
Gladbecker SPD-Landtagskandidat hat nur minimale Rückendeckung
Gladbeck – 25.03.2026 – Blaues Auge – Die SPD ist auf dem besten Weg, der FDP auf der “Beliebtheitsskala” ganz unten zu begegnen. Auf der Bundesebene ist das längst so. Die Gladbecker SPD eifert ihrer Bundespartei scheinbar nach.
Ahmed Khodr, “Best Buddy” der Bürgermeisterin, angeblich erst seit zwei Jahren in der SPD, hat sich selbst zum Landtagskandidaten für Gladbeck-Bottrop ausgerufen und das auf diversen Social Media-Kanälen kundgetan. Besonders angesichts der aktuellen Entwicklungen könnte man die politische Situation als ein politisches “Blaues Auge” für die lokale SPD bezeichnen.
Am Montag dieser Woche holte sich der selbsternannte “Jurist” ein Votum für seine Kandidatur von einer Handvoll Jusos. Am gestrigen Dienstag, hatte er als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Nord (Ellinghorst, Rentfort, Schultendorf), seine GenossInnnen ins SPD-Büro eingeladen. Er wollte auch von ihnen ein Votum bekommen.
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Der Kandidat mit dem “Blauen Auge”
Nur 23 Parteimitglieder folgten seiner Einladung und diskutierten hart. In der Vollversammlung des SPD Ortsvereins Nord (alle Mitglieder waren eingeladen) wollte sich der OV-Vorsitzende Ahmed Khodr Rückenwind seiner Genossinnen und Genossen, für seine Kandidatur als Landtagskandidat holen. Besonders nach dieser Versammlung scheint das “Blaue Auge” als Symbol für den Zustand der Partei keinen besseren Ausdruck zu finden.
Stattdessen endete die als Jubelveranstalltung gedachte Versammlung in einem Debakel. Die SPD Ratsherrinnen Verena Gigla und Andrea Ostendorff, sollen Khodr Inkompetenz vorgeworfen haben, da er gerade mal zwei Jahre das Rote Parteibuch besitze.
Zudem sei ihm von den beiden Damen vorgeworfen worden, dass er doch zuerst die Erlaubnis der Bürgermeisterin und der SPD Ratsfraktion benötige, bevor er sich um das Amt zu bewerben gedenke. (Eine ganz tolle Argumentation! Die zwei haben offensichtlich selbst wenig Ahnung davon, wer und welches Gremium welche Kompetenzen hat. Die Redaktion)
All dies fand in Anwesenheit von Sonja Vossbeck (der Gegenkandidatin aus Bottrop) statt, die wohl durch die überwältigende Mehrheit der Delegierten aus Bottrop, zur SPD Landtagskandidatin gewählt werden wird. Im Kontext der innerparteilichen Konflikte wirkte das Ergebnis wie ein weiteres blaues Auge für Khodr und seine Unterstützer.
Khodr geht, nachdem er erst vor einem halben Jahr zum Vorsitzenden des SPD Ortsvereins gewählt wurde, angeschlagen aus diesem Abend heraus. Das Abstimmungsergebnis: 14 Ja- und 9 Nein-Stimmen für Khodr.
Von Guttenberg (Dr. – Titel erschlichen) – Baerbock (“ich komme vom Völkerrecht”) – Khodr (ich bin Jurist)
Erst in der vergangenen Woche erreichte Ahmed Khodr, der sich bei Facebook bzw. Instagram als “Laywer”, als Anwalt bezeichnet, Post von zwei Juristen. Sie wiesen den selbsternannten Juristen Khodr u.a. darauf hin, dass “sich ohne eine Anwaltszulassung als Anwalt (auch auf Englisch) zu bezeichnen, den Straftatbestand des Paragraphen 132a StGB erfüllen dürfte”.
Einer der Juristen schrieb weiter: “Da Sie nicht bei der Anwaltskammer als Anwalt zugelassen sind und dies mangels 2. juristischen Examen auch nicht möglich ist, erscheint es insbesondere unter Berücksichtigung Ihrer Ambitionen, zur Vermeidung von Schwierigkeiten ratsam, dass sie umgehend auf diese Bezeichnung verzichten.”
Khodr folgte umgehend diesem Rat und nennt sich seit ein paar Tagen zumindest auf Facebook “Verwaltungsjurist”. Ob das die Sache besser macht? Auf Instagram firmiert er (mit Stand von heute 25.03.26) immer noch als Lawyer (Anwalt).

Letztlich bleibt durch solche Ereignisse ein gewisses “Blaues Auge” für seinen Ruf.
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