
Emotionale Ausschusssitzung
Gladbeck – 06.01.2026 – Zoff – Zuwachs erhalten hat jetzt die Familie der Ausschüsse der Stadt Gladbeck. Erstmals tagte vor wenigen Tagen der neue Ausschuss für Integration und Chancengleichheit. Zuvor war er als Integrationsrat bekannt (Jahrzehnte zuvor war das der Ausländerbeirat).
Die Eröffnung der Sitzung nahm als dienstältestes Ausschussmitglied mit Süleyman Kosar der Vorsitzende der „Alternativen Bürger Initiative Gladbeck“ (ABI) vor, wobei im Mittelpunkt der Tagesordnung die Wahlen zum Ausschussvorstand standen.
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Bei der Wahl des Ausschussvorsitzenden fiel das Votum erwartungsgemäß auf den Spitzenkandidaten der SPD, Saban Baysan. Denn bei der Wahl zum Integrationsrat, die parallel zur Kommunalwahl am 14. September stattfand, sammelten die Kandidaten auf der SPD-Liste deutlich die meisten Stimmen. Die zweitstärkste Gruppe stellte die ABI.
Aber auch bei der Wahl des 1. stellvertretenden Ausschussvorsitzenden konnte sich die ABI mit ihrem Vorschlag nicht durchsetzen. Denn die meisten der stimmberechtigten Ausschussmitglieder votierten für Ramona Karatas, ebenfalls aus den Reihen der SPD (früher DIE GRÜNEN).
Und selbst beim 2. stellvertretenden Vorsitzenden ging die ABI leer aus. Denn die SPD schlug mit Volkan Akcay ein Ausschussmitglied der „Bürger in Gladbeck“ (BIG) vor, der auch tatsächlich mit der absoluten Mehrheit das angestrebte Amt erhielt.
Das Gesamtwahlergebnis löste jedoch Emotionen – vor allen Dingen beim ABI-Vorsitzenden Süleyman Kosar – aus. Kosar warf den übrigen Ausschussmitgliedern „undemokratisches Verhalten“ und „Pöstchen-Schacherei“ vor, was prompt zu einem Wortwechsel führte, der zeitweise auch lautstark und mit gegenseitigen Beleidigungen und Beschimpfungen geführt wurde. So war der neue Ausschussvorsitzende Saban Baysan gleich erstmals gefordert, es gelang ihm aber schließlich doch, die Wogen zu glätten und zur Tagesordnung zurückzukehren.
„Ich freue mich bereits auf die gute Zusammenarbeit, die ich mit den beiden anderen Ausschuss-Vorsitzenden anstrebe,“ blickt BIG-Ratsherr Akçay zuversichtlich in die Zukunft.
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