Weitere Rückschläge für die Autobahngegner in Gladbeck

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Weitere Rückschläge für die Autobahngegner in Gladbeck
Die blau umrissene Flächen will die Stadt für die Autobahnausfahrt kaufen.

1.100 Jahre alter Bauernhof wird dem Autobahnkreuz weichen

22.09.2021 – Rückschläge für Autobahngegner – Ursula und Johannes Schulte-Pelkum sind jetzt Mieter. Sie haben ihren über 1.100 Jahre alten Hof verkauft. Die Fläche wird unbedingt für den Bau des Autobahnkreuzes A2/A52 benötigt. Noch 2012, nach dem Ratsbürgerentscheid bei dem die Gladbecker den Autobahnbau ablehnten, äußerten sie, dass sie „nicht mehr weichen wollen, auch, wenn die Diskussion wieder aufflammt“. Das ist jetzt der Fall und der Hof ist verkauft. Bald wird er dem Erdboden gleich gemacht.

Lageplan des Hofes Schulte-Pelkum, direkt im künftigen Autobahnkreuz gelegen.

Lageplan des HOf SChulte-Pelkum am Autobahnkreuz
In etwa sechs Jahren sollen dort, wo sich jetzt die Viehställe des Hofes befinden LKW herbrausen.

Seit ca. 220 Jahren steht das schmucke Bauernhaus kurz hinter der Stadtgrenze zu Bottrop auf Gladbecker Gebiet. Jeder, der über die B224 nach Gladbeck kommt oder Gladbeck verlässt, bekommt einen positiven Eindruck von unserer Stadt.




Zwei dicke Rückschläge für Autobahngegner

Rund 20 Jahre dauerten die Verhandlungen mit mehreren Hochs und Tiefs. Mehrmals wurde das Gelände vermessen. Und schon Ende der 80er Jahre gab es eine Kauf-Offerte aus Berlin. Sie verlief wohl im Sande, weil nach der Wiedervereinigung der Autobahnbau im Osten im Vordergrund stand. Jetzt wird es allerdings ernst. Für den Autobahnbau ist der Hof nun verkauft.

Stadt will Grundstück für die Ausfahrt kaufen

Auch ein weiteres Objekt an der Trasse wird wohl bald den Eigentümer wechseln. Die Stadt Gladbeck steht in Verhandlungen mit Franz-Josef Wegener, dem ehemaligen Grünen-Ratsherrn. Ihm und seinen Geschwistern gehört das lange Grundstück zwischen dem Roten Turm und der B224, der Grabenstraße und der Bahnlinie. Mehrere Wohnhäuser und ganz viele Garagen stehen jetzt dort. Das Grundstück benötigt man für den Ausbau der B224 zu A52 – dort entsteht eine Ausfahrt für die auf Richtung Buer kommenden Fahrzeuge.

Wie sangen doch Die Prinzen schon so schön:

Den Grünen wird es freuen – hat sich sein jahrzehntelange Einsatz für den Autobahnbau letztendlich doch gelohnt.


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1 Kommentar

  1. Dass das Ehepaar Schulte-Pelkum ihren Hof verkauft hat, kann man verstehen. Die Pläne für das dortige, riesige Autobahnkreuz sind weit fortgeschritten und das Planfeststellungsverfahren ist seit zwölf Jahren im Gange. In ihrem fortgeschrittenen Alter könnten die Beiden sich wohl auch nicht mehr in einem Enteignungsverfahren angemessen wehren. Darum haben sie ihr Zuhause sehr schweren Herzens an den Bund, genauer an die Bundesautobahngesellschaft, verkauft.

     

    Bei den Grundstücksverkäufen an der Grabenstraße sieht das ganz anders aus. Für diesen Autobahnabschnitt gibt es noch nicht einmal den fertigen Entwurf eines Planes und der Start eines Planfeststellungsverfahrens liegt noch in weiter Ferne, wenn es denn überhaupt irgendwann startet. Die Bundesautobahngesellschaft will und kann bei diesem Planungsstand auch noch gar nicht die Grundstücke an der Grabenstraße erwerben, sondern die Stadt Gladbeck will sich die Flächen sichern, in der Hoffnung, dass es sich irgendwann auszahlen könnte. Grunderwerb an der Grabenstraße ist zur Zeit jedoch unnötig und kein freundlicher Akt gegenüber den Fraktionen der Linken, der Grünen und der AfD, die im Stadtrat bekanntlich die Autobahn durch Gladbeck ablehnen, zumal der Tunnel alles andere als gesichert ist. Dieser Kauf ist also zur Zeit nicht opportun, politisch instinktlos und erinnert sehr an die Politik von Ex-Bürgermeister Roland. Dieses Vorgehen lehnt das Bürgerforum Gladbeck ab.

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