Aktuelles vom Kreis zu Corona

Aktuelles vom Kreis zu Corona
Das sind zwar nicht die Lollis mit denen in den Schulen getestet wird, aber in vielen Schulen bekommen die SchülerInnen anschließend einen richtigen Lolli.

Geschäfte dürfen ab Montag wieder für Click&Meet öffnen

Terminvereinbarung und tagesaktuelles negatives Testergebnis notwendig

07.05.2021 – Aktuelles vom Kreis zu Corona – Die relevante Sieben-Tages-Inzidenz (RKI) im Kreises Recklinghausen liegt seit fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem Schwellenwert von 150, das Land hat dies festgestellt und in seiner Allgemeinverfügung veröffentlicht. Damit dürfen ab Montag, 10. Mai, Geschäfte im Kreisgebiet wieder für Terminshopping, das sogenannte Click&Meet, öffnen. Der Kunde muss zu seinem Termin ein tagesaktuelles negatives Testergebnis mitbringen.

Für die Geschäfte gelten klare Vorgaben, wie viele Kunden gleichzeitig im Ladenlokal sein dürfen. Solange die Wocheninzidenz über 100 liegt, darf sich ein Kunde pro angefangene 20 Quadratmeter Verkaufsfläche im Geschäft aufhalten.

Sonderregeln hat das Land für Buchhandlungen und Gartenmärkte festgelegt: Der Besuch dieser Geschäfte ist unabhängig von der Inzidenz nur mit Termin und begrenzt auf einen Kunden pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche zulässig.

Durchgehend geöffnet sind unabhängig von der Sieben-Tages-Inzidenz Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien, Optiker oder Blumengeschäfte.




Zweiter Teil: Ab Montag gibt es in Grund- und Förderschulen Lolli-Tests

07.05.2021 – Aktuelles vom Kreis zu Corona – Am Montag dürfen die Schulen im Kreis Recklinghausen wieder in den Wechselunterricht gehen. Damit besteht auch für die Schüler wieder Testpflicht als Voraussetzung, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen. Während an den weiterführenden Schulen wie zuvor Selbsttests vorgesehen sind, gibt es für die Schüler von Grund- und Förderschulen ab Montag PCR-Pooltestungen – die so genannten Lolli-Tests.

Es handelt sich bei diesem Testverfahren um eine anerkannte PCR-Methode. Diese Testmethode ist sensitiver als die Antigentests und identifiziert Infektionen auch bei niedriger Viruslast und damit wahrscheinlich geringerer Infektiosität. Alle Schüler bekommen bei diesem Test einen Abstrichtupfer, an dem sie 30 Sekunden lutschen. Anschließend kommen alle Teststäbchen in ein Sammelgefäß und werden so zur Auswertung in ein Labor gebracht. Dort werden sie nach PCR-Methode ausgewertet.

Stellt das Labor fest, dass ein Pool-Ergebnis positiv ist, wird die Schule darüber informiert. Sie sorgt dafür, dass alle Schüler der entsprechenden Gruppe noch einmal einzeln getestet werden. Dieser zweite Test soll zu Hause durchgeführt werden, “die Eltern werden um die Entnahme und Rückgabe der Einzelproben im erforderlichen Zeitraum gebeten. Schülerinnen und Schüler, die einem Pool angehören, der ein positives Testergebnis erhalten hat, gelten als Corona-Verdachtsfälle. Die Eltern nehmen sie in häusliche Isolation”, heißt es dazu in der Schulmail des Landes.

Erst wenn beim Nachtest eine Schülerin oder ein Schüler positiv getestet wird, wird das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen ins Verfahren einbezogen. Dann wird, wie in allen anderen Fällen von positiv Getesteten auch, ermittelt, wer Kontaktpersonen ist und in Quarantäne gehen muss.

“Die Vorlage eines negativen Ergebnisses bei der Nachtestung zur Pool-Auflösung oder durch die Vorlage eines von den Eltern veranlassten PCR-Tests über den Hausarzt ist Grundvoraussetzung für die Wiederteilnahme von Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht”, hat das Land vorgegeben.

Weitere Informationen zu dem Thema gibt es in den Schulmails des Schulministeriums: https://www.schulministerium.nrw/archiv-2021




Dritter Teil: Vorgehen des Landes schwer nachvollziehbar

Landrat des Kreises Recklinghausen nimmt Stellung zum neusten Impferlass

07.05.2021 – Aktuelles vom Kreis zu Corona – Mit dem 19. Impferlass hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales ab dem 6. Mai einen Teil der Prioritätsgruppe 3 geöffnet. Mit dabei: Neben Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen, Beschäftigten im Verkauf im Lebensmittelhandel und in Drogerien auch viele Landesbedienstete. Noch nicht in den Impfzentren geimpft werden können aus der Gruppe drei Menschen mit Vorerkrankungen nach §4, Personen über 60 Jahren, Personal der kritischen Infrastruktur oder systemrelevantes Personal der Kommunen.

Klimpel: “Sinnvolle Priorisierung innerhalb der dritten Priorität nur schwer zu erkennen”

“Bei den ersten beiden Prioritätsgruppen war der Großteil der Entscheidungen für ein schrittweise Öffnung nachvollziehbar. Im Fokus standen dabei diejenigen, die aufgrund ihres Alters oder durch Vorerkrankungen ein sehr hohes Risiko hatten, dass die Infektion mit dem Coronavirus einen schweren Verlauf nehmen oder sogar tödlich enden würde. Außerdem Personen, die notwendigerweise in Kontakt mit diesen Gruppen stehen – Pflegerinnen und Pfleger in Altenheimen, medizinisches Personal auf den Intensivstationen”, erklärt Landrat Bodo Klimpel. Mit der jetzigen teilweisen Öffnung der Gruppe drei sähe dies anders aus. Eine sinnvolle Priorisierung innerhalb der dritten Priorität sei nur schwer zu erkennen. “Wie kann es sein, dass nun Bürgerinnen und Bürger mit Vorerkrankungen nicht impfberechtigt sind, dafür aber Steuerfahnder und Gerichtsvollzieher?”, fragt der Landrat des Kreises Recklinghausen.

Aktuelles vom Kreis: Landrat in Erklärungsnot

“Unverständnis wird aber nicht nur von den Bürgerinnen und Bürgern an mich herangetragen, sondern auch von meinen Mitarbeitern und den Beschäftigten der kreisangehörigen Städte. Wie soll ich ihnen erklären, dass nun Beschäftigte im Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz impfberechtigt sind, aber der kommunale Soziale Dienst, der weit mehr Bürgerkontakte hat, nicht?” Personal mit vielen Bürgerkontakten und Beschäftigte in relevanten Positionen der Verwaltung sind ebenfalls in der Prioritätsgruppe 3, im Gegensatz zu den Landesbeschäftigten sind die Mitarbeiter der Kommunen – mit Ausnahme des Gesundheits- und Impfbereichs – aber noch nicht impfberechtigt. “Gleiches gilt zum Beispiel auch für Busfahrer, die auf engstem Raum mit vielen anderen Menschen ihren Dienst tun müssen.”

Ob eine Öffnung der gesamten Gruppe drei eine Möglichkeit sein könnte, vermag der Landrat des Kreises aktuell nicht zu sagen. “Klar ist, dass wir aktuell zu wenig Impfstoff haben. Im Kreis Recklinghausen hätte die dritte Prioritätsgruppe auch jetzt noch nicht geöffnet werden müssen, da wir mit den Impfungen der Menschen über 70 Jahren und der chronisch Vorerkrankten der Gruppe zwei noch voll ausgelastet sind. Schon jetzt ist es so, dass sich zehntausende Personen um wöchentlich nur etwa 6000 bis 7000 Erstimpftermine bemühen”, so Klimpel. Eine Öffnung der Gruppe drei könnte dennoch von Vorteil sein, “da dann zumindest Chancengleichheit für alle bestünde.”

Den bestehenden Verteilungsschlüssel ändern!

Die Öffnung der Buchungen für weitere Impfberechtigte war sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass verschiedene Städte und Kreise berichteten, dass sie mit der Gruppe zwei durch seien und Termine nicht mehr gebucht würden. “Wir haben leider nicht nur eine im Vergleich ältere Bevölkerung, sondern auch viele chronisch vorerkrankte Personen. Wobei ich mich frage, warum wir dann nicht auch entsprechend mehr Impfstoff zur Verfügung gestellt bekommen. Der Verteilungsschlüssel anhand der reinen Gesamtbevölkerungszahlen scheint in diesem Moment nicht mehr das richtige Mittel zu sein, wenn die eine Kommune für ihren Impfstoff keine impfberechtigten Abnehmer mehr findet, die andere die doppelte Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs an ihre Bürgerinnen und Bürger verimpfen könnte.”

Mit einem Schreiben zu diesem Thema hatte sich Bodo Klimpel bereits in der letzten Woche an das Gesundheitsministerium des Landes gewandt. “Ich hoffe, dass sich an diesem Zustand zeitnah etwas ändern wird. Das Land muss handeln.”


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