Impfchaos: So langsam reicht es aber!

Impfchaos: So langsam reicht es aber!
Die Statistik vom 28.02.2021, zeigt auf der Grundlage der Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung, dass im Kreis RE erst 4,7 % der Bevölkerung geimpft sind.

Impfberechtigung: Priorisierung von Einzelfallentscheidungen

Noch keine Terminvergabe

28.02.2021 – Impfchaos – So langsam haben die Menschen in diesem Lande den Kaffee auf. Das Impfchaos nimmt auch mehr als acht Wochen nach der Fertigstellung des Impfzentrums kein Ende. Mit Stand von heute (28.02.2021) wurden im Kreis Recklinghausen erst 4,7 % der Bevölkerung geimpft. 27.063 Personen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen, 10.126 im Impfzentrum und 5.844 in Kliniken. Von den, insgesamt 43.033 geimpften Personen bekamen also nur 23,5 % ihre Impfe im Impfzentrum!

Impfchaos und leere Versprechungen

Was wurde da im Dezember 2020 so groß getönt. 2.000 Menschen könnten täglich geimpft werden. Dass die Betonung auf könnte liegt, hat kaum jemand registriert. Unter 500 Impfungen pro Tag finden nun dort statt!




Die Impfprioriäten werden gefühlt im Drei-Tage-Rhythmus geändert. Und jetzt, acht Wochen nach dem Impfstart, ist es nicht einmal gelungen, alle über 80jährigen zu impfen. Derweil kommt es zu vielen “Pannen”: weil am Nachmittag abzusehen ist, dass Impfdosen übrigbleiben, gibt es Telefonaktionen und es werden “versehentlich” unberechtigte Zielgruppen eingeladen und geimpft. In einigen Städten haben sich Politiker (MdL und Bürgermeister) reingeschmuggelt. Auch von Priestern und sogar Bischöfen ist das bekannt geworden.

Derweil berichten die Medien, dass Millionen Impfdosen auf Halde liegen.

Impfchaos: Es muss etwas passieren!

Auffällig ist, dass die lokalen Politiker schweigen. Doch halt, nein, die Gladbecker CDU hat den Landrat von Recklinghausen für die Impfabläufe gelobt! Und das fünf Wochen vor dem 1. April!

Kommt eigentlich niemand auf die Idee, sich mal nach professioneller Hilfe umzuschauen?

Impfchaos: Kreis stellt heute wieder eine neue Regelung vor

28.02.2021 – Das Land Nordrhein-Westfalen ermöglicht vorerkrankten Menschen, denen bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 ein schwerer oder gar tödlicher Verlauf droht, eine vorzeitige Impfberechtigung prüfen zu lassen. Dazu muss die betroffene Person ihren Erstwohnsitz im Kreis Recklinghausen haben und einen Antrag an den Kreis richten. Diesem Antrag ist ein fachärztliches Zeugnis des behandelnden Arztes beizufügen. Das Attest darf nicht vor dem 08.02.2021 ausgestellt worden sein. Bei der Einzelfallentscheidung wird zwischen einem sehr hohen, hohen oder erhöhtem Gesundheitsrisiko unterschieden. Bei einem positiven Prüfungsergebnis wird mit der Person ein Impftermin im Impfzentrum vereinbart. Das Vorliegen eines ärztlichen Attests alleine berechtigt nicht zu einem vorzeitigen Impftermin.

“Die jetzt festgelegte Regelung bezieht sich eindeutig auf Einzelfallentscheidungen. Das können beispielsweise diejenigen sein, die aufgrund einer unmittelbar anstehenden Chemotherapie ihre Impfberechtigung prüfen lassen wollen”, betont Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Ausgenommen von diesem Verfahren sind ausdrücklich diejenigen chronisch Kranken, die in der Corona-Impfverordnung des Bundes bereits anderweitig genannt werden, erklärt das Land NRW in einer Meldung. Weiter heißt es: In den nachfolgend aufgeführten Fällen muss kein Antrag auf Einzelfallentscheidung gestellt werden. Diese Personen sollen ein gesondertes Impfangebot ebenfalls im März erhalten. Dies sind bei Schutzimpfungen mit hoher Priorität zum Beispiel Personen nach Organtransplantation, Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression, Personen mit chronischer Nierenerkrankung und anderes mehr, und bei Personen mit erhöhter Priorität Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen, Personen mit Asthma bronchiale oder chronisch entzündlicher Darmerkrankung und anderes mehr.

Erfreulicherweise ist die Impfbereitschaft der in der höchsten Priorität zu impfenden Personen im Kreis Recklinghausen sehr hoch. Daher werden auch in den kommenden Tagen zunächst ausschließlich Personen mit Impfberechtigung der höchsten Priorität geimpft. Erst daran können Personen der Priorität 2 geimpft werden. Dazu gehören auch die Personen, die im Rahmen der oben genannten Einzelfallprüfung berücksichtigt werden.

Fazit: Einfach kann jeder!

Selten hat es die deutsche Bürokratie geschafft, mit ständig veränderten Bestimmungen die Bevölkerung so zu verunsichern, wie es im Moment der Fall ist. Das darf nicht so weiter gehen!


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