Wochenmarkt: Warum werden Bürger von Gladbeck nicht gefragt?

Wochenmarkt: Warum werden Bürger nicht gefragt?
Die Seniorenunion der Gladbecker CDU sorgt sich um den Wochenmarkt. Michael Dahmen verlangt mehr Bürgerbeteiligung. Foto: Seniorenunion

Die Seniorenunion der CDU Gladbeck verlangt Bürgerbeteiligung

Gladbeck – 26.01.2026 – Wochenmarkt – Nun scheint ja wenigstens eines der Probleme um den Gladbecker Wochenmarkt vom Tisch zu sein. Die Beschlussvorlage für den Wirtschaftsförderungsausschuss am 29. Januar 2026 sieht vor, dass der Dienstag als Markttag in der Stadtmitte von Gladbeck erhalten bleibt.

Was die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung mit dem Gladbecker Wochenmarkt in Stadtmitte veranstalten, ist nur noch schwer nachvollziehbar. Geplanten Änderungen zum Gladbecker Wochenmarkt sahen vor, den Dienstag als Markttag zu streichen. Die Markthändler erklärten sich aber ganz und gar nicht damit einverstanden und wollen gerne am Dienstag festhalten wollen. Vor allem kritisieren sie, dass man mit ihnen im Vorfeld über diese gravierende Änderung gar nicht geredet hat.

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Der Wochenmarkt soll nun dienstags doch bleiben

Nun haben die Verantwortlichen offensichtlich mit den Markthändlern gesprochen und machen eine Rolle rückwärts: Der Dienstag soll Markttag bleiben. „Dieses Vorgehen von Verwaltung und Politik ist hochgradig unprofessionell und schadet dem Standort Wochenmarkt“, kritisiert der Vorsitzende der Senioren-Union Gladbeck Michael Dahmen.

Nach Ansicht der Senioren-Union muss auch mit den Bürgerinnen und Bürgern geredet werden, die gerne auf dem Gladbecker Markt einkaufen. Die Stadt Dorsten hat es im letzten Herbst vorgemacht, wie das geht. „Die Stadt Dorsten hat in den vergangenen Wochen eine große Umfrage zu den Dorstener Wochenmärkten durchgeführt. Ziel war es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern herauszufinden, was die Märkte besonders macht und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Mehr als 500 Personen haben an der Umfrage teilgenommen.“ (www.dorsten.de) Warum macht man so etwas nicht auch in Gladbeck?

Seniorenunion verlangt Verbesserung der Infrastruktur auf dem Wochenmarkt

Die ursprünglich geplante Streichung des Dienstags ist aber nicht der einzige Punkt, der der Senioren-Union sauer aufstößt. Die Umgruppierung der Marktstände am Samstag ist vielleicht für das Extrablatt interessant, aber nicht für die Menschen, die auf dem Markt einkaufen. Die Infrastruktur für die Händlerinnen scheint in einem völlig maroden Zustand zu sein. Wenn sich im Herbst und Winter am Stand mit Wurst- und Fleischwaren lange Schlangen bilden, weil mal wieder die Sicherungen der städtischen Stromversorgung rausfliegen, ist das einfach nur ärgerlich und hätte längst von Seiten der Verwaltung korrigiert werden müssen.

Das Angebot an Waren auf dem Wochenmarkt in Mitte ist dringend ergänzungsbedürftig. Man könnte jetzt eine lange Liste von Händlerinnen und Händlern anführen, die in den letzten Jahren den Gladbecker Wochenmarkt verlassen haben. Der letzte in dieser Reihe ist der Stand mit Geflügel und Wild; er steht jetzt auf dem Wochenmarkt in Dorsten. „Was hat die Wirtschaftsförderung unternommen, um diesen beliebten Händler in Gladbeck zu halten? Was tut die Wirtschaftsförderung, um einen einigermaßen gleichwertigen Ersatz zu schaffen?“ fragt Michael Dahmen. Wenn die Wirtschaftsförderung die Akquise von neuen Anbietern auf dem Wochenmarkt nicht selbst regeln kann, dann gibt es dafür professionelle Unternehmen.

Märkte sind aus Sicht der Senioren-Union nicht einfach Plätze, wo man etwas einkaufen kann. Märkte sind Orte der Kommunikation, Märkte können identitätsstiftend für eine Stadt und eine Stadtgesellschaft sein. Dafür muss in Gladbeck aber eine ganze Menge passieren. Hat die neue Kooperationsgemeinschaft von CDU und SPD den Willen und den langen Atem, sich ernsthaft für den Markt in Stadtmitte einzusetzen?

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