WDR-Rundfunkrat in Zukunft wieder ohne HumanistInnen

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WDR-Rundfunkrat in Zukunft wieder ohne HumanistInnen
Obwohl immer mehr Menschen die Kirchen verlassen, flogen religionsfreie Menschen aus dem Rundfunkrat. Die Kirchen bleiben drin. Das ist nicht zeitgemäß!

Immer mehr Menschen verlassen die Kirchen und religionsfreie Menschen fliegen aus dem Rundfunkrat

07.07.2021 – WDR-Rundfunkrat – Am Freitag wurde im NRW-Landtag die weitere Zusammensetzung des WDR-Rundfunkrates beschlossen. Bereits mit der Änderung des WDR-Rundfunkgesetzes im Mai wurde deutlich, dass eine dauerhafte Vertretung von säkularen, religionsfreien Menschen von den Regierungsfraktionen nicht gewünscht war.

Zwar gab es einen Änderungsantrag der sozialdemokratischen Opposition, der einen ständigen Sitz im WDR-Rundfunkrat für den Humanistischen Verband Nordrhein-Westfalen (HVD NRW), die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) und den Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) gemeinsam forderte, eine Mehrheit für diesen Antrag gab es aber nicht.




Der WDR-Rundfunkrat hat zusätzlich zu den 50 im Rundfunkgesetz verankerten Mitgliedern aus Gesellschaft und Politik auch fünf Sitze für gesellschaftlich relevante Gruppen. Diese werden vom Landtag mit Zweidrittel-Mehrheit bestimmt. Am vergangenen Freitag wurden nun diese fünf Sitze bestimmt. CDU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen hatten einen gemeinsamen Antrag gestellt. Auch in diesem Verfahren konnten sich die AntragstellerInnen nicht für eine Vertretung von säkularen, religionsfreien Menschen entscheiden. Der zukünftige WDR-Rundfunkrat wird ohne deren Stimme auskommen müssen.

Die Zusammensetzung des künftigen Rundfunkrates sei durchaus sinnbildlich für die Krise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, meint der Präsident des HVD NRW, Johannes Schwill: „Neben dem nach wie vor starken Einfluss von PolitikerInnen und Kirchen ist in dem neuen Rundfunkrat unter anderem der Landesjagdverband vertreten. Die über 30 Prozent säkularen und religionsfreien Menschen in NRW finden nun keine Vertretung im Rundfunkrat. Ob dies ein Abbild unserer Gesellschaft in NRW ist, bezweifle ich.“

Dieser Artikel erschient zuerst beim HVD NRW


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