DRK protestiert gegen private Teststation

DRK protestiert gegen private Teststation
Mit einem Leserbrief protestiert das Gladbecker DRK dagegen, dass die Stadt Gladbeck einen privaten Testanbieter finanziell fördert

Mit einem Leserbrief protestiert das Gladbecker DRK dagegen, dass die Stadt Gladbeck einen privaten Testanbieter finanziell fördert

12.04.2021 – DRK protestiert gegen private TeststationHier der Leserbrief: “Wir als DRK Kreisverband Gladbeck e.V. sind schon sehr verwundert, dass im Rahmen der Pandemiebekämpfung auf einmal private Anbieter – vermutlich nicht aus Gladbeck – auf städtischen Grundstücken gebührenfrei und gebührenfreie Anmietung in der Innenstadt durch die Stadt Gladbeck durchgeführt wird.”

Hier die Pressemitteilung der Stadt Gladbeck, auf die sich das DRK bezieht:

12.04.2021 – Stadt Gladbeck

Drei weitere Teststellen für Gladbeck in Planung

Aktuell konkretisieren sich die Gespräche zwischen der Stadt Gladbeck und zwei privaten Anbietern, die beabsichtigen, kurzfristig Schnelltest-Zentren in Gladbeck zu eröffnen. Der Krisenstab der Stadt hat bereits grünes Licht für die drei geplanten Standorte gegeben, parallel holen die Anbieter nun die notwendige Genehmigung beim Kreis Recklinghausen für das zusätzliche Schnelltest-Angebot ein.

Bürgermeisterin freut sich

„Ich freue mich, dass das bereits stark nachgefragte Testangebot in Gladbeck nun weiter ausgebaut wird. Die bisherigen Anbieter, allen voran das DRK, haben bisher tolle Arbeit geleistet. Wir haben gerade aber in den letzten Tagen gesehen, dass der Bedarf nach Schnell-Tests weiter steigt – und sicherlich mit weiteren
Öffnungen noch weiter steigen wird. Hier wollen wir ein möglichst großes Angebot schaffen“, sagt Bürgermeisterin Bettina Weist.




Ein privater Testanbieter soll künftig das Testangebot in der Fußgängerzone erweitern und wird ein durch die Stadt angemietetes Ladenlokal (ehemals Ernstings Family) in der Hochstraße 29-31 beziehen. Zudem richtet dieser eine Drive-In-Teststelle am Festplatz ein. Der zweite Anbieter plant einen Standort am Wasserschloss Wittringen. Hier sollen die Tests auf dem Parkplatz stattfinden. Die Angebote sollen zeitnah starten, die ersten Tests könnten schon in der kommenden Woche möglich sein.

Weiter mit dem Leserbrief: “Eine Kommunikation vorab mit der DRK Gladbeck in partnerschaftlichen Verhältnis hat nicht stattgefunden. Unter vertrauensvoller Zusammenarbeit Verwaltung / DRK kann man das jetzt nicht einstufen. Auch die Immobile wurde uns vorab angeboten als Teststelle. Allerdings war dies ein Rohbau ohne Strom und den notwendigen Infrastruktureinrichtungen und ohne Boden. Im Rahmen unserer Leitlinien und unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen Coronavirus-Testverordnung haben wir hiervon Abstand genommen und dies der Stadt Gladbeck – Herrn Bresser-Barnebeck – (vor-Ort-Termin) mitgeteilt. Auch eine erneute Anfrage ist ausgeblieben nach ggf. Mängelbeseitigung.

Wir sehen jetzt, dass der Krisenstab der Stadt Gladbeck auf Drittanbieter setzt.

+++

Wir als DRK scheuen keine Mitanbieter – und hätten auch weiter unsere Testungen ausbreiten können aber die Kommunikation war nicht erfolgt. Unsere Kosten werden für die Bottroper Str. – Miete und Nebenkosten – und Europastraße- Container / Strom, etc./ werden nicht von der Stadt Gladbeck übernommen sondern von uns als DRK Gladbeck.

+++

Wir sind tief enttäuscht und werden uns im Vorstand beraten.

Mit freundlichen Grüßen

Wilhelm Walter

Zur Webseite des DRK Gladbeck: https://www.drk-gladbeck.de/


DRK protestiert gegen private Teststation

13.04.2021

Teststellen: Stadt reagiert auf Kritik

Die Stadt Gladbeck möchte gemeinsam mit verschiedenen Anbietern drei zusätzliche Teststellen im Stadtgebiet einrichten. Dies ruft nun eine kritische Reaktion des örtlichen DRK hervor. Die Stadt stellt dazu klar: Es gab mehrere Gespräche bezüglich einer Ausweitung des Testangebotes durch das DRK. Hier teilte die Organisation jedoch mit, dass eine weitere Erhöhung der Kapazitäten zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sei.

Zuvor wurde das bereits von der Stadt angemietete leerstehende Ladenlokal auf der Hochstraße durch das DRK als Standort abgelehnt. Daraufhin erfolgte eine anderweitige Nutzung durch die Stadt Gladbeck in Kooperation mit der Kunstschmiede. Das durch die Stadt angemietete Ladenlokal, in dem auch die Kunstschmiede weiterhin auf dem Großteil
der Ladenfläche untergebracht ist, wird dem privaten Anbieter zu den gleichen Konditionen zur Verfügung gestellt, wie sie auch dem DRK angeboten wurden.

Der Stadt Gladbeck entstehen durch die neuen Teststellen keine zusätzlichen Kosten. Das leerstehende Ladenlokal wurde im Rahmen des Förderprojektes „Sofortprogramm Innenstadt“ durch die Stadt bereits angemietet und entsprechend der Förderrichtlinien weitervergeben. Die für die Testungen notwendige Infrastruktur, wie Einrichtung, Container,
Zelte und weiteres wird durch die privaten Anbieter übernommen sowie auch die Nebenkosten.

Ein Ausbau des Testangebots ist für die Stadt notwendig. In den vergangenen Tagen bildeten sich häufig Schlangen vor den Teststellen und Termine waren nicht immer unmittelbar erhältlich. Dass die vorhandenen Testkapazitäten nicht ausreichen, wurde der Stadt auch von Bürgern und vor allem durch den lokalen Einzelhandel zurückgemeldet. Eine Zusammenarbeit mit gewerblichen Anbietern zur Erhöhung der Testkapazitäten ist auch in anderen Städten inner- und außerhalb des Kreises Recklinghausen mittlerweile üblich. Vor dem Hintergrund, dass die Corona-Schnelltests eine tragende Rolle in der Pandemiebekämpfung spielen und bei weiteren Öffnungen, wie z.B. Click & Meet, besonders für den heimischen Einzelhandel, die Gastronomie und weitere Dienstleistungen benötigt werden, ist die Stadt natürlich
bemüht, weitere Testangebote für die Gladbecker Bevölkerung zu schaffen.

Das DRK wollte der Neuen Gladbecker Zeitung eine Stellungnahme zur Erklärung der Stadt senden, hat das aber bislang nicht getan.


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2 Kommentare

  1. Warum erfährt man – nicht – wer diese Privaten Firma / Firmen ist/sind ??
    Was ist hier so geheimnisvoll ??

    Da muss man schon gleich wieder an “schlechtes” denken !!

    UND, die Fördermittel sind doch sicher nicht unbedingt für Test-Firmen evtl. Neugründugen? gedacht??
    Schon ziemlich undurchsichtig, Herr P. Bresser-Barnebeck !

  2. Stand nicht letztens in den Medien der Staat wolle Gelder bereitstellen um das Ehrenamt zu fördern.
    Da muss man als Bürger wach werden. Maskenhandel gegen marktübliche Provision war doch gerade erst.
    Funktionierende ehrenamtliche Strukturen werden hier mit Füßen getreten. Betreuung bei einer Evakuierung wird von den neuen Testanbietern bestimmt auch durchgeführt, deshalb freut es die Stadt Gladbeck auch. Mehr Unterstützung für die Bürger. Oder ?

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