A52-Tunnel kommt noch in 2026 – Ein Meilenstein für Gladbeck

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A52-Tunnel kommt noch in 2026 - Der Meilenstein für Gladbeck
Tunnelbau aus dem "Sondervermögen" Aufrüstung noch in diesem Jahr. Symbolbild: KI

A52 durch Gladbeck soll für Truppentransporte ertüchtigt werden

Gladbeck – 01.04.2026 – A52-Tunnel – Damit hatte in Gladbeck, außer dem Stadtbaurat Kreuzer, schon niemand mehr gerechnet! Der A52-Tunnel, quer durch Gladbeck, kommt nun doch und zwar deutlich schneller als es bisher geplant war.

Möglich wird dies durch das, mit Hilfe der SPD, CDU, Linken und Grünen geschaffene „Sondervermögen“. Damit wurde eine beispiellose Aufrüstung in Gang gesetzt. Dazu gehört nicht nur die Wiederaktivierung der Wehrpflicht, die Beschaffung von Bomben, Raketen, Flugzeugen und Panzern, sondern auch die Ertüchtigung des deutschen Straßennetzes.


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Dr. Kreuzer kriegt nun doch seinen A52-Tunnel

Bisher war geplant, den Ausbau der A52 in drei Planungs-und Bauabschnitten umzusetzen. Zuerst sollte der Abschnitt von der A42 (in Altenessen) bis zum Autobahnkreuz Gladbeck an der A2 gebaut werden. Dann sollte das riesige Autobahnkreuz folgen. Als dritter Bauabschnitt war dann die Querung durch Gladbeck vorgesehen.

Das ist jetzt alles Makulatur. Die Reihenfolge hat das Bundesverkehrsministerium in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium nun umgedreht. Gestern erreichte die Stadt Gladbeck eine entsprechende Mitteilung des Bundesverkehrsministers. Der Bau des A52-Tunnels durch Gladbeck soll noch in diesem Jahr starten.

Möglich wird das durch die Ausrufung des Verteidigungsfalls. Planungsrecht ist quasi nicht mehr anwendbar.  Die Kosten von ca. 550 Mio. Euro sollen aus dem 400 Milliarden Aufrüstungspaket bestritten werden.

Unterschiedliche Reaktionen aus der Stadtgesellschaft zum A52-Tunnel

Wie aus informierten Kreisen zu erfahren war, hat der Erste Beigeordnete und Stadtbaurat Dr. V. Kreuzer bereits „Nägel mit Köpfen“ gemacht. Er verlegt seinen Wohnsitz vom Dortmunder Phönixsee nach Gladbeck. Dazu hat er bereits die Villa Küster gekauft, die er bald mit seiner Familie beziehen will. Wir berichten hier darüber.

Kreuzer will persönlich die Baubetreuung den Tunnels begleiten, denn die Verwendung von Beton war ihm schon immer eine Herzensangelegenheit. Und Militärtransporten durch Gladbeck steht er offen gegenüber. Der 700 Meter lange Tunnel soll übrigens gleichzeitig eine bunkerähnliche Festung sein, in der die Transporte verbleiben können bis (im Kriegsfall) die „Luft wieder rein“ ist.

Sondervermögen: Ein Euphemismus für Schulden

Schockstarre des Bürgerforums

Das Gladbecker Bürgerforum, dass sich seit rund 15 Jahren gegen den Autobahnausbau aussprach, verharrt dagegen weiterhin in einer Art Schockstarre. Es wäre allerdings auch ein Treppenwitz, wenn sich der ehemalige Vorsitzende Kruse und der derzeitige Nachfolger Dr. Marißen gegen die zielführende Verwendung der 400 Mrd. Euro aussprächen. Denn schließlich sind beide auch Aktivisten der Gladbecker LINKEN. Ohne die Stimmen ihrer Partei im Deutschen Bundestag gäbe es das „Sondervermögen“ für die gigantische Aufrüstung und den Bau des A52-Tunnels  nicht.


Zu diesem Artikel erreichte die Redaktion ein Leserbrief von Matthias Raith:

Im Rahmen meiner Demenzbehandlung war ich gerade eben im Barbara-Krankenhaus. Dabei bekam ich durch Zufall eine Ärzteversammlung mit, die in den Räumen der Neurologie stattfand. Dort beschlossen die Mitwirkenden einmütig eine Resolution, die an das Bundesamt für Zivilschutz gerichtet ist.

Die Krankenhausmediziner fordern darin eine Reaktivierung des Notkrankenhauses in der „Großen Steinhalde.“ Einer der Teilnehmer, der offensichtlich Reserveoffizier bei der Bundeswehr ist, führte dazu aus, dass mit dem Bau des Tunnels die gesamte Stadt Gladbeck zum so genannten A-Ziel werde, man also mit intensivem Artillerie-, Raketen- und Drohnenbeschuss rechnen müsse. Aus dem Ukrainekrieg sei bekannt, dass der mutmaßliche Gegner, also Russland, bevorzugt auch Krankenhäuser angreife.

In diesem Fall sei mit einer erheblichen Zahl von ohnehin Gebrechlichen und Schwerverletzten zu rechnen, die „disloziert“ sicher operiert und untergebracht werden müssten. Das Krankenhaus in der Steinhalde sei dafür optimal geeignet. Erhalten müsse auch der auf der Halde stehende Wald, der im Verteidigungsfall eine exzellente Tarnung sein könne.

Schade für Herrn Dr. Kreuzer. Einer seiner Träume, die Beseitigung der Halde, zerfällt mit ziemlicher Sicherheit im Nichts. Denn welcher Gladbecker und erst recht welches Mitglied des Rates könnte sich gegen die Warnung der Ärzte und ihre fundierte Meinung stellen?

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