AfD ausgeladen – Rechtsextremisten in Gladbeck unerwünscht

AfD ausgeladen - Rechtsextremisten in Gladbeck unerwünscht
Dieser "Herr" sollte die Gladbecker AfD schlauer machen. Bild: Facebook-Account von Felix Cassel

AfD buchte inkognito 20 Plätze in einem Lokal

18.04.2024 – AfD ausgeladen – Das “Gladbecker Bündnis für Courage” hatte für Mittwoch, den 17. April zu einer  spontanen Demo aufgerufen. “Leider haben wir erst heute erfahren, wo die Veranstaltung der AfD Gladbeck mit dem Vorsitzenden der “Jungen Alternativen” NRW, Felix Cassel stattfindet”, heißt es in dem Aufruf von Roger Kreft.

Vor der genannten Gaststätte versammelten sich am Mittwochabend etwa 20 Personen. Ein Polizeifahrzeug stand ebenfalls davor. Zwei Beamte suchten den Wirt auf und kamen nach einer Weile zurück. Sie erklärten dem Versammlungsleiter am Rande die Situation. Roger Kreft unterrichtete anschließend die Demonstranten: Der Wirt habe erst durch die angekündigte Demo erfahren, wer sich da bei ihm eingemietet hatte.

Ihm lag eine Reservierung für 20 Plätze vor. Wer da kommen wollte, wusste er nicht. Sofort habe er die Reservierung storniert, als er den Hintergrund erfuhr.

Ein Vertreter der AfD postete gestern wahrheitswidrig in einer Facebookgruppe, “Der Wirt konnte uns gar nicht ausladen, weil die Veranstaltung überhaupt nicht dort stattfinden sollte”.


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AfD ausgeladen – Demo war also erfolgreich

Beginn der Veranstaltung soll um 18.00 Uhr sein, hatte die AfD ihren Mitgliedern mitgeteilt. Zuvor gab es schon eine Einladung für 19 Uhr.

Der rechtsextreme Felix Cassel sollte unter anderem über die Jugendorganisation der AfD einen Vortrag halten.

Einiges Wissenswerte über Felix Cassel:

Der Bonner Student prägt als Vorsitzender die Junge Alternative NRW. Der Verfassungsschutz beobachtet sie als rechtsextremen Verdachtsfall.

Ende Juni wurde der Bonner AfD-Funktionär Felix Cassel vom Landgericht Köln wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Unfallflucht zu sieben Monaten Haft verurteilt, ausgesetzt auf zwei Jahre zur Bewährung. Cassel hatte am 7. April 2019 nach einer AfD-Veranstaltung einen Gegendemonstranten mit Vorsatz angefahren und mehrere Meter auf der Motorhaube mitgerissen.
Felix Alexander Cassel ist Mitglied der „Bonner Burschenschaft Frankonia“, die zwar 2013 aus der „Deutschen Burschenschaft ausgetreten und somit verbandsfrei ist, aber noch 2015 mit Dirk Lohmeier den ersten Vize-Vorsitzenden des „Freundeskreis der Deutschen Burschenschaft e.V.“ stellte. Vorsitzender des „a.d.H. der Karlsruher Burschenschaft Tuiskonia“ gegründeten Vereins war „Herr Vbr. Klaus Harsch (Burschenschaft Teutonia Freiburg)“, zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch die Burschenschaft Franconia Freiburg.

Felix Alexander Cassel ist ein Fan von Vertreibung. Zumindest wirbt er auf Instagram offen für das Buch „Remigration“ des österreichischen Rechtsextremen Martin Sellner, gegen den deutsche Behörden kürzlich ein Einreiseverbot verhängten. Cassel scheint auch ein klares Verständnis vom Umgang mit politischen Gegnern zu haben: Im Jahr 2019, auf einer Wahlkampfveranstaltung, fuhr er nach Überzeugung der Richter am Kölner Landgericht mit dem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten. Einer davon landete dadurch auf Cassels Motorhaube.

Im Jahr 2021 wurde Cassel deshalb erstmals vom Kölner Amtsgericht verurteilt. Es folgte ein jahrelanges Hin und Her: Schließlich bestätigte das Landgericht dann das ursprüngliche Urteil des Amtsgerichts. Cassel machte sich demnach der gefährlichen Körperverletzung, des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und der Unfallflucht schuldig. Das Strafmaß: Sieben Monate Haft auf Bewährung, 500 Euro Schmerzensgeld an das Opfer.

Cassel beging eine Gewalttat. Doch Reue zeigt der Landesvorsitzende der Jungen Alternative in Nordrhein-Westfalen nicht: Er fechtet das Urteil weiter an. Und behält sein politisches Mandat. Denn Cassel ist AfD-Bezirksverordneter in Bonn.


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

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4 Kommentare

  1. @wowiki wenn man mit der aktuellen Regierung nicht zufrieden ist, bleiben zahlreiche andere Parteien auf dem Wahlzettel. Doch wenn man auch nur den geringsten Anstand besitzt, verbietet es einem eine faschistische Partei zu wählen, die nicht auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht.

    Dass Sie sich trauen, Ihre Unzufriedenheit mit der Regierung als Rechtfertigung zu nutzen, dass man angeblich keine andere Wahl hätte als Nazis zu wählen, ist billig und erschreckend zugleich.

    Die AfD wurde in einem demokratischen Verfahren gewählt. Das macht sie jedoch nicht zu einer demokratischen Partei. Nicht vergessen, die NSDAP wurde ebenfalls demokratisch gewählt, und Sie wollen die nicht ernsthaft als Demokraten bezeichnen?

    Wenn Sie eine Empfehlung wollen: Jede Partei ist besser als die AfD. Um eine eindeutige Aussage zu treffen, fehlen mir Kenntnisse bezüglich Ihrer politischen Präferenzen.

    Die AfD ist niemals eine Alternative.

    • Herr Schmitz:
      dass man angeblich keine andere Wahl hätte als Nazis zu wählen, ist billig und erschreckend zugleich##
      wer hat das so geschrieben ?? Ist wohl künstlerische Eigeninterpretation.
      Und keine konkrete Antwort auf eine konkrete Frage liegt ( nicht) vor !

  2. Wird Zeit, dass diese Demokratiefeinde endlich verboten werden. Und das darf nur der Anfang sein, die aktuelle und folgende Regierung muss alle Anstrengungen unternehmen, um die Wähler der Alternative gegen Deutschland wieder zurück in die Mitte der Gesellschaft zu holen.

    Nazis haben hier nichts verloren!

    • gerade diese aktuelle Regierung sieht es doch anders – und – jagt
      die Wählerschaft förmlich in Ri. anderer Parteien .
      Nicht zu unterschlagen – frei u. demokratisch gewählt .
      yyyy
      Aber nen Vorschlag wen man denn wählen könnte/sollte fehlt in Ihrer Aussage ? ! :-))
      Wer ist die “Bessere” (Wahl) ??

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