Zwickmühle: Arbeit für 1.700 Beschäftigte der Stadt Gladbeck

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Zwickmühle: Arbeit für 1.700 Beschäftigte schaffen
Diese Wohnhäuser der GWG am Bahnhof-West sollen abgerissen und durch hochpreisige Neubauten ersetzt werden. Foto: Neue Gladbecker Zeitung

Die Gigantomanie in Gladbeck ist kaum noch aufzuhalten

Gladbeck – 29.03.2026 – Zwickmühle – Der Wahnsinn hat in Gladbeck Methode. Mit gigantischen Projekten im Wochentakt trumpfen Stadtverwaltung und Lokalpolitiker immer wieder auf. Erst vor kurzem wurde die Fünf-Fach-Sporthalle in Rentfort-Nord vorgestellt. Sie soll 53 Mio. Euro kosten – nach derzeitiger Berechnung.

In der letzten Woche stellte die Bürgermeisterin mit ihre Crew nun den Neubau des Bahnhofs-West und die Umgestaltung des weiträumigen Umfelds vor. Abriss ganzer Wohnblöcke (mit günstigen Mietwohnungen, siehe Foto oben), als “Ersatz” Neubau hochpreisiger Wohnungen. Ein Hotel (seit zwanzig Jahren mehrfach im Gespräch und immer wieder verworfen) soll dort gebaut werden. Geht es vielleicht eine Nummer kleiner?

Nach Einschätzungen parteiunabhängiger Analysten plant die Stadt immer wieder solche gigantische Projekte weil sie ihre mittlerweile 1.700 MitarbeiterInnen beschäftigen muss.


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Die Stadt Gladbeck ist in der Zwickmühle

Auf rund fünf Hektar Fläche soll am Bahnhof-West “perspektivisch ein modernes, gemischt genutztes Quartier entstehen”, heißt es. Vorgesehen sind unter anderem neue Wohnungen, ergänzende Gewerbe- und Dienstleistungsangebote sowie ein neues Bahnhofsgebäude. Auch eine moderne Radstation, eine leistungsfähige Parkand-Ride-Anlage und ein neugestalteter Bahnhofsvorplatz sind Teil der Planungen.

Diese wurden am 5. März im Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Bauen vorgestellt. Die Politik erteilte der Verwaltung anschließend einstimmig den Auftrag, das Projekt weiter zu verfolgen. Eigentlich kann man sich da nur noch “am Kopp packen” (wie der Ruhri sagen würde). Auch diese Verknüfung sinnvoller Ziele mit völligem Unsinn hat Methode. Denn wer gegen das Gesamtpaket ist, der stimmt gegen ein neues Bahnhofsgebäude, gegen mehr Parkraum und gegen eine neue Radstation.

Viele teuere Projekte (Kür), aber Vernachlässigung wichtiger Maßnahmen (Pflicht)

Immer wieder sind es Projekte, die sich im zweistelligen Mio.-Bereich bewegen. Die Verlegung des Bahnhofes-Ost (sinnvoll), wird verknüpft mit einer gigantischen Großbaustelle am Oberhof. Der Bau der Fünf-Fach-Sporthalle (sinnvoll), aber nicht am Rande einer der dichtesten Wohnbebauung Gladbecks, in der es schon jetzt einen immensen Parkdruck gibt. Der Abriss der Steinhalde am Festplatz (für über 20 Mio. Euro aus Eigenmitteln), verknüpft mit dem anschließend dort geplanten Gewerbegebiet. Die vorbereitenden Maßnahmen zum Ausbau der B224 zur A52 durch Ankauf von Grundstücken (rund 20 Mio. Euro) längs der Trasse und der Beschäftigung von acht! Stadtplanern für dieses Projekt.

Ablenkungsmanöver

Derweil wird den Bürgern weiterhin Sand in die Augen gestreut. Der katastrophalen Schlaglochsituation, auf Gladbecks Straßen, will man mit dem angeblich innovativen Kaltasphalt begegnen. Den gibt es allerdings schon seit 70 Jahren. Zwei Fahrbahnen der Europabrücke sind seit einem Jahr gesperrt. Die Brückenprüfung ist angeblich noch nicht abgeschlossen – da kommt etwas auf uns zu! Mehr als eine Handvoll Brücken sind in den nächsten Jahren neu zu bauen: Europabrücke, Buersche Straße, am Scheideweg, an der Winkelstraße, an der Voßstraße, an der Bülser Straße, an der Schultenstraße etc. Die Stadt steckt hier wirklich in einer Zwickmühle!

Die Stadt stellt immer mehr Leute ein. Der KOD erreicht irgendwann Kompaniestärke und kann dann alle 50 Meter Radfahrer in der Fußgängerzone abgreifen. Im Jugend- und Sozialamt geht es drunter und drüber. Die Stadt muss sich schon externen Rat holen. Die Öffentlichkeitsarbeit ist künstlich aufgebläht und verschlingt Unsummen.

Wie lange geht diese Strategie noch gut. Wann wachen die Bürger in Gladbeck und vor allem die Kommunalpolitiker endlich auf?

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4 Kommentare

  1. Umbau/Sanierung vom West Bahnhof? Nein!! Reisst den Kabachel ab, ohne den vorhandenen 4 Mehrfamilienhauseinheiten den Wohnraum zu nehmen und schafft auf dem Areal zusätzlich neuen und bezahlbaren Wohnraum für Gladbecker Bürger! Wir brauchen in Gladbeck diesen Wohnraum! Nicht für andere, sondern für uns Gladbecker! Wir brauchen kein Hotel(die Stadt Gladbeck hat es bis heute nicht geschafft das “Haus Schwarte” zu verpachten)geschweige denn Gewerbeeinheiten die eh schon vorhanden sind, zu verpachten.Sinnvolle Projekte wären z.B. die Sanierungen der Geh und Radwege.Da passiert seit Jahren nicht. Bringt ja auch nichts ein,kostet nur.

  2. Planer? Auf der Schillerstraße sind zwei Behinderte Parkplätze an einen wurde die Bordstein kante abgesenkt Also ist ein Parkplatz nicht zu nutzen oder Vielleicht bringt es ja Geld für Gladbeck

  3. So wird wieder Geld verpulvert.es wird nur mist gebaut auf Kosten des Steuerzahler Bahnhof Ost ist die rei ste Katastrophe. Super SPD macht nur sch….Meine Stimme bekommt eine andere Partei. Macht weiter Schulden !!!

  4. Schon seit Jahren schlummern finanzierbare, weil nicht so gigantomanische Ideen in den Schubladen des Rathauses. Ich verweise hier nur mal auf meine Vorschläge zum Oberhof, die mir damals zwar einen Umweltpreis einbrachten, der Stadt aber weiter keine Beachtung wert waren. Auch Manfred Schlüter hat dieses Konzept in seinem Kommentar v.
    13 September, 2024 um 2:46 p.m. Uhr dargestellt. Nachzulesen hier in der NGZ. Leider ist er derzeit nicht mehr in der Lage sich so kreativ einzubringen wie früher.
    Zur Zeit wird auch eine Fusion der Verkehrsbetriebe in unserer Region diskutiert. Damit steigen die Chancen, den Ostbahnhof mit einer Direktverbindung nach Essen gewaltig aufzuwerten. Die 2 km neue Schiene am Kärntner Ring wären deutlich billiger als ein Monsterquartier am von der Innenstadt völlig isolierten Bahnhof West. Gladbeck wäre gut beraten wenn weniger funktionierende Stadt-und Wohnsubstanz abgerissen würde. Statt dessen könnte man preiswerte und ökologisch sinnvolle Ergänzungen schaffen und Bereiche mit viel Potential wie Oberhof und Goetheplatz mit Schwerpunkt auf Aufenthaltsqualität (nicht auf Investorentauglichkeit) sanieren. Da hätten die acht Stadtplaner mal eine richtige Aufgabe. preiswerter und zukunftssicherer wäre es auf jeden Fall.

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