Caritas: Wohnen am Roten Turm

Caritas: Wohnen am Roten Turm
Direkt an der Grabenstraße soll eine Lärmschutzbebauung für die kleine Siedlung am Roten Turm entstehen. Bauträger ist die Caritas, die dort Behinderte unterbringen will.

Menschen mit Behinderung sollen in die Riegelbebauung ziehen

25.03.2021 – Caritas: Wohnen am Roten Turm. Die Caritas hat sich seit Jahrzehnten als ein Wohlfahrtsunternehmen generiert, dass sich hervorragend um behinderte Menschen in Gladbeck kümmerte. Das von ihr betriebene und in die Jahre gekommene St. Suitbert-Haus, ein Wohnheim für Behinderte, wird aufgelöst und die BewohnerInnen sollen dezentral untergebracht werden. Eine dieser neuen und modernen Unterkünfte gibt es in Zweckel an der Schroerstraße, hinter der Zweckeler Kirche. Vier weitere Standorte wurden im Stadtgebiet geschaffen und ein weiteres Haus für Behinderte soll nun an der Grabenstraße entstehen, direkt an der Straße mit dem Roten Turm im Rücken. Eine vorbildliche Arbeit für Schutzbedürftige.

Der Rote Turm war der Wasserturm des Schlachthofes

Das Baugebiet am Roten Turm, auch „Carrée am Roten Turm“, genannt liegt seit 1999 brach und ist etwa 12.000 qm groß. Der Namensgeber des Areals, der schöne Turm aus rotem Backstein, wurde 2005 umfassend saniert und blieb stehen. Denn der Wasserturm, Wahrzeichen des ehemaligen Schlachthofs, ist ein Denkmal. Direkt nutzbar ist der ehemalige Wasserturm nicht, er wird als Angelpunkt für einige Gebäude drum herum dienen. 2015 gab es noch Träume: Büros, eine kleinere Gastronomie, die im Sommer draußen Plätze anbietet, vielleicht ein Weinhandel, oder auch eine Galerie.




Volksbank-Tochter hat das Gelände vermarktet

Angepriesen wurden die Eigentums- und Mietwohnungen mit “Wohnen im Carrée am Roten Turm“. Eine hervorragende Lage wurde offeriert. Allerdings ist das Carrée umzingelt von Lärmquellen. Zum Norden hin gibt es die Feuerwache mit PKW- und LKW-Einsätzen rund um die Uhr. An der Ostseite führt die Bahnlinie Dorsten – Gladbeck – Dortmund vorbei. Auf der Südseite liegt die B224, die evtl. in einigen Jahren zur A52 wird und an der Westseite lärmt die Grabenstraße, eine vielbefahrene Nord-Süd-Tangente.

Knackpunkt war der Lärmschutz

Trotz dieser misslichen Lage wurde ein Bebauungsplan verabschiedet und eine Baugenehmigung erteilt. Ein ganz wichtiger Punkt für die Genehmigungen war der Lärmschutz für die “gehobene Wohnbebauung”. Auf dem etwa 2.000 Quadratmeter großen Teilstück zwischen den Villen an der Einfahrt zum Carrée am Roten Turm und dem Haus Grabenstraße 41, wurde eine (gewerbliche) Riegelbebauung eingeplant. Der zweieinhalbgeschossige Häuserzug sollte den Verkehrslärm der Grabenstraße von der neuen Wohnbebauung fernhalten. Weil dieser Lärmschutz noch fehlte, wurde das Tempo auf der Grabenstraße auf 30 km/h reduziert.

Caritas: Wohnen am Roten Turm – Nun entstehen dort Behindertenwohnungen

Das Carrée ist bis auf eine kleine Fläche direkt am Turm bebaut und die Wohnungen sind bezogen. Es wurde Zeit, dass nun die Riegelbebauung entsteht. Es ist schon eine Überraschung, dass dort nun kein Gewerbe angesiedelt wird, sondern Wohnraum für Behinderte. Diese Gebäude sollen nun den Verkehrslärm von den Häusern am Roten Turm fern halten. Hoffentlich haben sich die Akteure auch Gedanken darüber gemacht, auf wessen “Kosten” das geschieht.

Hier informiert die Caritas fortlaufend über das Projekt


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