Rund um das Impfen im Kreis RE

Rund um das Impfen im Kreis RE
Ob eine weitere App die Lösung ist. Wahrscheinlich verdient sich wieder jemand damit dumm und dämlich.

Große Impfbereitschaft im Kreis Recklinghausen

Kreis teilt mit, sobald Personen aus Prioritätsgruppe drei geimpft werden können

29.04.2021 – Rund um das Impfen – Im Impfzentrum des Kreises Recklinghausen werden täglich über 2000 Personen geimpft. Wer aktuell impfberechtigt ist, gibt das Land per Erlass vor. Da einige Städte und Kreise angeben, mit den Prioritätsgruppen eins und zwei bereits durch zu sein, ermöglichen diese bereits weiteren Bürgern die Impfung. “Das weckt natürlich auch bei uns Hoffnungen und Begehrlichkeiten. Wir erhalten im Moment täglich Schreiben und Anrufe von Bürgern, die uns fragen, warum sie noch nicht geimpft werden können, obwohl es in anderen Kommunen schon ginge”, erklärt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums. Die Antwort: Im Kreis Recklinghausen sind die Impfungen der zweiten Prioritätsgruppe noch nicht abgeschlossen. Erst wenn absehbar ist, dass möglichst alle Berechtigten dieser Gruppe ein Impfangebot erhalten haben, können Personen aus Gruppe drei berücksichtigt werden.

“Wir haben uns natürlich gefragt, wie es sein kann, dass andere Städte und Kreise die Gruppe zwei bereits abgeschlossen haben – obwohl sie vergleichbare Impfquoten haben”, so Hundt. Stand Donnerstagvormittag, 29. April, wurden 27,2 Prozent der Einwohner des Kreises Recklinghausen geimpft. Der Kreis liegt damit sogar leicht über dem Landesschnitt von 27 Prozent (Stand 29. April, 13.30 Uhr).

“Eine Erklärung ist die große Impfbereitschaft im Kreis Recklinghausen.” Im Gespräch mit anderen Kommunen stellte sich heraus, dass dort zum Teil die Terminbuchungen stark zurückgingen, das Impfzentrum nicht den vorhandenen Impfstoff voll einsetzen konnte. “Das ist bei uns anders. Sobald wir Termine einstellen, sind diese innerhalb kürzester Zeit vergeben. Wir verimpfen jede Woche allen Impfstoff, der uns vom Land für die Menschen zugeteilt wird, die Impfberechtigt sind.”

Bürger halten Termine zuverlässig ein

Dass der Kreis Recklinghausen und seine Bürger nicht immer mit anderen Kommunen vergleichbar sind, zeigte sich zuletzt auch bei einer Auswertung der Termine, bei denen Impflinge ohne Abmeldung nicht im Impfzentrum erschienen sind. Aus Nachbarstädten wurden Ausfallquoten von 15 Prozent und mehr genannt. Im Impfzentrum des Kreises liegt die Quote bei gerade einmal 1,85 Prozent. “Wir sind beeindruckt von der Zuverlässigkeit. Vielen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger, die ihre Termine wahrnehmen oder, wenn sie verhindert sind, so fair sind und den Termin durch Stornierung für andere Interessierte freigeben”, freut sich der Leiter des Impfzentrums.

Wer aktuell impfberechtigt ist und über welchen Weg Termine vereinbart werden können, veröffentlicht der Kreis Recklinghausen auf seiner Internetseite www.kreis-re.de/coronaimpfung. Patrick Hundt: “Fest steht, dass wir uns derzeit noch in der Prioritätsgruppe zwei bewegen. Dazu zählen beispielsweise Personen über 70 Jahren, chronisch Vorerkrankte nach §3 oder Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen mit anerkannter Pflegestufe. Sobald wir Impfungen für weitere Gruppen anbieten können, werden wir dies aktiv auf allen Kanälen kommunizieren.”




Rund um das Impfen im Kreis RE

Wenn auf den positiven Schnelltest ein negatives PCR-Ergebnis folgt
Gesundheitsamt passt Vorgehen an

Wenn der Schnell- oder Selbsttest ein positives Ergebnis zeigt, muss man sich sofort in Quarantäne begeben. Das regelt die Corona-Test- und Quarantäneverordnung des Landes NRW. Folgen muss dann ein PCR-Test, der das Ergebnis noch einmal überprüft. Aber was passiert, wenn dieser Test ein negatives Testergebnis zeigt? Muss die Quarantäne aufgehoben werden oder darf man sofort wieder die Wohnung verlassen?

Bislang galt die Quarantäne erst dann als aufgehoben, wenn das negative PCR-Testergebnis der Nachtestung das Gesundheitsamt erreichte und das zuständige Entlassmanagement Kontakt zu der jeweiligen Person aufgenommen hatte. Das ändert sich ab sofort: Ein negatives PCR-Testergebnis nach einem positiven Schnelltest beendet die Quarantäne automatisch.

“Bei den aktuellen Fallzahlen können wir nicht sicherstellen, dass Personen nach einem falsch-positiven Schnelltestergebnis zeitnah aus der Quarantäne entlassen werden. Darum haben wir uns für diese Anpassung entschieden”, erklärt Dr. Jutta Hullmann, Fachdienstleiterin Gesundheit beim Kreis Recklinghausen. Es fielen grundsätzlich weniger als ein Prozent der Schnelltests im Kreis Recklinghausen positiv aus; ein Teil dieser bestätige sich durch den PCR-Test nicht. “Für diese Fälle möchten wir ein Vorgehen etablieren, das keine Quarantäne länger als notwendig aufrechterhält.”

Angepasst wird auch die entsprechende Ordnungsverfügung, die den Betroffenen über die Ordnungsämter der Städte zugestellt wird. Erklärt werden darin dann die entsprechenden Konsequenzen, wenn der PCR-Test positiv bzw. negativ ausfällt.

Wichtig: Die automatische Entlassung aus der Quarantäne nach negativem PCR-Ergebnis gilt nicht für Kontaktpersonen zu einem bestätigten Corona-Fall. Diese müssen auch mit negativem PCR-Test mindestens 14 Tage in Quarantäne bleiben. “Denn bei diesen konkreten Verdachtsfällen besteht das Risiko, dass sie im Verlauf der zwei Wochen doch noch erkranken”, erklärt Dr. Hullmann. Dies entspräche auch den klaren Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, nach denen das Kreis-Gesundheitsamt handle.

Bürgertests werden mittlerweile bei über 250 Teststellen im ganze Kreisgebiet angeboten. Am Tag werden im Schnitt zwischen 8.000 und 9.000 Tests durchgeführt.




Rund um das Impfen im Kreis RE

Kontaktverfolgung per App ab sofort im Kreis Recklinghausen möglich
CHEKKO-App aus Herten bereits angebunden

Um bei positiven Coronafällen die Kontakte schneller ermitteln zu können, hat der Kreis Recklinghausen eine Schnittstelle zur Anbindung von Apps zur Kontaktverfolgung geschaffen. Mit der CHEKKO-App greift nun der erste Anbieter, der seinen Sitz in Herten hat, auf diese Möglichkeit zurück. “Ich freue mich, dass wir mit einem Unternehmen aus dem Kreis Recklinghausen nun die digitale Kontaktermittlung starten. Dieses Mittel kann ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie sein”, sagt Landrat Bodo Klimpel.

Die data assembling services GmbH hat im Auftrag des Kreises Recklinghausen dafür gesorgt, dass die per App ermittelten Daten in die Corona-Software “Tabula Varia” integriert werden können. Mit diesem System arbeitet das Kreisgesundheitsamt seit einem Jahr in der Kontaktnachverfolgung. Möglich ist ab sofort eine Anbindung über die eingerichtete Schnittstelle für verschiedene Apps zu Kontaktverfolgung. Durch die Integration kann das Verfahren für die Kontaktnachverfolgung weiter beschleunigt werden.

Zudem prüft der Kreis aktuell, wie auch die Corona-Warn-App des Bundes an das Gesundheitsamt angebunden werden kann. Die App erhielt zuletzt ein umfassendes Update und wurde ebenfalls mit einer Check-In-Funktion ausgestattet.

“Durch das vom Bund verabschiedete Infektionsschutzgesetz sollen Kontakte im Moment weitestgehend vermieden werden. Den Nutzen von Apps werden wir vor allem dann spüren, wenn Menschen in Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen wieder zusammenkommen dürfen. Die bisherige Zettelwirtschaft kann durch eine digitale Lösung reduziert werden und unserem Gesundheitsamt die Arbeit erleichtern”, so Klimpel.

Eine Anfrage nach einer Kooperationsvereinbarung bei der Luca-App blieb durch das Unternehmen bislang übrigens unbeantwortet.

Die CHEKKO-App

CHEKKO kann Testzentren die Infrastruktur zur Digitalisierung zur Verfügung stellen, ermöglicht einen kontrollierten Check-In und dient zur Kontaktdatenerfassung und -verfolgung. In Geschäften, Gastronomiebetriebe und Freizeit- oder Sporteinrichtungen können Kunden über die CHEKKO-App kontaktlos einchecken. Sollte jemand positiv auf das Corona-Virus getestet werden, kann das Gesundheitsamt die Kontaktdaten anfordern, um die Kontaktnachverfolgung aufzunehmen und Infektionsketten möglichst schnell zu unterbrechen.

Die CHEKKO-App kann kostenlos in den App-Stores heruntergeladen werden. Weiterführende Informationen für Betreiber und Nutzer finden sich im Internet unter www.chekko.de/faq.


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