Tafel Gladbeck: Sommerpause vorgezogen wegen Skandal

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Tafel Gladbeck: vorzeitige Sommerpause wegen Anschuldigungen
Dem DRK, der Tafel und den vielen ehrenamtlichen Helfern ist zu wünschen, dass die Vorwürfe geklärt werden. Logo: DRK

Anonymer Hinweisgeber verschickte 20-seitiges Dossier an Medien

Gladbeck – 17.07.2026 – Tafel Gladbeck – Die Tafel Gladbeck zieht ihre geplante Sommerpause um einige Tage vor. Ein anonymer Hinweisgeber hat sehr detaillierte Anschuldigungen erhoben. Wenn sie stimmen, wäre das ein Skandal ersten Ranges.

Auch der Neuen Gladbecker Zeitung ging das Dossier zu. Wir haben es an das DRK Gladbeck als Träger der örtlichen Tafel weitergeleitet und um eine Stellungnahme gebeten. Diese liegt jetzt vor.

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Tafel Gladbeck prüft jetzt die Anschuldigungen

Nach Angaben des Hinweisgebers hat er lange Zeit ehrenamtlich bei der Tafel gearbeitet. Fachkenntnisse habe er in zwanzigjähriger Tätigkeit in der Lebensmittelbranche erworben. Deshalb traue er sich zu, bestimmte Sachverhalte zu beurteilen.

Wir werden als NGZ nicht aus dem Dossier zitieren, weil wir den Wahrheitsgehalt nicht prüfen können. Dem DRK liegt das Papier aber jetzt vor und man hat dort schnell reagiert.

Anschuldigungen mit Konsequenzen

Die Tafeln in Deutschland sind leider aufgrund der sozialpolitischen Gesamtsituation unverzichtbar. Immer mehr Menschen sind darauf angewiesen, dass sie Hilfe bekommen. Bei der Tafel bekommen sie eine preiswerte Lebensmittelgrundversorgung. Auf der Webseite der Gladbecker Tafel ist dargestellt, wie groß der Kreis der Empfänger ist.

Hier die Stellungnahme des DRK Gladbeck zum Tafel-Dossier

“Dem DRK Gladbeck ist ein Dossier mit schwerwiegenden Anschuldigungen im Zusammenhang mit der ehrenamtlich organisierten Tafel-Arbeit zugeleitet worden.

Wir nehmen die darin enthaltenen Darstellungen sehr ernst. Eine unabhängige Prüfung der einzelnen Angaben hat bislang noch nicht stattgefunden. Eine inhaltliche Bewertung oder Kommentierung einzelner Vorwürfe ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Das Dossier ist nicht über die beim DRK Gladbeck eingerichtete Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz eingegangen. Unmittelbar nach Kenntniserlangung haben wir es an unsere unabhängig tätige und anwaltlich betreute Meldestelle weitergeleitet. Hier werden die erhobenen Anschuldigungen unabhängig von den operativ Verantwortlichen im DRK Gladbeck ergebnisoffen ausgewertet und aufgeklärt.

Aufgrund der Schwere mancher Anschuldigungen und um eine geordnete Prüfung zu ermöglichen, stellen wir den gesamten Betrieb der Tafel Gladbeck vorsorglich ab dem 20. Juli 2026 ein. Die ohnehin vorgesehene Sommerpause wird damit um wenige Tage vorgezogen. Die letzte reguläre Ausgabe wäre für den 23. Juli 2026 vorgesehen gewesen.

Mit dieser vorsorglichen Entscheidung ist weder eine Bestätigung der erhobenen Vorwürfe noch eine Vorwegnahme der Untersuchungsergebnisse verbunden.

Unsere Partner, Spender und zuständigen Institutionen werden schnellstmöglich informiert. Kundinnen und Kunden informieren wir über die Presse sowie über unsere Internetseiten.

Bis zum Abschluss der unabhängigen Prüfung bitten wir um Verständnis, dass wir uns zu einzelnen im Dossier enthaltenen Darstellungen nicht äußern werden.”

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5 Kommentare

  1. Da wäre ich aber mal neugierig, was in einem Dossier über mich stehen könnte 🙂

    Ich würde ja selber kaum 20 Seiten über mein Leben zusammen bekommen. Aber lassen wir das.

    Danke für die Klarstellung, Mir war nicht bewusst wie weit journalistische Sorgfaltspflicht reicht. In dem Sinne also vielen Dank dafür, dass Sie sich an die Regeln halten, die so viele andere so oft brechen.

    Es bleibt spannend!

    • Wie meinen, Herr Schubert?

      Zum Zwecke des Verständnisses wäre es sinnvoll zu erfahren, worauf genau Sie sich beziehen.

      Welche Kritik zu welchem Kommentar, und worauf beziehen Sie sich denn sonst noch?

      Liebe Grüße
      Yvonne Gerber

  2. So weit so gut, doch was sind denn jetzt die Anschuldigungen?

    Sexuelle Belästigung?

    Entwendung von gespendeten Lebensmitteln und Verkauf über andere Kanäle?

    Diskriminierung?

    Bewusste Weitergabe verfallener Lebensmittel?

    Ich könnte mir vorstellen, dass ich nicht die einzige bin, die sich das angesichts dieser Zeilen Fragen wird.

    • Es steht eine ganze Menge auf den 20 Seiten. Da die NGZ den Wahrheitsgehalt nicht prüfen kann, wird sie die unbewiesenen Behauptungen nicht veröffentlichen.
      Stellen Sie sich einfach mal vor, uns würde jemand ein Dossier über Sie zuschicken und wir würden es veröffentlichen….

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