Heilpraktiker und andere bei Gladbecker Gesundheitsmesse

Heilpraktiker und andere bei Gladbecker Gesundheitsmesse
Der Vorstand des Vereins Therapeuten Ruhr e. V. freut sich auf die erste Gesundheitsmesse: Claudia Meixner, Heilpraktikerin, Anna Lena Sandhoff-Hönes, Physiotherapeutin, Tanja Aldiek, Ergotherapeutin, 1. Vorsitzende Therapeuten Ruhr e. V., Ulrike Vogel, Heilpraktikerin und Angela Batur-Hensing, Physiotherpeutin für Kinder (v.l.n.r.)

Gesundheitsmesse Gladbeck lockt mit zahlreichen Angeboten

11.10.2022 – Heilpraktiker – Am Samstag, 22. Oktober,Hier den Newsletter bestellen findet im Bürgerhaus Gladbeck Ost die erste Gesundheitsmesse des Vereins Therapeuten Ruhr e. V. für Gladbeck statt: „Endlich kann es losgehen“, freut sich Tanja Aldiek, 1. Vorsitzende der Vereins Therapeuten Ruhr e.V. Denn bereits mehrmals musste die von den Therapeutinnen und Therapeuten und der Wirtschaftsförderung der Stadt Gladbeck geplante Gesundheitsmesse Gladbeck pandemiebedingt verschoben werden.

Teile der Gesundheitsbranche zeigen sich im Bürgerhaus Ost

Aber jetzt heißt es „Türen auf!“ für die erste Gesundheitsmesse Gladbeck im Bürgerhaus Ost in Gladbeck-Ost. Hier zeigen am 22. Oktober in der Zeit von 11 bis 16 Uhr zahlreiche Akteure der Gesundheitsbranche aus Gladbeck, wie vielfältig das Thema Gesundheit ist und welche Kompetenzen dazu in Gladbeck vertreten sind.

Inhaltlich deckt die Veranstaltung Themen wie Ernährung, Bewegung, Allergien, Gesundheitsprävention, Unterstützungsmöglichkeiten im Alter sowie Resilienz und Gelassenheit in unterschiedlichen Formen ab. Zum einen gibt es zahlreiche Informationsstände, aber auch das Ausprobieren und Mitmachen kommen nicht zu kurz.

Ärzte fehlen bei der Gesundheitsmesse (ein Kommentar von Ralf Michalowsky)

Es ist schon merkwürdig. Die Politik in Bund und Land diskutiert gerade darüber, dass die Krankenkassen Behandlungen durch Heilpraktiker nicht mehr bezahlen dürfen und die Stadt Gladbeck unterstützt eine Gesundheitsmesse ohne Ärzte, aber mit Heilpraktikern. Behandlungen mit wirkungslosen Pillen, die viel Geld kosten, sollten nicht auch noch durch Behörden unterstützt werden. Viele Menschen schließen daraus, dass es sich um seriöse Behandlungen handele. Das ist aber falsch!

Kneipp-Verein ist mit dabei

Beispielsweise kann beim Kneipp-Verein die wohltuende Wirkung eines Armbads getestet werden. Wie beschwerlich selbst kleinste Bewegungen im Alter sein können, führt jungen Leuten die Alterssimulation des Malteser-Hilfsdienstes vor Augen. Das Bettenhaus Traumwerkstatt Terhardt informiert über erholsamen Schlaf und gibt die Möglichkeit, gesundheitsfördernde Matratzen auszuprobieren.

Daneben gibt es Bewegungsangebote zu den Themen Yoga, Achtsamkeit im Alltag sowie „Braingym“, die von den BesucherInnen wahrgenommen werden können oder über die sich mit den TrainerInnen austauscht werden kann. Abgerundet wird das vielfältige Angebot durch halbstündige Vorträge der Therapeutinnen und Therapeuten zu verschiedensten Themen. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich. Damit Eltern sich ungestört informieren können, gibt es kreative Angebote und Betreuung für Kinder. Außerdem ist für das leibliche Wohl gesorgt. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Verein Therapeuten Ruhr e.V. wird von der Wirtschaftsförderung gestützt

„Es gibt auch beim Thema Gesundheit so viele kompetente Unternehmen und Akteure in Gladbeck – das wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern zeigen. Mit dem Verein Therapeuten Ruhr e.V. haben wir dafür den geeigneten Partner gefunden“, erläutert Maria Jost von der Wirtschaftsförderung die Motivation der Stadt Gladbeck für diese Veranstaltung.

Der Verein Therapeuten Ruhr e.V. ist ein Zusammenschluss von PhysiotherapeutInnen, LogopädInnen, ErgotherapeutInnen, PodologInnen sowie HeilpraktikerInnen aus Gladbeck und Umgebung, die sich neben dem gegenseitigen Austausch und gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen das Ziel gesetzt haben, die jeweiligen Berufsbilder einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Informationen zu dem Verein finden sich unter www.therapeuten-ruhr.de. Die Gesundheitsmesse Gladbeck ist durch Unterstützung der Stadt Gladbeck und eine Förderung im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „BIWAQ – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und den Europäischen Sozialfond möglich.


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

8 Kommentare

  1. Lieber Ralf Michalowsky,
    Objektivität sollte immer die Option beinhalten beide Meinungen zuzulassen, auch wenn ein Kommentar die Freiheit für die subjektive eigene Meinung offenlässt.
    Nur weil die Wissenschaft bis heute nicht dazu in der Lage ist die Wirkung von alternativen (durchaus erfolgreichen) Heilmethoden „chemisch“ und „physikalisch“ nachzuweisen, wäre es anmaßend zu behaupten, dass diese Methoden, die tagtäglich ganz offenbar zigfach erfolgreich sind als „unseriös“ zu bezeichnen. Wären diese Methoden Humbug und wäre die Schulmedizin allwissend und erfolgreich, dann wäre es nicht mit dem normalen Menschenverstand nachvollziehbar, warum eine sehr große Zahl an Menschen seit Jahrzehnten einem wirkungslosen Gespenst hinterhergeistern. Wie auch bei den Ärzten gibt es naturgemäß schwarze Schafe unter den weißen, allerdings könnte auch hier ein Fass aufgemacht werden, wieviel überteuertes Zeug tagtäglich zugunsten der Pharmaindustrie verschrieben wird, welches unzählige und nicht nachvollziehbare sekundäre Nebenwirkungen verursacht, aber die Heilwirkung „nachweislich“ ausbleibt. Ist diese Medizin dann wirksamer, nur weil sie streng wissenschaftlich in Zahlen darstellbar ist?

    Die Zeitungen sind voll von teuer bezahlter Werbung für irgendwelche Zaubermittelchen, deren Wirkung offensichtlich nie hinterfragt wird. In den Arztpraxen liegen großzügig dargeboten die einschlägigen Blättchen, die gefühlt, auf jeder fünften Seite irgendeinen Zaubertrank anpreisen. Zufall oder Absicht wäre hier die Frage?

    „I have a dream“, dass die Erfolge der alternativen Heilmethoden auf Augenhöhe anerkannt und nicht mit einer mächtigen Pharmaindustrie im Rücken nieder geredet werden und besonders die Studien, die von der Pharmaindustrie bezahlt wurden kritisch und öffentlich beleuchtet werden.

    Die Erfolge der Medizin stehen außer Frage, sie können aber nicht als Rechtfertigung dazu dienen die nachweisbaren Heilungserfolge von alternativen Heilmethoden in Frage zu stellen, die seit über 200 Jahre angewendet werden.

    Ich bin froh in einem Land zu leben, wo der Patient die Freiheit hat, seinen Weg der Heilung selbst zu bestimmen, von daher bedarf der mündige Bürger keine Bevormundung von wem auch immer.

    Paracelsus (1493 bis 1541)
    „Wer heilt hat Recht“

    • Lieber Stephan,

      seit vielen Jahren ist ein Preis für denjenigen ausgelobt, der nachweisen kann, dass die von Heilpraktikern verschriebenen Pillen eine Wirkung haben.
      Bislang musste der Preis noch nicht vergeben werden.
      Nicht umsonst dürfen Heilpraktiker nur „Medizin“ verkaufen, die keinerlei Wirkung entfalten.
      Meine Haltung zu esoterischem Quatsch dürfte Dir nicht entgangen sein.

      Alternativ Medizin ist etwas völlig anderes – Du solltest das nicht durcheinander bringen!

      Lies das mal:

      https://hpd.de/artikel/heilpraktiker-beschraenken-um-patienten-schuetzen-18767

      „Und auf diese Weise kam es dazu, dass heute Heilpraktiker nach dem Gesetz keinerlei Ausbildung vorweisen müssen. Also auch keine verpflichtende praktische Ausbildung am Patienten. Ein Mindestalter von 25 Jahren, ein Hauptschulabschluss und ein sauberes Führungszeugnis genügen, um sich zu einer Prüfung beim Gesundheitsamt anzumelden und dort eine Prüfung abzulegen. Die dient erklärtermaßen der „Gefahrenabwehr“: Sie soll sicherstellen, dass der Proband keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt. Damit ist nicht einmal der Schutz der Gesundheit des einzelnen Patienten, der einzelnen Patientin gemeint; man darf zum Beispiel lediglich keine seuchenartigen Erkrankungen – hallo, Covid-19! – behandeln.“

    • Hallo Ralf,
      dann beißt sich die berühmte Katze in den eigenen Schwanz.
      Wenn all dieses so wirkungslos scheint, stellt sich doch spätestens bei der Prüfung von Heilpraktikern die Frage, warum zertifierte Schulmediziner bzw. das Gesundheitsamt die durchaus auf hohem Niveau stattfindende Prüfung abnimmt. Warum reicht dann nicht einfach ein Zertifikat oder eine Teilnahmebescheinigung der hiesigen VHS und lässt das ganze Tamtam mit Prüfung durch ein Ärztegremium, wenn doch alles so unverbindlich scheint.
      Mir geht es darum, dass nicht alle über einen Kamm geschoren werden und diejenigen, die ihren Patienten Heilung oder Linderung bringen ohne Verunglimpfungen und Verallgemeinerungen gewürdigt werden. Unter 4 Augen könnte ich Dir meine Geschichten vom Saulus zum Paulus erzählen, würde hier aber den Rahmen sprengen 😉

    • Es gibt Regelwerke für die Zulassung von Heilpraktikern. Wenn Du den verlinkten Artikel gelesen hast, dann weißt Du auch seit wann das so geregelt ist und warum. Das Gesundheitsamt ist quasi gezwungen, danach zu handeln.

    • Hallo Ralf,
      nachdem ich im Impressum des verlinkten Artikels gelesen habe, fühle ich mich nunmehr bestens bestätigt 😉

  2. Festzuhalten ist allerdings auch, dass die GKVs immer weniger für Verordnungen durch Kassenärzte an Leistungen bieten !!
    Aktuell sind die Inkontinenz-Zuzahlungen, monatl. von ca. 25 € auf ca. 18 € gekürzt worden, bei gleichzeitig steigenden Preisen/Kosten der Waren !!

    Bekannt ist ja u.a. auch – Brillen- & Gläser – werden schon ewig nicht mehr kostenmäßig übernommen.
    Wer arm ist muss „blind“ durchs Leben kommen ??
    Die GKVs haben schon so einige Leistungen – still und heimlich – eingestellt und kaschieren mit anderen „Leistungen“;

  3. Sehr geehrter Herr Michalowsky,
    Als 1. Vorsitzende der Therapeuten Ruhr e.V. habe ich mich sehr über Ihr Interesse an unserer Veranstaltung am 22.10.22 im Bürgerhaus Ost gefreut. Hiermit lade ich Sie herzlich persönlich ein, sich über unser Angebot aus der Gesundheitsbranche zu informieren. Wir stehen Ihnen jederzeit vor Ort für Ihre Fragen zur Verfügung.
    Tanja Aldiek

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