Zukunft der Stadt mit „Glatze“ – Gladbeck wächst zusammen

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Zukunft der Stadt mit „Glatze“ - Gladbeck
Tolle Idee: Die Stadt gibt die GLATZE heraus. WAZ und Stadtspiegel werden eingestellt. Bildvorlage NGZ/Montage KI

Neue Wege der Selbstdarstellung der Stadt Gladbeck

Gladbeck – 01.04.202601 – Zukunft – Der engen Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, CDU und SPD mit „Eckpunktepapier“ und „Finanzkommission“ kann man durchaus skeptisch gegenüberstehen. Jetzt scheint aber den hier engagierten Beamten und Politikern ein für Gladbeck bedeutsamer Coup gelungen zu sein. Gemeinsam und vorbei an der Öffentlichkeit.

Nach den hinter verschlossenen Türen durchgeführten Verhandlungen mit der Funke Mediengruppe liegt jetzt ein „endverhandelter“ Vertrag vor. Für eine langfristige, strategische Zusammenarbeit von Konzern und Stadt. In einer kleinen Runde hat Bürgermeisterin Weist jetzt erstmals seine wesentlichen Inhalte erläutert.


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Neuaufstellung der Presselandschaft durch die GLATZE

Funke Medien stellt die Lokalausgabe der WAZ und den Gladbecker Stadtspiegel ein. Sie sind aus Sicht des Verlages nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Die Stadtverwaltung steigt mit einem neuen Produkt in das Mediengeschäft ein: der „GLAdbecker TagesZEitung, kurz „GLATZE“ genannt. Sie übernimmt die bisherigen Räumlichkeiten der WAZ in der Horster Straße für eine neue Redaktion. Die besorgen die aktuell acht Mitarbeiter, die heute die amtliche Öffentlichkeitsarbeit der Bürgermeisterin erledigen. Die Leitung wird der bisherige Leiter des Bürgermeisterbüros übernehmen.

Mit der GLATZE werde gewährleistet, so Frau Weist, dass sich die Gladbecker Bürger authentisch informieren könnten, was für die Stadt wirklich wichtig ist. Das Blatt sei eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, zumal auch die örtliche Wirtschaft und Familien ihre Anzeigen präzise und preiswert einbringen können.

GLATZE soll Gladbeck zusammen wachsen lassen

Eine Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit gebe es nicht, weil sich die Bürger bei den weiterhin bestehenden elektronischen Medien bedienen könnten, auch wenn deren Inhalte bisweilen unangemessen kritisch seien. GLATZE werde ein weiteres Qualitätsmerkmal für die Stadt, die Verwaltung und ihre tragenden Fraktionen im Rat. Das Motto, das Gladbeck für die A 52 gefunden und das dort nur noch geringe Bedeutung habe, stehe jetzt auch für Glatze: „Gladbeck wächst zusammen“.

Schon im Mai kostenfrei in alle Haushalte

Den Druck der Glatze übernimmt die Essener Großdruckerei von Funke Medien. Das Blatt soll ab Mai 2026 dienstags und freitags, also zweimal wöchentlich, erscheinen. Die Verteilung in die Haushalte übernehmen städtische Mitarbeiter: Müllwerker, Gärtner, der KOD samt Politessen. Der Personalrat habe dazu bereits positive Signale übermittelt. Die Bürger sollen aufgefordert werden, das Printprodukt nicht in Haus und Garten zu stapeln, sondern zeitnah in die vom Betriebshof bereitgestellten blauen Tonnen zu kloppen.

Wichtig: Der städtische Haushalt soll durch die Glatze nicht belastet werden, sie sei Bestandteil der in Gründung befindlichen Stadterneuerungsgesellschaft. Das Personal sei bereits vorhanden. Auch für die Bürger entstehen kaum merkliche Kosten. Sie werden gemeinsam mit den Gebühren für die Müllabfuhr eingezogen. Ziel sei ein Zusatz-Preis von unter zehn Euro monatlich pro Haushalt.

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