Heisenberg-Gymnasium in Gladbeck – untaugliche Fahrradständer

Heisenberg-Gymnasium in Gladbeck - untaugliche Fahrradständer
Schuldezernent Weichelt kommt Fürsorgepflicht gegenüber Gladbecker SchülerInnen nicht nach Foto: Dr. Norbert Marißen

Die Fehlleistung der Stadtverwaltung

10.12.2022 – Heisenberg-Gymnasium – Mit einer erstaunlichenHier den Newsletter der Neuen Gladbecker Zeitung bestellen Fehlleistung beendete die Stadtverwaltung die Neugestaltung des Heisenberg-Gymnasiums. Obwohl es gesellschaftlicher Konsens ist, durch die Stärkung der Nahmobilität ein umweltbewusstes Verkehrsverhalten zu fördern, verstößt die Stadtverwaltung gegen diesen Konsens und bietet den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums auf dem neugestalteten Schulgelände ausnahmslos untaugliche Fahrradständer an, die weder Diebstahlsicherheit, noch Witterungsschutz noch Schutz vor Beschädigung bieten. Die Partei Die Linke war damit nicht einverstanden und forderte die Verwaltung im Schulausschuss auf, die unbrauchbaren Ständer durch Anlehnbügel zu ersetzen und Zug um Zug alle Gladbecker Schulen in Gladbeck mit qualitativ angemessenen Fahrradabstellanlagen auszurüsten.

Weichelt erklärt Billigständer mit Geldmangel

Im Schulausschuss am 5.9.22 erklärte Schuldezernent Weichelt, dass aus Geldmangel Billigstständer angeschafft wurden. Mit ca. 400 zum Teil überdachten Fahrradständern am Heisenberg-Gymnasium stünden, anders als von den Linken vorgetragen, Abstellmöglichkeiten in ausreichender Anzahl zur Verfügung (https://gladbeck.more-rubin1.de/meeting.php?id=ni_2022-9-114, TOP 11). Er verschwieg dabei, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung durch die Linke am 20.6.22 nur 165 Felgenkiller vorhanden waren, alle ohne Witterungsschutz. In der Zeit zwischen Antragsstellung und Ausschusssitzung hat die Stadt nachgerüstet, ohne dies im Ausschuss deutlich zu machen.

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PKW-Nutzung von SchülerInnen von der Stadtverwaltung gefördert

Durch den Umbau des Schulgeländes wurde mit 120 KFZ-Stellplätzen ein für das Heisenberg-Gymnasium unverhältnismäßig großer Autoparkplatz gebaut (ca. 6.000 € pro Stellplatz). Nach neuester Gladbecker Stellplatzsatzung hätten 25 gereicht. Damit wird für volljährige SchülerInnen ein Anreiz geschaffen, mit dem Auto zur Schule zu fahren statt mit dem Fahrrad oder dem Bus. Geld für moderne und sichere Fahrradparkplätze stand zu Beginn der Planung also ausreichend zur Verfügung.

Wegen miserabler Ständer nutzen SchülerInnen meist alte Räder

Für den Weg zur Schule werden wegen der miserablen Ständer fast nur alte Räder verwendet, die Funktionsmängel aufweisen (auf dem Platz täglich zu besichtigen). Wenn aber eine Lichtanlage nicht vorhanden ist oder die Bremsen nicht voll funktionstüchtig sind, gefährden die radfahrenden SchülerInnen sich selbst und andere VerkehrsteilnehmerInnen auf dem Schulweg. Hier muss sich Weichelt fragen lassen, warum er das nicht berücksichtigt hat. Als Schuldezernent hat er schließlich eine Fürsorgepflicht für alle Gladbecker SchülerInnen und sollte dafür Sorge tragen, dass sie den Schulbesuch, auch zum Heisenberg-Gymnasium, möglichst gefahrlos absolvieren können.

CDU und SPD zeigen kein Interesse an hochwertigen Fahrradabstellanlage

Der Antrag der Linken im Ausschuss, billige Felgenkiller durch Anlehnbügel zu ersetzen und Zug um Zug alle Schulen mit Anlehnbügeln auszustatten, erhielt nicht nur von Herrn Weichelt eine Absage. Auch CDU und SPD lehnten den Antrag ab. Gerade diese beiden Parteien bezeichnen sich gerne als die politischen Anwälte von Familien und Kindern. Sie betonen in ihren Reden stets, dass man gerade für Kinder mehr tun müsse. Wenn aber aus Reden Handeln werden soll, so zeigt ihr Abstimmungsverhalten im Schulausschuss, ist man am Ende nicht bereit, dafür das nötige Geld auszugeben. Sie lassen damit das Heisenberg-Gymnasium im Regen stehen.

Brief an Bürgermeisterin Bettina Weist

Wegen der Dringlichkeit hat sich die Linke Ende September 2022 mit einem Brief an die Bürgermeisterin gewandt. Darin bittet sie die Bürgermeisterin, sich als Anwältin der Gladbecker SchülerInnen einzumischen. Sie möchte mit der Verwaltung nach geeigneten Maßnahmen zu suchen, die die Misere beenden. „Wir können nicht glauben, dass Sie die untauglichen Fahrradabstellanlagen gutheißen. Und der Meinung sind, dass trotz des äußerst unbefriedigenden Zustandes alles so bleiben soll.“

Fahrradständer am Heisenberg-Gymnasium: Die Bürgermeisterin taucht ab

Das Schreiben der Linken bleibt auch nach drei Monaten unbeantwortet. Eine Zusage wäre für die betroffenen SchülerInnen positiv gewesen, eine Absage hätte Klarheit, wenn auch eine enttäuschende, in der Angelegenheit gebracht. Nicht zu antworten beschädigt dagegen das Ansehen der Bürgermeisterin. Die Gladbecker erwarten von ihr eine begründete Positionierung in lokalpolitischen Angelegenheiten. Hier entsteht der fatale Eindruck, dass sich Frau Weist gegenüber den starken Männern im Verwaltungsvorstand nicht durchsetzen kann. Dem sollte sie schnell entgegentreten.


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

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