Bäckereien im Kreis Recklinghausen brauchen Kunden

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Bäckereien im Kreis RE brauchen Kunden
Backen ist Handwerk: Es lohnt sich, öfter zum Bäcker um die Ecke zu gehen, rät die NGG Ruhrgebiet. „Das Brot ist lecker. Und die Löhne sind fair“, so die Bäckerei-Gewerkschaft. Foto: NGG | Tobias Seifert

90 Bäckereien mit 1.520 Beschäftigten – Bäckereien im Kreis Recklinghausen setzen auf Brötchen, die „lecker und fair“ sind

NGG Ruhrgebiet wirbt fürs Handwerk: „Öfter mal zur Bäckerei um die Ecke“

Gladbeck – 09.04.2026 – Bäckereien – Öfter mal zur Bäckerei um die Ecke: „Die rund 90 Bäckereien und ihre Filialen im Kreis Recklinghausen können mehr Kundschaft gebrauchen“, sagt Martin Mura von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Der Geschäftsführer der NGG Ruhrgebiet warnt vor einer „Kunden-Ebbe“ bei Bäckereien im Kreis Recklinghausen.

„Mit dem Run auf die Brotregale beim Discounter setzen die Menschen die Backtradition aufs Spiel. Schon in den ersten Wochen dieses Jahres sind in vielen Bäckereien im Kreis Recklinghausen weniger Brote und Brötchen, weniger Torten, Kuchen und süße Teilchen über den Verkaufstresen gegangen“, so Martin Mura.


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Das mache Bäckereien wirtschaftlich zu schaffen. Es gehe jetzt darum, den „Trend zur Tradition des Bäckerhandwerks“ neu zu beleben.

Für viele Kunden sei dabei „das gute Gewissen, Bewährtes zu erhalten und fair bezahlte Arbeit im Kreis Recklinghausen zu unterstützen“, ein wichtiger Punkt. „Wer beim Bäcker um die Ecke kauft, kauft fair und lecker“, so Martin Mura von der Bäckerei-Gewerkschaft. So gebe es ab April ein Lohn-Plus: „Bäckergesellen und Fachverkäuferinnen bekommen ab diesem Monat 45 Cent pro Stunde mehr. Sie haben damit am Monatsende 75 Euro zusätzlich auf dem Lohnzettel“, sagt Martin Mura.

Darauf hätten sich die Bäckerei-Gewerkschaft NGG und der Bäckerinnungsverband West am Tariftisch verständigt. Auch wer ohne Ausbildung zum Beispiel am Verkaufstresen bediene, bekomme 25 Cent pro Stunde mehr und habe damit monatlich ein Plus von knapp 42 Euro.

Zudem würden alle Beschäftigten in Bäckereien eine Einmalzahlung bekommen. Wer einen Vollzeitjob mache, erhalte für die Monate Februar und März eine steuerfreie Zahlung von insgesamt 100 Euro. Auf die aktuellen Preise für Brot und Brötchen werde sich der Tarifabschluss allerdings kaum auswirken. „Es gibt also keinen Grund, der Bäckerei den Rücken zu kehren. Im Gegenteil: Fairer Lohn und gute Handwerksqualität sollten es wert sein, beim Bäcker um die Ecke zu kaufen“, ist Martin Mura überzeugt.

Ohnehin seien Bäckereien – auch beim Lohn – „sehr bodenständig“: „Im Kreis Recklinghausen geht keiner mit einem Stundenlohn unter 14,10 Euro nach Hause, wenn er in einer Bäckerei arbeitet, die ordentlich bezahlt“, sagt Mura. Ein junger Bäckergeselle verdiene sogar 16,39 Euro pro Stunde. Und eine Fachverkäuferin komme gleich nach ihrer Ausbildung auf immerhin 15,32 Euro, so die NGG Ruhrgebiet.

Die Bäckerei-Gewerkschaft NGG Ruhrgebiet spricht von einem „fairen, frisch gebackenen Handwerkslohn“, der die Jobs in den Backstuben und an den Ladentheken im Kreis Recklinghausen attraktiv halte. „Immerhin geht es auch
darum, die Beschäftigten im Bäckerhandwerk bei der Stange zu halten. Vor allem aber auch, um junge Menschen zu gewinnen, damit die sagen: ‚Wir backen’s‘“, so NGG-Geschäftsführer Martin Mura. Insgesamt arbeiten nach Angaben der Gewerkschaft in den Bäckereien im Kreis Recklinghausen rund 1.520 Beschäftigte.

Die NGG Ruhrgebiet beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.

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