
Löst der Gelsenkirchener Sparkassenbruch das Gladbecker Geiseldrama ab?
Gladbeck – 18.01.2026 – Sparkassen-Einbruch – Das Gladbecker Geiseldrama vom 16. August 1988 war in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe. Es gab mehrere Tote, das Verbrechen dauerte 54 Stunden und sowohl die Polizei, als auch die Journaille haben sich bis auf die Knochen blamiert.
Die Geiselnahme von Gladbeck hatte als Ausgangspunkt eine Filiale der Deutschen Bank. Genau an der Stelle hat die Stadt Gladbeck vor einigen Tagen eine Gedenktafel aufgestellt, die über das „historische Ereignis“ (Zitat der Stadt Gladbeck) informieren soll.
Noch hat der Sparkassen-Einbruch von Gelsenkirchen nicht die katastrophale Dimension wie das Gladbecker Geiseldrama. Zwar sind etwa 3.000 Sparkassenkunden betroffen. Versichert sind diese nur mit rund 30 Mio. Euro. Doch es melden sich immer mehr Gelsenkirchener, die (angeblich) bis zu 500.000 Euro in „ihrem“ Schließfach gebunkert hatten, das nur mit 10.300 Euro versichert war. Dem Gladbecker Gangster Dieter Degowski attestierten Gutachter einen IQ von unter 80. Man darf gespannt sein, wie die Kunden der Sparkasse beurteilt werden.
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Der große Sparkassen-Einbruch von Gelsenkirchen kann sich noch zu einer Katastrophe entwickeln
Geschädigt sind nicht nur Kunden die Geld verloren haben, das evtl. aus dubiosen Quellen stammt und dessen Herkunft besser verschwiegen wird. Der Anteil der Menschen, die „ehrliches Geld“ verloren haben, dürfte deutlich höher sein. Viele haben ein Leben lang geschuftet und Ersparnisse zurückgelegt, um im Alter angemessen über die Runden zu kommen. Dieser Traum ist nun ausgeträumt!
Noch hoffen Hunderte darauf, dass einige „windige“ Juristen ihnen aus der Patsche helfen. Mehrere Kanzleien sammeln derzeit Mandanten um sie juristisch zu vertreten. Doch eines dürfte klar sein: wer sich jetzt an diesen Strohhalm klammert, der ist nicht nur sein Schließfachvermögen los, sondern spielt noch weiteres Geld in das Portemonnaie der Rechtsanwälte. Mehr als 10.300 Euro wird niemand bekommen und dazu braucht es auch keinen Rechtsanwalt.
Wie weit sind Regisseure und Filmproduktionsfirmen?
Der Sparkassen-Einbruch von Gelsenkirchen ist so komplex, dass es mit Sicherheit nicht zu einer schnellen Verfilmung kommen wird. 3.000 Geschädigte gibt es. Mindestens 30 Mio. Euro wird die Versicherung an die Geschädigten zahlen müssen. Schätzungen des wirklichen Schadens gehen inzwischen bis zu 500 Mio. Euro.
NRW-Innenminister Herbert Reul äußerte in einem Interview, dass im Schließfachraum bis zu 500.000 „Gegenstände“ liegen, die einzeln untersucht werden. Mit der Untersuchung des Bruchs sind über 200 Beamte beschäftigt. Angeblich haben die Diebe viele Wertsachen liegen gelassen – so z.B. Rolex-Uhren auf denen eine Nummer eingraviert ist. Es sickerte auch durch, dass Schließfächer ohne gravierende Wertsachen gar nicht erst von den Dieben aufgeflext wurden.
Wo haben sechs Verbrecher vier Tage lang ihre Notdurft verrichtet?
Auch die weiteren Umstände des Einbruchs geben Rätsel auf. Wie gelangten die Täter bis zu der Stelle, an der sie den Kernbohrer (40 cm Durchmesser) ansetzen konnten? Woher hatten sie Strom und Wasser? Wie haben sie sich tagelang verpflegt? Hatten sie Campingtoiletten dabei?
3.000 Kunden will die Polizei einzeln befragen
Die Datenerfassung wird Wochen dauern. Jetzt will die Polizei die 3.000 Geschädigten befragen. Gut möglich, dass ein Insider dabei ist, der den Tätern Tipps gab.
Das wird kein Film über den Sparkassen-Einbruch, sondern eine Fernsehserie!
Es wird nicht möglich sein, die Komplexität des Ereignisses in einem 90 Minuten-Film zu verarbeiten. Sehr wahrscheinlich haben wir eine Fernsehserie zu erwarten. In Gelsenkirchen zumindest wird das ein „Straßenfeger“, der der Serie „Stahlnetz“ aus den 60er Jahren um nichts nachsteht. Stahlnetz hatte von 1958 bis 1968 immerhin 22 Folgen! Ob die für den Sparkassen-Einbruch von Gelsenkirchen reichen, bleibt abzuwarten.
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