Kreis bereitet die “Notbremse” vor

Kreis bereitet die "Notbremse" vor
Wenn die Inzidenzzahl im Kreis über 200 steigt, will der Kreis die Notbremse ziehen.

Notbremse im Kreis Recklinghausen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200

Aber der Kreis und die Bürgermeister wollen weiter Distanzunterricht bei Inzidenz über 200

15.04.2021 – Kreis bereitet die “Notbremse” vor – Wenn die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz den Wert 200 drei Tage in Folge überschreitet, gilt ab dem übernächsten Tag die Notbremse im Kreis Recklinghausen. Das haben Landrat und Bürgermeister heute gemeinsam entschieden. Die Testoption, die der Kreis bislang mit Blick auf die Teststruktur gezogen hatte, entfällt somit, wenn dieser Grenzwert erreicht wird.

Mit der Notbremse und dem Wegfall der Testoption ist es dann im Kreisgebiet nicht mehr erlaubt, mit einem negativen tagesaktuellen Testergebnis Kultur- und Freizeiteinrichtungen oder Geschäfte zu besuchen. Weiterhin möglich ist das Abholen von Einkäufen per Click and Collect. Körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sind mit Erreichung der 200er Grenze untersagt – mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Leistungen und Frisören.




“Mit Blick auf die stetig steigende Inzidenz und vor allem auf die geringen freien Kapazitäten auf den Intensivstationen sehen wir uns gezwungen, zu handeln”, erklärt Landrat Bodo Klimpel. “Wir wissen, dass die dauerhaften Einschränkungen an den Nerven zehren, aber mit dieser neuen Welle gilt es erneut, sich zurückzunehmen und Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken. Nur gemeinsam können wir eine Überlastung des Gesundheitssystem verhindern.”

Niedergeschrieben ist dies in der aktualisierten Allgemeinverfügung des Kreises, die am 16. April in Kraft tritt und auf www.kreis-re.de/corona veröffentlicht ist.

Kreis bereitet die “Notbremse” vor, will aber eine Ausnahme für Distanzunterricht

Distanzunterricht bei Inzidenz über 200

Kreis und Städte bitten Land um frühzeitige Entscheidung

“Es ist deutlich abzusehen, dass wir spätestens am Wochenende die Inzidenz von 200 überschreiten werden.” So heißt es in einem Schreiben, das Landrat Bodo Klimpel und die Bürgermeister der zehn kreisangehörigen Städte heute an Schulministerin Gebauer gesendet haben. Sie bitten darin um die Zustimmung des Landes, die Schulen auch ab dem kommenden Montag weiterhin in Distanzunterricht zu belassen.

“Unser Ziel ist es, neben der Eindämmung der Infektionszahlen den Schulen und den Eltern aufgrund der absehbaren Entwicklung frühzeitig Planungssicherheit zu geben. Wir bitten das Land dringend darum, unser Vorhaben zu unterstützen und bitten um kurzfristige Rückmeldung”, schreiben Landrat und Bürgermeister weiter.

Die Bundesregierung hat sich mit Beschluss vom 13. April 2021 für eine unmittelbare gesetzliche Untersagung des Schulbetriebs in allen Ländern ausgesprochen, wenn eine Inzidenz von 200 überschritten wird. Die geplante Regelung sieht für Schulen – mit Ausnahmemöglichkeiten für Abschlussklassen – in ganz Deutschland Distanzunterricht ab einem lokalen Inzidenzwert von 200 vor. Die Landesregierung hat zuletzt angekündigt, diese Regelung mitzutragen.


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