
KI in der Lokalpolitik – AfD nutzt künstliche Intelligenz
Gladbeck – 01.04.2026 – KI – Die Gladbecker Fraktion der angeblichen „Alternative für Deutschland“ scheint sich Stück für Stück zu zerlegen. Mehrere Mitglieder sind schon abgewandert. Es werden wohl nicht die letzten sein. Die tiefen, eher menschlichen als politisch „alternativen“ Zerwürfnisse legen nahe, dass bei der NGZ interne Informationen der Rechtsextremen ankommen, über die wir gern berichten.
Aktuell hat sich der AfD-Landesverband schriftlich an die Gladbecker Fraktion gewandt. Man beobachte, so die Düsseldorfer Parteifunktionäre, die Abwanderung von Mandatsträgern mit Verwunderung. Davon abgesehen könne man keine parlamentarischen Aktivitäten erkennen, die das Wahlverhalten der Gladbecker im Oktober 2025 rechtfertigten.
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Man empfehle deshalb den Kameraden in Gladbecker Rat, die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz intensiver als bisher zu nutzen. Der Landesverband lade sämtliche, zur Zeit offenbar noch neun Gladbecker AfD-Mandatsträger zu einem zweitägigen Seminar des KI-Experten Dr. Sengele-Levada in Düsseldorf ein. Man übernehme alle dafür entstehenden Kosten.
Verständlicherweise hat diese Initiative bei den Gladbecker Rechtsauslegern intensive Diskussionen ausgelöst. Nach den uns vorliegenden Informationen soll es zu massiven Drohungen von mindestens zwei Teilnehmern gekommen sei, ebenfalls die Fraktion zu verlassen.
Im Ergebnis hat sich der provisorische Fraktionsvorsitzende mit einer schriftlichen Antwort an den Landesvorstand durchgesetzt. Das Schreiben hat folgenden wesentlichen Inhalt:
- Grundsätzlich sei man mit der Idee, den Ratsmitgliedern eine zusätzliche, künstliche Intelligenz verschaffen, einverstanden. Es müsse aber geklärt werden, ob ihre Zuführung medikamentös erfolgen solle oder ob eine Operation (welche Narkose?) erforderlich sei. Undeutsche Verfahrensweisen, wie zum Beispiel Akupunktur oder Homöopathie, lehne man schon jetzt prinzipiell ab.
- Sichergestellt werden müsse außerdem, dass die Mitglieder der Gladbecker Fraktion durch die Erweiterung ihrer Intelligenz nicht mit dem Deutschtum widersprechenden Gedankengut oder Gefühlen konfrontiert würden. Schon der Name des vom Landesverband genannten Experten, der nicht gerade deutsch klinge, werfe hierzu Fragen auf.
Den weiteren Verlauf der AfD-Korrespondenz zwischen Gladbeck und Düsseldorf haben wir bislang noch nicht verfolgen können. Dem angestrebten Ziel, nämlich die Wirkungsweise der AfD-Fraktion zu verbessern, sehen wir indessen gelassen entgehen.
Anmerkung der Redaktion: angesichts der offensichtlich nicht immer durchdachten Aktionen anderer Gladbecker Parteien und Fraktionen könnte man auf den Gedanken kommen, dass auch Politiker aus der Mitte die Angebote des benannten, promovierten Experten nutzen sollten. Gott sei Dank geht dies aber nicht. Wir haben ja zu Recht die Brandmauer.
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