Nachspiel zur Kommunalwahl in Gladbeck

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Nachspiel zur Kommunalwahl
Das richtige Auszählen von Stimmzetteln ist Ehrensache! Bösewichte sind da fehl am Platze. Symbolbild: Pixabay

Zwei Kandidaten vermuten Auszählungsfehler – Wahlleiter weist das zurück

Gladbeck – 30.11.2025 – Nachspiel – Dass es bei Wahlen in Deutschland nicht mit rechten Dingen zugehe, kann man grundsätzlich nicht so behaupten. Dazu besteht kein Anlass. Auch wenn es Einzelfälle gibt, bei denen die Nachzählung zu Korrekturen des Ergebnisses und zu „Machtwechseln“ führten, kann man nicht annehmen, dass es überall so sei.

Letzteres behauptet allerdings ein Beschwerdeführer und legte Einspruch gegen sämtliche Auszählungsergebnisse bei der Kommunalwahl in Gladbeck ein. Seine Argumentation ist „weit hergeholt“ und gründet sich ausschließlich auf Vermutungen. Den Einspruch von Süleyman Kosar, der jetzt mit den LINKEN eine Fraktionsgemeinschaft eingegangen ist, können Sie hier lesen. Es handelt sich um eine Vorlage für den Wahlprüfungsausschuss, der am nächsten Mittwoch, 03.12.2025 um 14.30 Uhr, im Ratssaal tagt. Den Vorsitz hat übrigens der AfD-Ratsherr Werner Liedke.


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Das zweite Nachspiel zur Kommunalwahl

Das frisch gewählte BIG-Ratsmitglied Volkan Akçay hat ebenfalls Einspruch eingelegt. Sein Antrag auf Neuauszählung einiger weniger Wahl- und Stimmbezirke, gründet sich nicht auf Vermutungen. Stattdessen hat er einen Zuordnungsfehler selbst beobachtet. Sein Einspruch ist hier zu lesen. Akçay hatte die Auszählung in einem Wahllokal in Gladbeck selbst beobachtet und gesehen, dass ein Wahlhelfer Stapel von Stimmzetteln auf den Stapel einer falschen Partei legte. An diesem Vorgang gibt es keinen Zweifel, denn der Wahlvorstand hatte schon eine Schnellmelung zum Rathaus geschickt. Nach der Beanstandung von Akçay ließ die Wahlvorsteherin neu auszählen und schickte ein korrigiertes Ergebnis zum Rathaus. Pikanterweise handelt es sich bei dem Wahlhelfer, dem dieser „Fehler“ unterlief, um ein Ratsmitglied einer anderen Kleinstpartei, das nicht wiedergewählt wurde. Die Neue Gladbecker Zeitung berichtete gleich nach der Wahl hier über diesen Vorfall.

Während Süleyman Kosar zum unbegründeten Rundumschlag ausholt, kann Volkan Akçay anhand eines konkreten Einzelfalls Unregelmäßigkeiten nachweisen, die sogar amtlich durch zwei unterschiedliche Schnellmeldungen dokumentiert sind. Er fordert auch nicht, wie Kosar, deshalb eine komplette Neuauszählung aller Wahlen, sondern sehr maßvoll Überprüfungen in einigen wenigen Stimmbezirken.

Der Wahlleiter für Gladbeck, Dr. Volker Kreuzer, sieht allerdings keine Veranlassung, aufgrund dieses nachgewiesenen Vorgangs, irgendeine Neuauszählung zu veranlassen. So steht es in der Beschlussvorlage für den Ausschuss. Das Nachspiel läuft also ins Leere.

Fazit: Unregelmäßigkeiten bei Wahlen sind nicht der Standard, kommen aber vor. In einigen Städten wurde nachgezählt und korrigiert. In zwei Städten kam es zu Neuauszählungen der Bürgermeisterwahlen, mit anschließenden Machtwechseln in den Rathäusern. Aber auch darin lässt sich kein System erkennen.

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