
Investor aus Bottrop plant Kita-Nutzung – Entscheidung steht noch aus
Gladbeck – 22.01.2026 – Herz-Jesu-Kirche – Weil in Zweckel die Gerüchteküche brodelt, hat die Neue Gladbecker Zeitung bei der Katholischen Kirche angefragt, wie es um den Umbau der Herz-Jesu-Kirche zu einer Kindertageseinrichtung steht.
Die Pressesprecherin der Propsteipfarrei Sankt Lamberti, Lena Gerbig, antwortete: „Pläne, die Herz Jesu-Kirche in Zweckel künftig anders zu nutzen, gibt es bereits seit mehreren Jahren. Schon 2020 kam erstmals die Idee auf, Teile der Kirche für eine Kindertagesstätte umzubauen. Nun nimmt das Vorhaben langsam konkrete Formen an: Ein Investor aus Bottrop plant, das Kirchengebäude zu einer Kita umzunutzen.“
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Weiter führte sie aus: „Konkret soll die bestehende Kita Herz Jesu in das Kirchengebäude ziehen. Hintergrund ist der Zustand der bisherigen Räumlichkeiten, die veraltet sind. In der umgebauten Kirche soll eine neue Kita mit voraussichtlich vier Gruppen entstehen.
Die Umbaupläne für die Herz Jesu-Kirche sind vielfältig. Vorgesehen sind unter anderem bauliche Anpassungen im Innenraum, um kindgerechte und funktionale Räume zu schaffen. Die Umbauten betreffen die Raumaufteilung sowie technische Modernisierungen, die für den Betrieb einer Kindertagesstätte notwendig sind. Eine zentrale Frage ist dabei der Denkmalschutz. Die Herz Jesu-Kirche steht unter Denkmalschutz, weshalb alle geplanten Veränderungen eng mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden müssen. Während des gesamten Prozesses werden die aktiven Gemeindemitglieder in Zweckel in Entscheidungen mit einbezogen.
Fest beschlossen ist der Umbau allerdings noch nicht. Die Pläne sollen im Frühjahr intensiv mit der Stadt Gladbeck beraten werden. Erst danach wird sich entscheiden, ob und in welcher Form der Umbau tatsächlich umgesetzt wird.“
Einige Fragen zum Umbau der Herz-Jesu-Kirche sind noch offen
Die Antworten auf einige unserer Fragen stehen allerdings noch aus. Wir hatten auch gefragt:
1. Trifft es zu, dass zur Förderung des Lichteinfalls, die seitlichen Kirchenfenster bis zum Fußboden erweitert werden sollen?
2. Gibt es dazu eine Stellungnahme der Denkmalschutzbehörde?
3. Ist es richtig, dass geplant ist, den Außenbereich des künftigen „Kirchen-Kindergartens“ vor die Kirche zu verlegen – also an den Zweckeler Platz?
4. Ist es richtig, dass auf der Fläche des derzeitigen Kindergartens eine Reihenhausbebauung erfolgen soll?
5. Ist es richtig, dass auf dem „Gartengrundstück“ des Pastorats, an der Ecke Feldhauser Str./Schroerstr. eine mehrgeschossige Bebauung erfolgen soll?
6. Was genau soll dort gebaut werden?
Zum Thema Denkmalschutz hatte die NGZ auch eine Presseanfrage an die Obere Denkmalbehörde beim Kreis RE gerichtet. Deren Leiterin Christiane Henkelmann antwortete so: „Als Obere Denkmalbehörde bin ich jedoch nicht per se in denkmalrechtliche oder baurechtliche Verfahren der Stadt Gladbeck involviert. Mir ist nicht bekannt, ob bei der Denkmalbehörde oder der Bauordnung der Stadt Gladbeck Anträge bezüglich eines Umbaus der Herz-Jesu-Kirche gestellt wurden.“
Die „Denkmalchefin“ weist noch darauf hin, dass in einem laufenden Verfahren ohne Zustimmung des Eigentümers keine Auskünfte erteilt werden könnten. Da stellt sich allerdings die Frage, ob die Öffentlichkeit erst von dem dann möglicherweise „zerstörten“ Denkmal Herz-Jesu-Kirche erfährt, wenn das „Kind in den Brunnen gefallen ist“.
Insbesondere die Absicht der Planer, den Außenbereich der Kita vor die Kirche zu verlegen und die Kinder damit dem Verkehrslärm und den Abgasen auszusetzen, scheint auf Widerstand zu stoßen, wie die NGZ aus Elternkreisen erfuhr.
Stadtsprecher David Hennig teilte auf Anfrage nur mit, dass derzeit eine enge Abstimmung zwischen Kirche und Stadt Gladbeck stattfinde. Die Stadt Gladbeck gehe davon aus, dass sie voraussichtlich im März in den politischen Gremien über das Thema informiert.
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