Kirchentag: Düsseldorf will 5,8 Mio. Euro zahlen

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Kirchentag: Düsseldorf will 5,8 Mio. Euro zahlen
Klamme Kommunen verschenken gern Steuergelder an die Kirchen. Foto: Pixabay

Hoch verschuldete Stadt Düsseldorf will mehrere Millionen Euro an Kirche verschenken

Die Stadt Düsseldorf will im Eilverfahren 5,8 Mio. Euro durchwinken. Ohne jede parlamentarische Debatte für einen 5-tägigen Evangelischen Kirchentag im Jahr 2027

14.06.2022 – Kirchentag – Im Jahr 2022 sind nochHier den Newsletter bestellen 15 Prozent der DüsseldorferInnen Mitglied in der evangelischen Kirche und bis zum Jahr 2027 werden es noch 12 Prozent sein. Die Kirchen verlieren nicht unbegründet aktuell massiv an Mitgliedern und trotzdem soll die konfessionsfreie Mehrheit der Bevölkerung die Kosten des religiösen Großevents tragen. Kritiker halten dies für eine absolute Fehlinvestition, die die aktuellen Interessen der diversen und multikulturellen Stadtgesellschaft torpediert.




Kirchentag: das kirchliche Event soll die Stadt 5,8 Mio. Euro kosten

Die heute von der Verwaltung vorgestellte Beschlussvorlage sieht eine sehr umfangreiche öffentliche Finanzierung des kirchlichen Großevents vor. So sollen neben der Arbeit der Verwaltung die Stadt sämtliche Gebühren tragen. Zusätzlich 5,8 Millionen Euro will die Stadt für das 5-tägige Bibelfestival ausgeben.

Die Erfahrungen und Auswertungen der Kirchentage der vergangenen Jahre haben aber eindeutig erwiesen, dass diese Mega-Events nur von 1–3 Prozent Nicht-Christen besucht werden. 97 Prozent der Besucher sind Menschen, die sich in den Kirchen engagieren. Die Kirchentage bieten also anders als gebetsmühlenartig vorgetragen, keinerlei Mehrwert für einen interreligiösen Austausch bzw. für gesellschaftlich relevante Themen jenseits von Religion.

Toleranz der religionsfreien Bevölkerungsmehrheit wird überspannt

Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA) fordert, dass die liquiden Kirchen die Kosten ihrer Veranstaltungen auch vollumfänglich finanzieren. Anstatt die verschuldeten Kommunen damit zu belasten. Das Ausmaß der vorgesehenen Förderung steht erst recht im Jahr 2027 in keiner Verhältnismäßigkeit mehr. Es überspannt die Toleranz der religionsfreien Bevölkerungsmehrheit. Diese findet sich in den Veranstaltungen der Kirchen nicht wieder und kauft sicherlich auch keine teuren Tickets dafür (das erklärt die geringe Beteiligung). Bei einem erwarteten Volumen von 100.000 Besuchern, wird also jede Eintrittskarte von uns allen mit rund 200 Euro gefördert.

Zum Vergleich: der Japantag zieht 1 Millionen Besucher in die Stadt und kostet lediglich 750.000 Euro. Auch am Rosenmontag kommen mit 1 Millionen Menschen zehnmal so viele Besucher in die Stadt und dafür gibt es sogar keinerlei Fördermittel! Im Gegenteil: die Karnevalsvereine müssen alle anfallenden Gebühren an die Stadt leisten.

Der letzte Evangelische Kirchentag 2019 wurde von der Stadt Dortmund mit 2,3 Mio. Euro bezuschusst. Der Katholikentag in Stuttgart 2022 mit „nur“ 1,5 Mio. Im Jahr 2015 lehnte in Münster erstmals ein Stadtrat den Zuschuss von 1,5 Mio. Euro für den Katholikentag 2018 ab.

Für die Stadt Düsseldorf wäre es eine wesentlich nachhaltigere Entscheidung, diese obsolete Form der weltanschaulichen Missionsveranstaltung nicht mehr mit öffentlichen Mitteln zu fördern.


Polizeibericht aus Gladbeck Mitteilungen der Stadt Gladbeck

1 Kommentar

  1. Die Bibel hat auch gute Stellen, doch mehr gibt´s von den kriminellen. Aus der Bibel rinnt das Blut. Was Gott tut, ist selten gut. Man sollte dieses Buch beschriften: Rezept, das Leben zu vergiften.
    Auf dieser „Geschäftsgrundlage“ agieren die Kirchen und deren Mitglieder. Es ist kaum zu glauben.

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