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12.430 Betriebe im Kreis Recklinghausen – NGG: „Auch 1-Tages-Krankmeldung ernst nehmen“
Gladbeck – 18.02.2025 – NGG-Appell – Büro, Bäckerei, Bistro – oder doch das Bett: Wer krank ist, soll sich nicht zur Arbeit schleppen, rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG Ruhrgebiet fordert quer durch alle Branchen die rund 12.430 Betriebe im Kreis Recklinghausen zu mehr Verständnis bei Krankmeldungen auf: „Zu oft und viel zu schnell werden Beschäftigte, die sich krankmelden, in die ‚Blaumacher-Schublade‘ gepackt“, kritisiert Martin Mura. Der Geschäftsführer der NGG Ruhrgebiet appelliert daher an die Chef-Etagen im Kreis Recklinghausen: „Bei Fieber fair bleiben.“
Alles andere könne schnell zum Bumerang für den eigenen Betrieb werden: „Wer sich lieber krank zur Arbeit schleppt statt zum Arzt zu gehen und sich zu Hause auszukurieren, tut sich selbst keinen Gefallen damit“, so Mura. Außerdem bringe es auch nichts, andere am Arbeitsplatz mit Erkältung oder Grippe anzustecken.
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NGG-Appell an die Chefetagen
„Wenn Beschäftigte allerdings Angst davor haben müssen, sich krank zu melden, dann stimmt etwas nicht. Denn Gesundheit am Arbeitsplatz ist kein ‚Nice-to-have-Faktor‘. Gesundbleiben ist ein Muss für den Job. Vor allem darf die Arbeit selbst nicht krank machen: Zu viele Überstunden, enormer Zeit- und Arbeitsdruck, Mobbing, Schikanen, psychischer Druck – das alles kann schnell auf die Gesundheit gehen“, warnt Mura.
Es sei wichtig, insbesondere auch auf Stress zu reagieren. Der entstehe oft schon durch fehlende Pausen und durch Arbeitszeiten, die – gerade bei Nacht- und Schichtarbeit – zur Belastung würden. „Aber auch schlecht ausgestattete Arbeitsplätze sind ein wichtiger Punkt: vom billigen Bürostuhl bis zum permanent schweren Heben“, sagt Martin Mura. Um die Arbeit zu erleichtern, müssten Betriebe investieren. „Wer an Dingen spart, die den Job einfacher machen und die Gesundheit schonen, spart am falschen Ende“, ist der Geschäftsführer der NGG Ruhrgebiet überzeugt. Kritisch seien auch unfaire Abläufe: „Es kann nicht sein, dass immer die Gleichen die Arbeiten machen müssen, die sonst keiner machen will“, sagt Mura.
Auch „Ein-Tages-Krankheiten“ sollten ernst genommen werden
„Von Migräne bis zu Menstruationsbeschwerden: Es gibt Tage, da geht es einfach nicht. Wichtig ist, dass es dafür Verständnis gibt – bei der Betriebsleitung genauso wie beim Rest der Belegschaft“, macht Martin Mura deutlich. Hier spiele vor allem auch der Betriebsrat eine wichtige Rolle. Er vermittle bei Konflikten zwischen Chef-Etage und Beschäftigten – auch im Krankheitsfall.
Entscheidend sei, dass der Lohn vom ersten Krankheitstag an fortgezahlt werde. In dem Punkt lässt Martin Mura nicht mit sich reden: „Wer politisch etwas anderes will und für den Bundestag kandidiert, der sollte das vor der Wahl noch einmal laut und deutlich sagen – und sich anschließend allerdings über den Denkzettel, den es dafür in der Wahlkabine gibt, auch nicht wundern.“
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