Schwarte-Skandal in Gladbeck weitet sich aus – Gesamtkosten 3 Mio.

Zweirad Happe - Gladbeck-Zweckel Anzeige
Hier geht es zur Webseite von: Podologie Gladbeck
Anzeige
Schwarte-Skandal in Gladbeck weitet sich aus
Bettina Weist, Gladbecks Bürgermeisterin, steht unverdrossen hinter dem Schwarte-Investment. Foto: Neue Gladbecker Zeitung

Für die Sanierung des Gebäudes will die Stadt Gladbeck 1,44 Mio. Euro ausgeben

Gladbeck – 12.08.2026 – Schwarte-Skandal – „Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende handelt von einer geheimnisvollen Welt namens Phantásien. Irgendwie gibt es da eine Analogie zu Gladbeck. Denn der Skandal um den Erwerb des Gastronomie-Objektes Schwarte, gegenüber dem Rathaus, weitet sich aus. Ortsübliche Phantasien reichen allerdings nicht aus, um den Skandal voll zu erfassen. Vor einigen Wochen verkündete die Stadtverwaltung stolz, nun – im dritten Anlauf – endgültig einen Pächter gefunden zu haben.

Dieser gehört zur Mezzomar-Gruppe und will angeblich am Rathausplatz ein „Wirtshaus“ eröffnen. Doch bevor das erste Bier gezapft werden kann, muss die baufällige Immobilie erst mal saniert werden. Dazu hat die Stadt Arbeiten ausgeschrieben und will den Auftrag jetzt an einen Generalunternehmer aus Mönchengladbach vergeben. Kostensumme: 1.213.400 Euro netto! Also plus 230.546 Euro MWSt. Die Gesamtkosten: 1.443.946 Euro. Und es kommt selten vor, dass es dabei bleibt, denn es können durchaus unvorhersehbare Arbeiten anfallen.

Mezzomar-Group übernimmt Schwarte in Gladbeck


Die NGZ-News aus Gladbeck immer sofort auf das Handy?
Dann abonniere kostenlos den WhatsApp-Kanal
Die Gladbecker Zusammenfassung des Tages der NGZ?
Dann abonniere den kostenlosen Newsletter
Folgen Sie uns auf Facebook: NeueGladbeckerZeitung

Der Schwarte-Skandal kostet die Bürger über 3 Mio. Euro

Die 1,44 Mio. Euro für die Sanierung übersteigen sogar den Kaufpreis über 1,59 Millionen Euro, so steht es in einem Antrag nach § 7 der Gesch.-Ordnung des Rates, den die PfG-Fraktion für die nächste Ratssitzung gestellt hat. In der Gesamtsumme steckt auch der Zukauf eines ehemaligen Getränkemarktes im Hinterhof. Die in diesem Zusammenhang genannte Summe von 300.000 Euro wird allerdings von am Verkauf Beteiligten bestritten. Summa summarum also rund 3 Mio. Euro.

Was nehmen unsere Politiker eigentlich so ein, fragen sich viele Bürger, denn Kritik perlt an ihnen ab, wie Öl an einer heißen Teflonpfanne.

Die NGZ hat gestern die Stadt Gladbeck gefragt, wie es zu der enormen Summe für die Sanierung der Schwarte-Immobilie kommt und wie die Kostenaufteilung zwischen Stadt und Pächter aussieht. Ein Pressesprecher teilte heute mir, dass man ‚zunächst darauf hinweise, dass mit der Pächterin – entsprechend der bei gewerblichen Vertragsverhältnissen üblichen Praxis – Vertraulichkeit hinsichtlich der vereinbarten Vertragskonditionen vereinbart wurde‘.

Schwarte-Skandal in Gladbeck: Zweifel an Daskon-Vergabe und Pächtermodell

Fachausschuss wurde „nicht-öffentlich“ informiert

Gleichwohl habe die Verwaltung den zuständigen Fachausschuss im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung des Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschusses Mitte Juni über den geplanten Umfang der Maßnahme sowie die zwischen den Vertragsparteien vereinbarte Kostenaufteilung informiert. Darüber hinaus sei der Fachausschuss darüber unterrichtet worden, dass die Durchführung der Sanierungsmaßnahme im Rahmen eines Vergabeverfahrens an ein Generalunternehmen vergeben werden solle.

Weitergehende Angaben, insbesondere zu den konkreten vertraglichen Konditionen und den jeweiligen Kostenanteilen, könnten aufgrund der vereinbarten Vertraulichkeitsverpflichtungen nicht gemacht werden.

Schwarte-Desaster: Die Chronik eines Missgeschicks

Informationsblockade der Stadt Gladbeck in Sachen „Schwarte“

Diese Geheimniskrämerei mag Gladbecks Lokalpolitiker im Stadtrat ja befriedigen, haben sie dem Kauf von Schwarte doch allesamt  zugestimmt. Doch diejenigen, die schlußendlich die „Wirtshaus-Zeche“ zahlen müssen, nämlich die Gladbecker Bürger, sind über diese Informationsblockade gar nicht amüsiert.

Denn mit den oben genannten 3 Mio. Euro ist garantiert nicht alles abgedeckt. Wer bezahlt denn die in einem Wirtshaus unverzichtbare Theke? Fachleute sprechen hier von 200 bis 300.000 Euro. Kaum vorstellbar, dass die Ein-Mann-Pächter-GmbH bei einer GmbH-Einlage von 25.000 Euro, dafür aufkommt.

Nach Einschätzungen parteiunabhängiger Beobachter ist es nur eine Frage der Zeit, dass auch der dritte Verpachtungsversuch scheitert. Da stellt sich sofort die Frage nach einer Ausstiegsklausel.

Ein Hinweis an unsere Ratsmitglieder sei noch erlaubt: Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche packen!

Zur Startseite


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

5 Kommentare

  1. Sportplatz SV Zweckel. Es ist Samstag 15. August 9 Uhr. Plötzlich ein höllen Lärm, wie „jedes Wochenende“. Mittlerweile 13 Uhr30, unverändert. Hatten am Samstag den 8. August im Johow Garten ein kleines Fest,23 Personen, ältere Leute. Um 15 Uhr etwas Musik gemacht, ca. 15 Uhr30 Besuch vom KOD, wurden dann freundlich ermahnt. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

  2. Sanierung Haus Schwarte.
    Kein Aufschrei aus der Gladbecker Politik. Hat die Dame Narrenfreiheit? Pro-Kopf-Verschuldung steigt! Habe keine Schulden, schon gar nicht bei der Stadt Gladbeck!

    • Also wer davor gewarnt hat, wurde als „Mießmacher“ verschrien, so leid es einem auch tut solche ahnungslosen Politiker, das sprengt schon den Rahmen. Es sollte der Landrat eingreifen bevor die Verschuldung noch größere Dimensionen erreicht. Die zweite Immobilie ist Erlenhof und Villa Küster, wo man die Mittel herholen will, ist mir schleierhaft.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*