
Probleme gibt es in Gladbeck zuhauf – wer das leugnet ist nicht zur Veränderung bereit
Gladbeck – 16.11.2025 – Bürgermeisterin – Hugh! Die Bürgermeisterin hat gesprochen. Bei der Antrittsrede zu ihrer zweiten Amtszeit tätigte Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist eine Aussage in Winnetou-Manier. „Eine zweite Buersche Straße können wir uns gemeinsam in diesem Rat nicht mehr leisten.“ Anhören kann sich das jeder in diesem Livestream der Ratssitzung.
Warum sie das Adjektiv „gemeinsam“ in den denkwürdigen Satz einbaute ist klar. Sie will damit alle Ratsmitglieder in die Mitverantwortung nehmen. Dabei weiß sie ganz genau, wer die Schuld am Desaster auf der Buerschen Straße trägt. Sie selbst ist Ihrem 1. Beigeordneten und Stadtbaurat in den Rücken gefallen, hat dem Druck der Straße nachgegeben und den Verkehrsversuch vorzeitig abgebrochen.
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Schwarte-Vermarktung zwei Mal gescheitert
Nun das große Versprechen, dass sich so etwas nicht wiederholt. Dabei ist in Gladbeck die „Buersche Straße“ quasi überall. Nehmen wir da zunächst mal die Problem- und Schrottimmobilie Cafe Schwarte. Für deutlich mehr als eine Mio. Euro hat die Stadt Gladbeck die ehemalige Vorzeigegastronomie erworben. Das Objekt erstreckt sich über das vom Rathausplatz sichtbaren Gebäude bis hin zur Barbarastraße, inclusive des ehemaligen Getränkehandels Kirschfink. Zwei Vermarktungsversuche sind bereits gescheitert, weil zu viele unfähige „Köche“ aus Stadtverwaltung und Politik am Werk waren.
Fast 1.700 Frauen und Männer gehen der Bürgermeisterin zur Hand
Die Zahl der städtischen Mitarbeiter geht auf die 1.700 zu. Die Stadt erstickt an den Lohnkosten. Jede weitere Lohnerhöhung erhöht den Schuldenberg. Dass sich mit weiteren Mitarbeitern bei der Stadt Gladbeck die Qualität der Dienstleistungen verbessern würde, ist eine Mär. Von desaströsen Verhältnissen im Jugendamt, bis hin zu Dauerbaustellen auf denen wochenlang niemand arbeitet, können die Bürger ein Lied singen.
Trotz fehlender finanzieller Mittel wird am Autobahnbau festgehalten
Ewiger Zankapfel Ausbau der B224 zur A52 quer durch Gladbeck. Durch die Verjüngung des Gladbecker Stadtrates ändert sich nichts an der Betonpolitik dieses Rates. Keiner der Polit-Youngster in SPD und CDU ist bisher durch Vernunft in Sachen Autobahnbau aufgefallen. Sie werden ins gleiche Horn blasen um nicht aufzufallen – denn das könnte karriereschädlich sein.
Den Klimanotstand scheint es nicht zu geben
Gladbeck hat schon vor vielen Jahren den Klimanotstand ausgerufen. In unserer Stadt zeigen sich die Auswirkungen der Klimaerwärmung mehr, als in den übrigen neun Kreisstädten. Trotzdem ignorieren das SPD und CDU – sie wollen die stadtnahe Frischluftquelle, die Halde am Festplatz dem Erdboden gleich machen und mit einem Gewerbegebiet zubetonieren. Einfach nur irre!
Infrastruktur wie im Osten vor 1989
Die marode Infrastruktur in Gladbeck erinnert an die Zustände in Ostdeutschland nach der Wende. Kaputte Straßen in jedem Stadtteil, ganz- und teilgesperrte Brücken, überwiegend im Norden der Stadt. Die Europabrücke ist auf zwei Fahrspuren reduziert, seit fast neun Monaten! Da scheint was im Busch zu sein! Von der Stadt kommen nur magere und hinhaltende Auskünfte zu den Gründen. Steht ein Neubau bevor?
Vorgeschriebene Ausschreibungen finden nicht statt
Wer die Ausschreibungsportale beobachtet, vermisst die Ausschreibung der Parkplätze auf dem Mittelstreifen der Buerschen Straße. 20 bis 30 von 104 geplanten Parkplätzen sind schon ohne Ausschreibung angelegt worden. Aus der Politik, die das eigentlich beanstanden müsste, hört man nur: „Ohne Ausschreibung ist es ja jetzt schnell gegangen“. Und auch die Mitarbeiter des Rechnungsprüfungsamtes halten die Füße still. (Womit wir wieder beim Output der städtischen Dienstleistungen wären)
Seit Jahren nur große Worte um Problemimmobilien
An der Ecke Buersche Straße/Erlenstraße, am Busfortshof 18 in Brauck und auf der Steinstraße „tanzt der Bär“. Wie oft wurde in den letzten Jahren schon versprochen, dass sich was ändert. Immer wieder verschiebt sich der Abriss der Gebäude in Ost und in Brauck. An der Steinstraße wird „rumgefummelt“. Die Nachbarn sind erbost. Hier zeigt sich, dass die konzentrierte Unterbringung von „Problemgruppen“ nicht zielführend ist. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen geht die Stadt einen vorbildlichen anderen Weg. Das Zauberwort heißt: Dezentralisierung!
Stillstand beim Radwegeausbau
Seit rund zehn Jahren ist die Radwegeverbindung nach Essen (über Bottrop) im Gespräch. Man kann es nur als Desaster bezeichnen, dass es bis heute noch keinen ersten Spatenstich gab. Das passiert auch, weil es das Skandalprojekt Buersche Straße gibt.
Leerstände in der Innenstadt
Die Kaufgewohnheiten auch der Gladbecker haben sich geändert. Immer weniger Menschen „verplempern“ ihre Zeit auf der Suche nach Waren, die sie in Gladbeck eh nicht finden. Selbst einen popeligen Fernseher kann man in der Innenstadt Gladbecks nicht mehr kaufen. Die Folge: Leerstände der Einzelhandelsgeschäfte. Das ist nicht nur in der Stadtmitte so! Auch in Zweckel häufen sich die leergezogenen Läden. Hier ist ein Schnitt angesagt: Konzentration der Läden auf einen engen fußläufigen Bereich. An den Rändern sollten aus Läden Wohnungen werden. An einigen Stellen lief das schon erfolgreich.
Stadt mietet immer mehr leerstehende Räume an
Die aufgeblähte Verwaltung erfordert weitere Büros. In immer mehr leer stehende Räume zieht die Stadtverwaltung ein. Neuster Clou: die Anmietung des Hauses der Ev. Kirche an der Humboldtstraße für 85.000 Euro Miete jährlich. Die Politik schweigt dazu. Denn aus allen Parteien kommen bei jeder Haushaltsberatung Forderungen nach mehr Personal.
Zurück zur Aussage der Bürgermeisterin
Es ist richtig, dass sich dieser Rat keine „zweite Buersche Straße“ mehr leisten kann. Das Problem ist nur: die „Buersche Straße“ ist sinnbildlich überall. Und was man beobachtet ist keine Kehrtwende, sondern ein weiter so.
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Ja, dieser Rat, diese SPD, kann sich keine „zweite Buersche Straße mehr leisten“, ohne das Vertrauen der BürgerInnen in Gladbecker Politik zu stören. So die Bürgermeisterin in ihrer Inaugurationsrede vor dem Rat der Stadt Gladbeck. Dabei hat sie vergessen, dass die „nächste“ Buersche Straße unter ihrem Dienstzimmer im Alten Rathaus verläuft. Der völlig sinnlose Umbau des Willy-Brandt-Platzes wird die Gladbecker Politik weiter Vertrauen der BürgerInnen kosten.
Ich bin Rentner, aus dem gröbsten raus.Wie konnte es nur zu einer zweiten Amtszeit kommen?