Narrenhände beschmieren Tisch und Wände
25.04.2022 – Das 1911 erbaute und heute denkmalgeschützte Stellwerk-Zweckel ist einem Graffiti-„Künstler“ zum Opfer gefallen. Die Spur des Täters zieht sich von der Stadtmitte (dort hat der „Künstler“ Türen in der Kultgaststätte Café Goethestraße beschmiert), durch den Nordpark, bis ins tiefste Zweckel.
Um das Haus, in dem noch die alte Technik vorhanden ist, bemüht sich seit Jahren eine Initiative Zweckeler Bürger und Politiker. Sie wollen das Gebäude von der Bundesbahn kaufen und weiterhin schützen. Der „Schmierfink“ hat nicht nur das alte Stellwerk „verziert“, sondern auch das daneben stehende neue Gebäude mit der modernsten Stellwerktechnik.
Das alte Gebäude erlangte überregional Aufmerksamkeit, weil der Schrankenwärter über Jahrzehnte das Haus pflegte und mit Blumenkästen verziert hatte. Selbst die Fa. Faller, die Modellbausätze auch im Zusammenhang mit Bahnanlagen herstellt, hat das Stellwerk als Miniaturausgabe im Programm.
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Auch die Fachzeitschrift MIBA (Miniaturbahnen) berichtet in ihrer Ausgabe 6/2022 über den Faller-Bausatz. Unter dem Titel: „Flower Power am Schienenstrang“ schreibt MIBA: „Mit leichter Verspätung ist das bereits 2021 von Faller vorgestellte kleine Stellwerk „Zweckel“ Anfang des Jahres erschienen. Das Modell entstand nach dem in Gladbeck-Zweckel 1911 erbauten mechanischen Stellwerk. Bruno Kaiser hat das Modell in Szene gesetzt und orientiert sich dabei an der „Blütezeit“ des Vorbilds.“
Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass Faller den aktuellen Zustand des Gebäudes nun in einem neuen Modell-Bausatz umsetzt.
Polizeibericht aus Gladbeck | Mitteilungen der Stadt Gladbeck |
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