eBuddy – Neuer E-Bike-Antrieb aus Österreich

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eBuddy - Neuer E-Bike-Antrieb aus Österreich
Ob sich der eBuddy am Markt bewährt ist fraglich. Ohne technische Änderungen wird er in Deutschland gar nicht zugelassen.

Wiener Tüftler testete seinen Antrieb auf dem Alpe-Adria-Radweg

19.9.2021eBuddy – Da fährt man nichtsahnend mit dem Mountainbike von Salzburg nach Grado über die Alpen und plötzlich schießt ein ganz besonderes Gefährt an einem vorbei. War das jetzt ein Dreirad oder ein Radfahrer, der versehentlich einen Kinderwagen touchiert hat von dem ein Teil hängen blieb?

Die Lösung offenbarte sich einige Kilometer weiter, als der Radfahrer eine Pause einlegte. Stefan Grünberger hieß der Fahrer. Der Wiener hat das „dritte Rad“ an seinem Fahrrad selbst entwickelt und eBuddy genannt. Den kleinen Freund hat er in fünf Minuten an einem handelsüblichen Fahrrad montiert – in diesem Fall war es ein Leihrad des Rad-Reiseveranstalters. Den Alpe-Adria-Radweg fuhr Grünberger dann um seine Erfindung einem Härtetest zu unterziehen.

eBuddy - Seitenansicht
Hier noch einmal ein Bild von der anderen Seite des eBuddys.




eBuddy machte Härtetest über 400 km mit

Mit dem eBuddy im Hotel angekommen
Stefan Grünberger (rechts) hat wieder eine Etappe geschafft und stellt sein besonderes Fahrzeug den Hoteliers vor.

Ausgerüstet mit einem Zweitakku ging er in Salzburg an den Start und stochte bis Grado an der Mittelmeerküste durch. Sechs Tage dauerte die Tour und ging einige tausend Höhenmeter über die Alpen. Dabei wechselte der Untergrund von Asphalt über Schotter, Kies, Sand bis hin zu Trails im unwegsamen Gelände. War alles kein Problem, wie Grünberger anschließend mitteilte.

Der eBuddy wird in Wien gebaut und ist für den Markt in Österreich konzipiert. Das heißt: „Gas“ gibt man am Drehgriff und kann auch auf Tempomat mit zwei Stufen umschaltet. Der Akku hat 350 Watt/h und im Antriebsrad steckt ein Nabenmotor. Geplanter Verkaufspreis: 700 Euro. Interessant ist das wohl nur, wenn jemand sein teures Bio-Bike hin und wieder elektrisch aufrüsten will.

Nach der Demontage wieder ein normales Rad

Anbausätze für Bio-Bikes gibt es schon en masse. Doch in der Regel werden sie nicht „vorübergehend“ installiert wie der eBuddy, sondern dauerhaft. Den eBuddy kann man so schnell demontieren, wie man in anbaut. Und schon steht wieder ein normales Rad vor einem.

Grünberger und sein Team in Wien schreckt auch die negative Kritik auf Facebook nicht ab. Dort wurde der eBuddy in einigen eBike-Foren vorgestellt und die User urteilten vernichtend:

> „an ein teures BioBike haue ich mir doch so was nicht dran…“
> „Sieht Lebensgefährlich aus.“
> „Katastrophe“
> „Glücklicherweise in Deutschland nicht zugelassen“
> „Never“
> „Würde in DE auch bei Freigabe sang und klanglos untergehen. Ein Rad kauft man auch zum Teil nach dem Aussehen. Und dann so einen Rotz daran bauen – never!“

Weitere Facebook-Kommentare zum eBuddy

„Absoluter Schrott und dafür 700,-€ !!“
> „Lass mich kurz nachdenken Nein !“
> „Kann das dann auch Rasen mähen?“
> „Bei Netto – Direkt aus der Höhle der Löwen ‍♂️‍“
> „Is n fake, oder?“
> „Selten so einen vermurksten Mist gesehen.“
> „Ich liebe mein bio bike, aber wenn ich irgendwann auf e umsteige bestimmt nicht mit diesem Gerät. Das sieht ja furchtbar aus.“
> „Und ist in Deutschland schon allein wegen des Gas Drehgriffes verboten.“
> „Leider komplett illegal.“
> „Lachgaseinspritzung? Gibt`s bald Quartermile-Rennen aufm Rs1 sind ja noch nich genug Bekloppte unnerwegs“
> “ Das wird sich niemals durchsetzen!“
> „Oh Gott. Wer gibt den 700 Euro für so ein Müll aus. Das sieht aus als hätte es Benjamin Blümchen zusammen gebastelt.“
> „Dachte erst dass das ein ausklappbarer Abstandshalter wäre …“
> „Das sieht aus wie ein Raketen Antrieb, starship für bio-biker ‍♀️ „

Zulasssungshindernisse für Deutschland

Einige Kommentatoren habe es richtig erkannt! Es fallen sofort zwei Eigenschaften des eBuddys auf, die eine Zulassung auf deutschen Straßen ausschließen. Da ist zum einen der „Gasdrehgriff. Durch ihn kann man rein mit Motorantrieb fahren ohne treten zu müssen. Das ist zwar bei eBikes, die 45 km/h fahren, erlaubt, aber nicht bei Pedelecs. Und der zweistufige Tempomat ist in Deutschland ebenfalls ein no-go.


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1 Kommentar

  1. Interessant – aber nix für mich. Die Meinungen in den Rad-Foren sind nicht immer glaubhaft. Beispiel: Mein teures Victoria-E-Bike ist sehr oft defekt, dagegen läuft mein gebrauchtes Billig-E-Bike von Zündapp klaglos – und da kann ich auch selbst die Bremsklötze wechseln. Meine Erfahrung: Der Samsung-Akku des preiswerten Zündapp ist zuverlässiger, als der Bosch-Akku des Victoria. E-Bikes kann ich vor allem durch die Zeitersparnis empfehlen, komm` gerade zurück vom Frauenfußball in der Schalke-Glückauf-Kampfbahn. Mit dem Rad in dreißig Minuten zu erreichen. Nach Essen-Innenstadt (von GLA-Mitte aus) sind es nur 45 Minuten, bis zum Hbf Oberhausen brauche ich nur eine Stunde und zehn Minuten (auf dem Weg liegen zu viele Ampeln, das kostet Zeit).
    Das Fahrrad ist eben eine wirkliche Alternative, aber wenn ich hier sehe, dass am Sonntagmorgen einige Gladbecker mit dem Auto (??) die Brötchen in der nahegelegenen Bäckerei holen, glaube ich nicht, dass da ein Umdenken einsetzt, dabei verbindet das Radfahren viele Vorteile: Sportlich aktiv, immer an der frischen Luft, sehr gute Abkürzungswege und keine Parkplatzprobleme – für die Getränkekisten setze ich einen Anhänger hinten `dran. Man muss nur wollen…..

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