
Stadt stellt Planungen für Neubau an der Enfieldstraße vor
Gladbeck – 18.03.2026 – Sportanlage – Die Stadt Gladbeck hat im gemeinsamen Sport- und Schulausschuss am Montag, 16. März, die Ergebnisse der Bedarfsplanung und Machbarkeitsstudie für den Neubau der Sportanlage an der Enfieldstraße in Rentfort-Nord vorgestellt.
Die Politik stimmt einstimmig zu, die Pläne weiter zu verfolgen. Vorgesehen ist der Bau einer modernen Sportstätte mit einer Fünf-FeldSporthalle, einem Lehrschwimmbecken sowie einer umfassend modernisierten Außensportanlage.
„Die neue Anlage wird nicht nur den Schul- und Vereinssport stärken, sondern auch wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer Sportstadt geben“, betonte Bürgermeisterin und Sportdezernentin Bettina Weist.
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Schul- und Sportausschuss tagten gemeinsam
Eine Projektgruppe aus Sportabteilung, Schulverwaltung und Immobilienwirtschaft hat gemeinsam mit dem beauftragten Architekturbüro in den vergangenen Monaten die Bedarfe von Schule, Verwaltung und Vereinen analysiert. Grundlage waren unter anderem ein Nutzerworkshop mit Vertreterinnen und Vertretern der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule, der Sportvereine und des Stadtsportverbandes. Zudem wurden die Ergebnisse der städtischen Sportentwicklungsplanung berücksichtigt.
Dabei wurde deutlich, dass der Bau einer reinen Ersatzhalle nicht ausreichen wird. „Der Nutzerworkshop hat klar gezeigt, dass der Bedarf von Schule und Vereinen mit einer VierFeld-Halle nicht ausreichend abgedeckt werden kann. Eine Fünf-Feld-Sporthalle ist notwendig, um den Schul-, Vereins- und Wettkampfsport langfristig zu sichern“, so die Bürgermeisterin.
Die geplante Anlage umfasst neben der zweigeschossigen Sporthalle mit Nebenräumen, Umkleiden und Geräteräumen auch eine Tribünenanlage für rund 700 ZuschauerInnen. Hinzu kommen Seminar- und Krafträume sowie Verwaltungs- und Technikbereiche. Die Halle ist insbesondere für den Wettkampfbetrieb im Handball- und Volleyballsport konzipiert. Sie soll eine lichte Hallenhöhe von mindestens neun Metern erhalten.
Sportanlage mit Lehrschwimmbecken
Ein weiterer Bestandteil der Planung ist ein Lehrschwimmbecken mit den Maßen acht mal 12,50 Meter. Damit reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf an Schwimmflächen und die zunehmende Zahl von Kindern, die nicht schwimmen können. Auch die Außensportanlage soll umfassend modernisiert werden. Vorgesehen sind unter anderem eine 400-Meter-Laufbahn, ein Fußballfeld, Anlagen für Weit- und Hochsprung sowie Speerwurf und Kugelstoßen, zwei Beachvolleyballfelder und eine kleine Tribünenanlage. Optional gibt es zusätzliche Flächen für weitere Sportangebote wie Padelplätze oder eine Bahn für gleitende Sportarten.
Michael Berger, Leiter des Büros der Bürgermeisterin sowie des Amtes für Rat, Bürgerschaft und Sport, sieht in der Planung einen wichtigen Schritt für die Entwicklung der städtischen Sportinfrastruktur: „Mit der vorgestellten Bedarfsplanung liegt erstmals eine belastbare Grundlage für die weitere Planung der Sportanlage an der Enfieldstraße vor. Sie zeigt, wie der Standort künftig sowohl den Schul- als auch den Vereinssport und den Wettkampfbetrieb aufnehmen kann.“
Der Ausschuss hat nun die Verwaltung beauftragt, auf Grundlage der vorliegenden Ergebnisse die Planung für den Bau der Fünf-Feld-Sporthalle, des Lehrschwimmbeckens und der Außensportanlagen weiterzuführen. Die Ergebnisse einer im nächsten Schritt vorgesehenen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung will die Verwaltung im Sommer 2026 im Sportausschuss vorstellen. Die Investitionskosten für das Gesamtprojekt schätzt die Verwaltung derzeit auf rund 53 Millionen Euro. Die Stadt will parallel Gespräche mit Bund und Land führen, um Fördermöglichkeiten für das Projekt zu prüfen.
Hintergrund der Planungen ist der Brand in der Nacht zum 12. Oktober 2021, der die bisherige Vierfach-Sporthalle zerstörte. Seitdem fehlen sowohl der Ingeborg-DrewitzGesamtschule als auch zahlreichen Sportvereinen trotz der Übergangslösung durch eine kurzfristig errichtete Traglufthalle Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten.
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