
Zehn Igel bereit zur Auswilderung
Gladbeck – 18.05.2026 – Igelfreunde – Die Igelfreunde Ruhrgebiet e. V. suchen kurzfristig geeignete Gärten in Gladbeck und Umgebung, um zehn gesund gepflegte Igel in die Freiheit zu entlassen.
Die Tiere sind aus der Pflegestelle entlassungsbereit – doch ohne passende Auswilderungsplätze verzögert sich ihr Start in ein selbstständiges Leben.
Die NGZ-News aus Gladbeck immer sofort auf das Handy?
Dann abonniere kostenlos den WhatsApp-Kanal
Die Gladbecker Zusammenfassung des Tages der NGZ?
Dann abonniere den kostenlosen Newsletter
Folgen Sie uns auf Facebook: NeueGladbeckerZeitung
Was ein geeigneter Garten bieten muss
Für eine erfolgreiche Auswilderung benötigen Igel einen naturnahen, ruhigen Garten, der ihnen Schutz und Orientierung bietet. Dazu gehören unter anderem:
- Hecken, Sträucher, Laub- und Reisighaufen
- Totholz, Kompost und natürliche Rückzugsorte sind ideal
- dunkle, störungsarme Nächte ohne grelle Beleuchtung
Der Garten sollte außerdem frei von Gefahrenquellen sein. Dazu zählen Mähroboter, ungesicherte Lichtschächte, offene Kellertreppen, Pools oder Teiche ohne Ausstiegshilfe. Auch Gifte wie Schneckenkorn oder Pestizide dürfen nicht verwendet werden. Hunde sollten nicht frei im Garten laufen, und die Umgebung sollte nicht in unmittelbarer Nähe von Fuchs- oder Dachsbauten liegen.
Wichtig ist zudem, dass der Igel später weiterziehen kann. Kleine Öffnungen im Zaun – etwa 10×10 cm – ermöglichen ihm, angrenzende Gärten zu erreichen und ein eigenes Revier aufzubauen. Ein einzelner Garten reicht dafür nicht aus. Ideal ist ein Verbund mehrerer möglichst naturnaher Grundstücke.
Was Auswilderer benötigen
Für die ersten Tage braucht der Igel ein kleines Übergangszuhause. Dazu gehören:
- ein Freilaufgehege (mindestens 1 m²)
- ein Igelhaus ohne Boden
- eine geschützte Futterstelle
- reichlich Stroh oder trockenes Laub als Nestmaterial
Gefüttert wird mit hochwertigem Katzenfutter und frischem Wasser. Der Verein stellt zusätzlich Soldatenfliegenlarven zur Verfügung.
Wie die Auswilderung abläuft
Die Auswilderung erfolgt in drei Schritten:
- Ankommen: Der Igel bleibt einige Tage im Freigehege und gewöhnt sich an die Umgebung.
- Öffnung: Das Gehege wird geöffnet; viele Tiere bleiben zunächst in der Nähe oder kehren nachts zurück.
- Selbstständigkeit: Sobald der Igel bereit ist, zieht er weiter und sucht sich ein eigenes Revier. Das ist ein normaler und gewünschter Prozess.
Dringender Aufruf an die Bevölkerung
Die Pflegestelle betont, dass die Suche zeitkritisch ist. Die Tiere sind bereit für die Freiheit – doch ohne geeignete Gärten können sie nicht entlassen werden. Jede Verzögerung verlängert ihren Aufenthalt in der Pflegestelle unnötig.
Der Verein bittet daher Bürgerinnen und Bürger in Gladbeck und Umgebung dringend um Unterstützung. Wer einen geeigneten Garten hat oder jemanden kennt, der helfen könnte, wird gebeten, sich kurzfristig zu melden.
Die gesamte Auswilderung wird gerne von den Igelfreunden mit Rat und Tat unterstützt.
Kontakt: Igelfreunde Ruhrgebiet e. V. (Kontaktaufnahme über vorstand@igelfreunde-ruhrgebiet.de)
Zur Startseite
| Polizeibericht aus Gladbeck | Mitteilungen der Stadt Gladbeck |



Hinterlasse jetzt einen Kommentar