
Feier am Sonntag, 31. August, von 11 bis 17 Uhr
Gladbeck – 29.08.2025 – Boye-Renaturierung – Vor knapp zwei Jahren hat die Emschergenossenschaft die umfangreiche Renaturierung des Emscher-Zuflusses Boye auf den Stadtgebieten von Gladbeck, Bottrop und Essen abgeschlossen. Rund 50 Millionen Euro hat der Wasserwirtschaftsverband in die naturnahe Umgestaltung des einst offenen Schmutzwasserlaufes zu einer nun idyllischen Gewässerlandschaft investiert.
Darüber hinaus sind neue Radwege und neue Brückenverbindungen entstanden. Die Revitalisierung der Boye ist ein nachhaltiger Erfolg. Die Emschergenossenschaft möchte nun gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern feiern. Alle Interessierten sind am Sonntag, 31. August (von 11 bis 17 Uhr), zu dem Boye-Fest an der Horster Straße in Bottrop (Höhe Hausnummer 597) eingeladen. Die Gäste erwartet ein Programm für Klein und Groß.
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Vor Ort wird die Emschergenossenschaft an einem Infostand über die ökologische Verbesserung der Boye berichten. Darüber hinaus wird es für die kleinen Besucher*innen ein Bungee-Trampolin, eine Hüpfburg sowie eine 32 Meter lange Adrenalin-Erlebnisbahn geben. Die mobile Band „FOLLOW MEs“ sorgt für die musikalische Untermalung. Während in einer Kreativwerkstatt gebastelt werden kann und der Familienzirkus Ratz Fatz insgesamt vier Shows aufführt. Mitmachaktionen mit dem Zirkus wird es ebenfalls geben.
Der naturnahe Umbau der Boye
Die Renaturierung des Emscher-Nebenlaufes Boye mit ihren vielen Seitenarmen ist ein Paradebeispiel dafür, wie von der ökologischen Wasserwirtschaft ausgehend weitere wichtige Themen wie Nahmobilität, Ausbau von Infrastrukturen und Stadtentwicklung nachhaltig angegangen werden können. Die 2018 von der Emschergenossenschaft begonnene Umsetzung der Boye-Revitalisierung konnte im Spätsommer 2023 abgeschlossen werden. Insgesamt 7,6 Kilometer des einst offenen Schmutzwasserlaufes hat die Emschergenossenschaft als öffentlich-rechtlicher Infrastruktur-Dienstleister auf den Stadtgebieten von Bottrop, Gladbeck und Essen naturnah umgestaltet. Von grau zu blau – oder besser gesagt: zu blaugrün. An den Ufern der Boye lässt sich unschwer erkennen: Die Natur erobert sich den Fluss zurück. Flora und Fauna erholen sich von den Strapazen der Industrialisierung und kehren vielfältig an das ehemals zur Entsorgung des Schmutzwassers genutzte Gewässer zurück.
Neue Wege machen Natur erfahrbar
In die Revitalisierung der Boye, auf weiten Strecken Grenzgewässer zwischen den Emscher-Städten Bottrop und Gladbeck, investierte die Emschergenossenschaft rund 50 Millionen Euro. Stück für Stück wurden die einst zur Regulierung der Schmutzwasserläufe eingesetzten Betonplatten herausgenommen. Vergleicht man Bilder der alten und der neuen Boye, erkennt man deutlich: Hier wurde nicht nur in die Natur, sondern auch in die Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität der Menschen investiert.
Um der Boye mehr Platz zu bieten, wurden die Böschungen flacher und vielseitiger gestaltet. Zudem gehört der schnurgerade Verlauf der Boye der Vergangenheit an. Dort, wo es möglich ist, darf der Fluss nun endlich seine natürlichen Kurven schlagen. Das Gewässer wird nun von angepflanzten Bäumen gesäumt und von neu angelegten Fuß- und Radwegen, die an vorhandene Straßen und Wege angebunden werden, begleitet. Die Emschergenossenschaft leistet damit einen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Radwege-Infrastruktur und zur Förderung einer klimafreundlichen Nahmobilität.
Neubau maroder Brücken
Der Ausbau der Infrastruktur entlang der Gewässer stand auch beim Bau zweier neuer Brücken an der Boye im Fokus. In Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) ersetzte die Emschergenossenschaft eine alte, bereits in die Jahre gekommene RVR-Brücke durch eine neue Fuß- und Radwege-Brücke. Eine weitere Brücke ist zudem an der Hahnenbach-Mündung in die Boye erstellt. Sie verbindet seitdem nun den Fuß- und Radweg vom Hahnenbach und den parallel zur Boye verlaufenden RVR-Weg mit der neuen Wegeverbindung der Emschergenossenschaft auf der anderen Seite des Flusses.
Die Aktivitäten der Emschergenossenschaft im Einzugsgebiet der Boye zeigen eindrücklich: Eine integral betrachtete Regionalplanung, von der Wasserwirtschaft ausgehend, kann nachhaltige Lösungswege zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität der Menschen im Ruhrgebiet aufzeigen. Mit einem revitalisierten Gewässer und neuen Infrastrukturen, die dieses neue blaugrüne Leben erleb- und erfahrbar machen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Emschergenossenschaft
Der 14. Dezember 1899 ist der Gründungstag der Emschergenossenschaft als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband. Die Emschergenossenschaft ist heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute.
Dafür ließ man 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegen und hat vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern hat die Emschergenossenschaft insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen. Sie machen das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar. www.eglv.de
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