rückseite der Volksbank an der Goethestraße. Foto: Neue Gladbecker Zeitung

Statt Armenhaus Deutschlands nun Hotspot von Millionären?

Gladbeck – 06.01.2026 – Panzerknacker – Filme über spektakuläre Raubzüge in Banken gibt es zuhauf. Viele Storys waren rein fiktiv, doch auch tatsächliche Verbrechen wurden verfilmt. So z.B. der „Postraub von London“. Am vom 8. August 1963, hatte eine Bande um Mitglieder wie Ronald Biggs und Buster Edwards den Royal Mail Train auf dem Weg von Glasgow nach London überfallen und die damals riesige Summe von 2,63 Millionen Pfund erbeutete.

Über die Menge können die Panzerknacker von Gelsenkirchen nur müde lächeln. Denn sie haben bei ihrem Coup wahrscheinlich die weltweit höchste Beute von über 100 Mio. Euro eingefahren. Getoppt wird das nur noch durch den Cum-Ex-Beutezug von Bankern.


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Jahrelange Vorbereitung der Panzerknacker-Bande in Gelsenkirchen?

Die „Qualität“ des weihnachtlichen Einbruchs in den Schließfachraum der Sparkasse Gelsenkirchen lässt den Schluss zu, dass es sich bei den Tätern um Top-Profis handelt, die den Bruch über einen längeren Zeitraum „logistisch hervorragend“ vorbereitet haben. Allein die Verwendung einer riesigen Nasskernbohrmaschiene mit Wasserkühlung und Diamantbohrkrone ist bemerkenswert.

Rund 3.000 Schließfächer flexsten die Täter auf und müssen während der mehrtägigen Aktion wohl von einem Freudentaumel in den anderen gefallen sein. Denn jetzt haben sich schon mehrerer Schließfachinhaber gemeldet, die angeben, mehr als 500.000 Euro in ihrem Fach „gebunkert“ zu haben. Auch das Finanzamt ist inzwischen sehr aufmerksam geworden. Bei dem Geld könnte es sich durchaus um Schwarzgeld handeln. 😉

Könnte sich so ein Einbruch auch in Gladbeck wiederholen?

Die Neue Gladbecker Zeitung hat bei der Volksbank und der Sparkasse Gladbeck nachgefragt. Mathias Bludau, Sprecher der Sparkasse dazu: „Wir haben uns alle Sicherheitsvorkehrungen ad hoc angesehen und unser Anbieter hat bestätigt, dass wir auf dem aktuellen Stand sind.“

Auch die Volksbank wähnt sich auf der sicheren Seite. Sprecher Jens Brüggemann dazu: „Unsere Schließfachanlagen erfüllen hohe Sicherheitsstandards und werden regelmäßig durch interne und externe Fachleute überprüft.“

Beide Bankhäuser nennen „aus Sicherheitsgründen keine Details“, um den Schutz ihrer Kundschaft nicht zu gefährden. Das ist nachvollziehbar.

Das Gelsenkirchener Problem mit der „Unterversicherung der Schließfächer“ besteht in Gladbeck nicht. Während es dort eine pauschale Standard-Versicherung von 10.300 Euro pro Schließfach gab, setzen beide Gladbecker Bankhäuser auf individuelle Beratung und angepassten Versicherungsschutz.

Schließfachkunden sind durch die Panzerknacker aufgeschreckt

Sowohl die Volksbank, als auch die Stadtsparkasse verzeichnen aktuell mehr Besuche an den Schließfächern. Was Kundinnen und Kunden entnehmen oder einlegen, ist den Bankern allerdings nicht bekannt – man respektiere die Privatsphäre der Kundschaft, heißt es.

Die Volksbank sieht Anzahl der Schließfacheröffnungen und Kündigungen unverändert im Durchschnitt der letzten Jahre. „Wir sehen keine außergewöhnlichen Veränderungen.“ Bei der Sparkasse Gladbeck kam es schon zu „vereinzelten“ Schließfachkündigungen.

Welchen Rat geben die Banker ihren Schließfachkunden?

Sparkasse: „Wir raten unseren KundenInnen die Versicherungssumme zu prüfen und ggf. nach Terminvereinbarung bei den Beratenden anzupassen. Wir empfehlen zudem eine Inventarliste und Fotodokumentation von den Inhalten zu erstellen.“

Volksbank: „Wir empfehlen, den Versicherungsschutz zu prüfen und sich bei Bedarf individuell beraten zu lassen. Unsere Beraterinnen und Berater unterstützen gerne bei allen Fragen rund um Sicherheit und Absicherung.“

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